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Dallas Mavericks – Startet nun die Aufholjad?

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Dallas Mavericks – Startet nun die Aufholjagd?

Die Dallas Mavericks haben seit ihrem Titelgewinn 2011 endlich mal wieder eine Playoff-Serie gewonnen – und stehen nun dem wohl besten Team der NBA entgegen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt, gab es am gestrigen Samstag den ersten Sieg für die Texaner. Startet nun die Aufholjagd?

Suns dominieren ersten beiden Spiele

Beim 121:114 sowie beim 129:109 konnten die Phoenix Suns ihre ganze Stärke auf das Parkett bringen. Dies lag u.a. an Chris Paul, Devin Booker sowie DeAndre Ayton.

Ersterer verlor in den zwei Partien nur insgesamt viermal den Ball und drehte besonders im letzten Viertel von Game 2 auf. Er traf sechs seiner sieben Würfe, was zu 14 Punkten führte und den Weg zu Sieg zwei ebnete. Während der gesamten Serie sicherte sich der ‚Point God‘ 20 Punkte und 5 Assists bei 60% aus dem Feld.

Unterstützung bekommt er in Sachen Scoring von Devin Booker. Er ist mit 23,7 Punkten der Topscorer seines Teams, nach Doncic der zweitbeste der laufenden Serie. Booker profitiert davon, dass er nicht alleine scoren muss, sondern fähige Mitspieler an seiner Seite hat, die ebenfalls den Ball durch die Reuse schicken können. Der Franchisestar trifft wahnsinnige 50% von der Dreierlinie – und sorgt somit für das nötige Spacing. Davon profitiert der Suns-Center DeAndre Ayton.

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Das Big Man-Duell geht klar an die Suns

Schon in der 1. Runde konnte Dwight Powell Rudy Gobert nichts anhaben, gegen den Suns-Center wirkt er noch hilfloser. Aus diesem Grund spielt er auch nur 13 Minuten, in denen er 3 Punkte und 1,7 Rebounds auflegt. Der dominante Suns-Big Man legt hingegen starke 17 Punkte und 7 Rebound auf. Ayton trifft in der Zweitrundenserie laut cleaningtheglass.com 55% seiner Würfe am Rim und 48% aus der Midrange (100. Perzentil!). Er profitiert davon, dass er einige Lob-Anspiele bekommt, und seine Fadeaways und Jumper verlässlich durch die Reuse schickt.

Aber nicht nur offensiv stellt er die Dallas Mavericks vor Problemen. Defensiv macht er die Zone dicht, wodurch vor allem Jalen Brunson leidet. Der Guard, der in der ersten Playoff-Runde für Furore sorgte und die Jazz in Grund und Boden spielte, konnte in den ersten beiden Begegnungen dem Spiel seinen Stempel nicht aufsetzen. Brunson, der durch seine Drives und durch seine Fähigkeit, im Lauf abzustoppen und den Jumper zu nehmen, bekannt ist, wird durch Ayton limitiert. Dadurch dass der Big Man die Zone zumacht, werden die Drives von Brunson, aber auch von Finney-Smith & Co. abgefangen, wodurch die Mavs keine einfachen Punkte machen können.

Luka Doncic als Schwachstelle auserkoren

Wenn die Phoenix Suns angreifen, greifen sie in den meisten Possessions Luka Doncic an. Via Pick & Roll versuchen sie immer wieder, dass Doncic der Verteidiger des primären Ballhandlers wird. Dies gelingt, da die Mavs jedes Pick & Roll switchen, wodurch der Slowene in die Bredouille gebracht wird, Chris Paul oder Devin Booker verteidigen zu müssen. Dieser wird dann mit einfachen Drives geschlagen, da der Franchisestar in der Fußarbeit noch einiges aufzuholen hat. Ob dies an seiner im letzten Regular Season-Spiel eingeholten Wadenverletzung liegt, kann man nur spekulieren. Seine Knöchel litten in den letzten Jahren aber auch, wodurch die Fußschnelligkeit abbaut.

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Ganz deutlich machen es zwei Statistiken:

1. In der zweiten Halbzeit von Game 2 wurde Doncic 19-Mal als Screener attackiert. In diesen Possessions sicherten sich die Suns laut ‚Second Spectrum‘ 1,81 Punkte pro Play.

2. Die Spieler aus Arizona haben in den ersten zwei Spielen ein True Shooting von 75,7%. Dies ist der zweitbeste Playoff-Wert aller Zeiten – nach den LA Clippers 2020 (77,8%). Richtig, auch damals gegen die Dallas Mavericks.

Was müssen die Mavs verändern?

Die Texaner versuchten primär, über die Drop-Defense die Arizoner zu Fehlwürfen zu bringen. Das Problem der Drop-Defense ist, dass, wenn Doncic den primären Ballhandler verteidigt, ein weiterer Maverick zu ihm stößt und sie im Double-Team agieren. In Folge dessen ist ein Suns-Spieler frei auf dem Feld. Dadurch treffen sie 46% ihrer Perimeterwürfe, und bringen die Mavericks immer wieder in Verzweiflung.

Ist Pre-Switching die Lösung?

Das Dilemma befindet sich aber nicht nur auf der defensiven Seite. Doncic hat offensiv zu viel Last zu tragen (40,6% Usage Rate), wodurch er in der Defensive nicht die nötige Energie aufbringen kann. Dadurch muss er in den Playoffs in diesem Bereich des Spiels versteckt werden – am besten in der Weakside, damit der Europäer nicht im Pick & Roll attackiert werden kann. Eine Methode ist dabei das Pre-Switching. Doncic wird in die Ecke gestellt, und soll, wenn sein Gegenspieler in das Pick & Roll involviert wird, mit einem anderen Mitspieler switchen, wodurch der Slowene weiterhin in der Ecke verteidigt. Dadurch können die Suns nicht ihre auserkorene Schwachstelle angreifen.

Dies probierten die Dallas Mavericks bereits – mit Erfolg. Oft steht nun ein Big Man wie beispielsweise der Deutsche Maxi Kleber Chris Paul entgegen. Besonders in Spiel drei funktionierte diese Taktik. Der sonst so ballsichere Paul verlor insgesamt sieben Mal den Ball,wodurch einige Angriffe seiner Suns im Sand (der Wüste Arizonas) verliefen.

Mit dieser Methode verbesserte sich das Defensiv-Rating von Luka Doncic schlagartig. Im ersten Spiel hatte er ein Rating von 128, im zweiten eins von 137. In der dritten Partie verbesserte er sich auf 98 – also um starke 39 Punkte! Daran müssen sie anknüpfen, denn: Offense wins games, defense wins championships!

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Wo sind Brunson und Dinwiddie?

Jalen Brunson konnte in der ersten Runde der Playoffs 2022 gegen die Utah Jazz überzeugen. Der Guard, der in den ersten drei Partien den verletzungsbedingten Ausfall Doncics kompensieren musste, legte 28 Punkte bei 48% aus dem Feld und 36% vom Perimeter auf. In der momentanen Serie ist er aber abgetaucht. Der US-Amerikaner sicherte sich nur 16,7 Punkte – bei einer Feldwurfquote von 39% und einer Dreierquote von 22%. Seine eFG% sank von 53,2% in der ersten Runde auf 41,7% in der zweiten.

Aber auch Spencer Dinwiddie, der nach dem Trade im Februar Hoffnungen versprühte, konnte in der gesamten Postseason noch nicht überzeugen. Er legt zwar im Verhältnis wie in den 23 Spielen für die Mavericks in der Regular Season nur 0,5 Punkte weniger auf, in der Serie gegen die Phoenix Suns halbierte er aber diese Statistik auf 7,7 Punkte!

Beide Guards müssen wieder in die Spur kommen. Den ersten Schritt machte Brunson, der beim 103:94-Sieg 28 Punkte auflegte. Aber auch solche Aktionen von Dinwiddie machen Hoffnung:

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Kleber und Ntilikina als X-Faktor?

Maxi Kleber konnte in den Playoffs bisher überzeugen. Nach einem schwachen Start fing er sich, und konnte gegen die Utah Jazz in Game 2 acht seiner elf Dreier verwandeln. Während der aktuellen Serie kann er die Probleme Powells etwas kaschieren, und legt 14 Punkte bei 47% von der Dreierlinie auf. Defensiv kann er ebenfalls überzeugen. Im Pre-Switching ist oft der Deutsche derjenige, der Paul verteidigen muss und zu Fehlwürfen zwingt.

Der Franzose Frank Ntilikina bestritt in der ersten Runde keine Partie, und konnte auch in den ersten beiden Spielen gegen die Suns nicht überzeugen. Im 3. Spiel verteidigte er aber Devin Booker, und brachte ihn zur Verzweiflung:

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Wenn beide an diesen Leistungen anknüpfen können, und Ntilikina sich offensiv noch einbringen kann, können die zwei Europäer zum X-Faktor der Mavericks werden.

Startet nun die Aufholjagd der Dallas Mavericks?

Wir wissen, dass Monty Williams und die Mannschaft der Phoenix Suns immer wieder Lösungen findet, um ihre Gegner zu besiegen – so wird es auch nach Game 3 sein. Wenn die Texaner die im Artikel angesprochenen Punkte angehen, können sie am heutigen Sonntag um 21:30 Uhr dennoch vielleicht einen zweiten Sieg einholen – und gehen dann mit einem 2:2 zurück nach Phoenix.

Wie Kidd bereits nach Spiel 1 sagte: ,,Wir brauchen einfach noch jemanden, der sich der Party anschließt.“

NBA Playoffs 2021/22: Die Warriors sind sehr gefährlich!

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