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Clippers (0) vs. Mavericks (2) | Recap NBA Playoffs

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Clippers (0) vs. Mavericks (2) | Recap NBA Playoffs

Die Playoffs sind im vollen Gange, und aus Sicht der Dallas Mavericks noch dazu mit vollem Erfolg.

Nach zwei Spielen in Los Angeles führen sie in ihrer Erstrundenserie gegen die Clippers mit 2:0. In der Nacht auf Samstag kommt es in Dallas zum dritten, vielleicht schon vorentscheidenden Duell. Viele haben die Kalifornier vor dem Playoffstart deutlich stärker als die Texanern gesehen, heute schauen wir darauf, warum das bislang genau umgekehrt ist.

 

Die Offense

Luka Doncic, der erst seine zweite NBA-Postseason bestreitet, performt auf unfassbar hohem Niveau. Durchschnittlich 35 Punkte bei 8,5 Rebounds und 9 Assists. Im 1. Spiel direkt ein Triple-Double.

Der Slowene führt seine Mannschaft an, macht die richtigen Plays und wirft ein ums andere Mal einen (Stepback-) Dreier durch die Reuse. Durch seine Vielfältigkeit – er kann sowohl von hinter der Dreierlinie, aber auch am Rim, abschließen – macht er viel Raum für seine Mitspieler frei. Sobald ein Double-Team auf Doncic geschickt wird, befindet sich irgendwo auf dem Parkett ein freier Maverick, wie Dorian Finney-Smith festhielt: ,,Ich weiß, dass sie irgendwann zwei Spieler auf Luka schicken werden. Dann findet er uns, wenn wir offen sind. Man muss einfach für den Wurf bereit sein.“

Das nutzen die Mitspieler des 22-Jährigen aus und erzielen Körbe am Fließband. Mit Doncic erreichen fünf Mavericks zweistellige Zahlen, Maxi Kleber schrammt mit 9,5 Punkten knapp vorbei. Vor allem Tim Hardaway Jr. nutzt die Bewegungsfreiheit aus, und trifft 65% seiner Dreierversuche.

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Doncic ist der Star der Offensive der Dallas Mavericks – sie haben aber auch viele ,,kleine“ Stars. Wie eben erwähnt erzielen insgesamt fünf Texaner zweistellige Zahlen bei den Punkten. Dies sieht bei den Gegnern aus LA anders aus. Gerade mal drei Akteure der Clippers kommen auf 10 oder mehr Punkte. Der Supporting Cast ist dementsprechend auf Seiten der Franchise aus Dallas bislang deutlich stärker und entscheidet aktuell diese wichtigen Spiele.

Die Spielweise der Mavericks

Doncic wurde im 1. Spiel primär von Paul George verteidigt. Im zweiten Aufeinandertreffen änderte Tyronn Lue seine Taktik und stellte Kawhi Leonard neben den Spielmacher der Mavs. Dies nützte ihnen aber wenig, da die Texaner meist direkt zu Beginn der Possession einen Switch erzwangen, sodass die kleinen, flinken Guards in Form von Luka Doncic, Jalen Brunson und Tim Hardaway Jr. ein Mismatch mit Ivica Zubac suchten. Zubac, ein stämmiger, lateral langsamer Center, wurde als Schwachstelle der Clippers-Defense auserkoren – nicht umsonst wurde er schon oft zum Tanz gebeten.

Die Mavericks verlagerten ihr offensives Spiel während der bisherigen zwei Partien eher auf 7,24+ m vom Korb entfernt. Blickt man auf die Starting Five, weiß man auch warum. Neben Doncic starten Hardaway Jr., Dorian Finney-Smith, Maxi Kleber und Kristaps Porzingis. Alle treffen ihre Dreier hochprozentig, weswegen es nicht verwundert, dass die Mavs 70 ihrer 158 Würfe von hinter der Dreierlinie nehmen. Das sind stolze 44,3%. Getroffen haben sie davon genau die Hälfte, und führen damit die NBA in der Postseason in dieser Statistik an.

Ganz weit unten zu finden sind sie bei der Freiwurfquote. Dort belegen sie mit 66% den letzten Platz. Besonders Doncic hat Probleme bei seinen Würfen von der Linie. Er trifft nur 43%, einen Prozent mehr als bei seinen Dreierversuchen.

Die Defense

Die größten Gefahren bei den Clippers offensiv sind Kawhi Leonard und Paul George. Leonard wird von Maxi Kleber, und George von Finney-Smith, verteidigt. Mit Josh Richardson, der neuerdings von der Bank kommt, haben die Mavs einen exzellenten Abwehrspieler , der beide Clippers-Akteure vom Wurf hindern, bzw. diesen erschweren, kann. Richardson ist somit ein wichtiger Teil der Defense, da das Team aus Los Angeles oft mit wenigstens einem ihrer Starspieler auf dem Parkett steht.

Die Clippers versuchen Mismatches für Kawhi Leonard- oder Paul George- zu konstruieren und setzen wie die Mavs auf Screens. Anders als auf der gegenüberliegenden Seite mit wenig Erfolg. Kleber schlängelt sich oft zwischen den beiden Gegenspielern durch und bleibt an Leonard dran.

Die größten Gedanken hat sich der Coaching Staff der Mavs, wie zu erwarten, um die beiden Franchisespieler gemacht. Oft wird Leonard oder George gedoppelt. Dadurch befindet sich ein freier Clippers-Spieler auf dem Court. Durch gut abgestimmte Switch-Defense ist dies aber kein Problem. Viele offene Würfe bekommen die Kalifornier nicht, es kommt immer ein heraneilender Maverick und versucht den Wurf zu behindern. Auszeichnen tut dies die schnelle Fußarbeit, und der einwandfreie Plan, welcher Spieler zu welchem Clipper rotieren muss.

Ein Problem haben die Texaner defensiv dennoch. Durch das Spacing des LA-Teams ist oft die Zone frei, was zu Lobanspielen einlädt. Kristaps Porzingis und Willie Cauley-Stein sind hier gefragt, die versuchen müssen, diese Anspiele zu verhindern.

 

Blick auf einzelne Spieler

Jalen Brunson, für den es seine erste Playoff-Teilnahme ist, attackiert mit schnellen Antritten die Zone, flitzt an seinen Gegenspielern vorbei und legt 12 Punkte im Schnitt auf. Er ist sehr aktiv, sowohl offensiv als auch defensiv, und ist äußerst motiviert. Er bringt das neben Doncic gebrauchte Playmaking. Der Combo-Guard nahm in der Postseason erst einen Dreierversuch, den er nicht traf. Trotzdem ist auch er eine Gefahr von außen, nicht ohne Grund traf er 40,5% seiner Würfe von hinter der Dreierlinie in der regulären Spielzeit.

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Kristaps Porzingis hatte in der ersten Partie einen gebrauchten Abend, womöglich war er gedanklich schon im Stripclub. Für diesen Besuch zwischen den beiden Spielen in LA musste er 50.000 Dollar Strafe zahlen. Beim ersten Sieg konnte er nur 14 Punkte bei 4/13 aus dem Feld auflegen. Beide Statistiken konnte er verbessern. 20 Punkte bei 8/12 aus dem Feld und 75% seiner Dreier standen bei der zweiten Partie in seinem Boxscore. Effektiver war er auch im defensiven Teil. Er sicherte sich drei Steals und zwei Blocks.

Aus deutscher Sicht gibt es auch einen Grund zur Freude: Maxi Kleber hat in den bisherigen Playoff-Partien nicht so große Probleme mit seinem Wurf wie vergleichsweise in der Bubble im letzten Jahr. Er trifft 75% seiner Dreierversuche, hat aber auch wie bereits erwähnt im defensiven Part einen enorm wichtigen Einfluss. Im zweiten Aufeinandertreffen konnte er ein Playoff-High in Punkten (13) erzielen.

 

Fazit

Spielen die Mavericks weiterhin so stark auf, und können die Clippers zähmen, ist eine erfolgreiche Erstrunden-Serie möglich. Entscheidend wird wohl Spiel 3, das in der kommenden Nacht ausgetragen wird. Können die Mavericks auf eine 3:0-Führung ausbauen, oder starten die Gäste in Dallas einen Run?

Einen Glücksbringer in Form von Dirk Nowitzki haben sie bereits glücklich gemacht.

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