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Dallas Mavericks – Buhrufe statt Playoffs?

Dallas Mavericks - Buhrufe statt Playoffs?; Kristaps Porzingis und Luka Doncic gucken traurig.

Dallas Mavericks – Buhrufe statt Playoffs?

Die Dallas Mavericks hatten in dieser Saison viel vor – davon sind sie aber weit entfernt. Sie stehen auf Platz Sechs im Westen und haben gute Chancen auf die Playoffs, aber die Bilanz von 11:11 spricht nicht für sie. Der Blick auf die Tabelle im Laufe des Artikels zeigt, wie eng es in der Conference zu sich geht. Im Spiel letzte Woche gegen die Cleveland Cavaliers, als es eine deutliche Niederlage setzte, gab es stellenweise sogar einige Buhrufe – sind diese berechtigt?

Der heutige Stand

Etwas mehr als ein Viertel der regulären Spielzeit ist gespielt, und die Mavericks experimentieren fleißig weiter. Dies liegt auch an zahlreichen kleineren Verletzungen. Kleber fiel beispielsweise zwei Wochen aus, Porzingis ist sowieso verletzungsanfällig und muss immer wieder einige Spiele aussetzen und Doncic konnte in vier Partien ebenfalls nicht antreten. Verletzungen von Brunson, Ntilikina und den zuletzt startenden Cauley-Stein machten ebenfalls einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kommt die mangelnde Leistung offensiv, v.a. aber defensiv, die dazu führen, dass Jason Kidd Änderungen an der Starting Five vornehmen muss.

Zu Saisonbeginn setzte der Headcoach auf der Fünf Dwight Powell ein. Der gewünschte Erfolg blieb aus, wodurch erst Cauley-Stein zweimal starten durfte bevor er ausfiel, und dann gegen die Cavs der junge Big Man Moses Brown in der Starting Five stand. Alle drei Optionen konnten nicht positiv zum Spiel der Texaner beitragen. In den letzten zehn Partien konnten sie nur drei Siege einfahren, in denen Dwight Powell wieder starten durfte. Dies zeigt auf, dass der Coaching Staff keine andere Möglichkeit hat – und für einen zukünftigen Contender ist das viel zu wenig.

Dies wirft eine Frage auf:

Wer ist DER Center?

Genau diese Frage dürfte Jason Kidd und seine Assistenztrainer den Kopf zerbrechen. Der einzig richtige Center, der noch nicht ausprobiert wurde, ist Boban Marjanovic. Doch dieser kann durch seine fehlende Athletik in einem aufstrebenden Team wie das der Dallas Mavericks nicht der startende Center sein. Kristaps Porzingis soll auf Wunsch seines Coaches nicht auf der Fünf agieren, und damit ist die Center-Rotation schon abgearbeitet.

Ist Kleber die Lösung?

Der Trainerstab muss also weiter überlegen. Eine Variante gibt es, die v.a. uns deutschen Fans zusagen sollte: Maxi Kleber. Mit Kleber verfügen die Texaner über einen Spieler, der seine Stärken sowohl offensiv, als auch defensiv hat. Im Angriff zieht er das Feld auseinander und nimmt sich die offenen Würfe am Perimeter, die sich ein Dwight Powell nicht nehmen sollte, und trifft diese hochprozentig (39% bei 4,5 Versuchen pro Spiel). Porzingis und Kleber stehen sich dementsprechend selten unter dem Korb im Weg, wodurch der Lette auch mehr Platz in Post up-Situationen bekommt – eine Verbesserung gegenüber Powell ist damit leicht gefunden. Defensiv kann der Deutsche von der zwei bis zur Fünf alles verteidigen – desto athletischer die Gegenspieler, desto mehr Probleme hat er aber beim Verteidigen. Der Hauptaugenmerk soll bei ihm ohnehin in diesem Szenario auf der Power Forward- oder auf der Center-Position liegen. Dort ergänzt er sich mit Porzingis sehr gut, und gehört nicht ohne Grund zu einem der besten Abwehrspieler der NBA. Gegen physisch stärkere Big Men kann er sich durchsetzen und den Wurf erschweren.

Mit seiner Art zu spielen und alles auf dem Court zu geben, ist er auch beliebt bei den Anhängern der Dallas Mavericks, was folgender Tweet deutlich zeigt:

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Meckern schadert der Verteidigung

Dass Luka Doncic ein Spieler ist, der gerne und viel mit den Schiedsrichtern während des Spiels kommuniziert, ist uns allen bekannt. Nun äußerte sich sein Trainer dazu, und war nicht positiv gestimmt:

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Er möchte also, dass der Slowene am Spiel teilnimmt, v.a. im defensiven Part, auch wenn er sich in einer Situation benachteiligt fühlt. Kein Referee unterbricht die Partie, nur weil ein Akteur zu ihm kommt und sagt, da war ein Foul. Kidd beschreibt es gut, dass durch solche Situationen die Abwehr im Nachteil ist, da sie mit einem Mann weniger verteidigen und so die Gegner zu einfachen, manchmal auch spielentscheidenden, Punkten kommen.

Allgemein lässt der Trainer, der seit diesem Sommer das Amt inne hat, kein gutes Wort am defensiven Ende der Dallas Mavericks:

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Mavericks und Defense – das will nicht passen

Vor zwei Jahren stellte die Franchise aus Dallas den besten Angriff der Liga, letzte Spielzeit standen sie beim Offensiv-Rating auf Platz Acht. Dass sie in dieser Kategorie also zur Elite zählen, ist keine Frage – diese Saison konnten sie aber nicht annähernd an diesen Leistungen anknüpfen und stehen auf Platz 19 im Offensiv-Rating.

Sind die Gegner am Zug, stehen die Texaner seit Jahren vor noch gravierenderen Problemen. Die Mavs stehen mit einem Defensiv-Rating von 109 auch hier auf Platz 19. Sie konnten sich zwar im Vergleich zur Vorsaison um drei Punkte verbessern – für den großen Sprung reichte es aber nicht.

Seit einigen Jahren versucht das Front Office, die Abwehr zu stabilsieren. Erst kam Josh Richardson, diese Offseason dann Reggie Bullock. Richardson konnte nicht überzeugen und spielt jetzt für die Boston Celtics an der Seite von Jayson Tatum und dem Deutschen Dennis Schröder. Bullock konnte defensiv auf sich aufmerksam machen und verhindert, dass seine Gegner auf den Korb werfen können, dafür ist er offensiv ein Minusspieler und verschlechterte seine Dreierquote um 13 Prozentpunkte.

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Wie vorhin schon angesprochen, gibt es in Dallas ein Centerproblem – und das macht sich auch hier bemerkbar. Neben Porzingis gibt es keinen richtigen Ringbeschützer, und KP soll, wir erinnern uns, auf der Vier agieren. Dass der Big Man, der defensiv seine Limitationen hat, momentan der beste Rim Protector im Team ist, spricht nicht für dieses.

Umstellung auf der Bank?

Hardaway Jr. startete bisher in 19 Spielen – zuletzt wurde er aber wieder auf die Bank degradiert. Für ihn beginnen durfte Reggie Bullock, der offensiv auch direkt etwas besser aussah. Die Bank um Jalen Brunson und Tim Hardaway Jr., die letzte Saison bereits sehr stark zusammen von der Bank aus agierten, konnte ebenfalls überzeugen. Der Point Guard bekam tatkräftige Unterstützung beim Scoring, und THJ konnte direkt 14 Punkte bei guten Wurfquoten auflegen. Dadurch, dass Bullock aber nun als Starter agiert, befindet sich im Bank-Lineup weniger Abwehrpotential. Hardaway Jr. ist defensiv sehr limitiert, Brunson macht seine Sache gut, seine primären Fähigkeiten liegen aber am anderen Ende des Spielfelds. Spannend zu sehen wird es, wenn Frank Ntilikina nach seiner Verletzung wieder zurückkommt. Der Franzose kann die Spielführung übernehmen, Dreier treffen und mit Sterling Brown defensiv ein starkes Duo bilden. Sollte Kleber nicht zum Starter aufsteigen, verfügen die Mavs hier über drei wichtige, defensive Eckpfeiler.

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Woran fehlt es den Mavericks?

Neben der bereits detailiiert besprochenen Center-Problematik suchen die Mavericks weiterhin einen Spielertypen: den Playmaker. Eine Aussage vom Headcoach der Toronto Raptors, Nick Nurse, dass Goran Dragic ein guter Junge „war“, heizte die Gerüchteküche aus dem Sommer wieder an. Die Texaner brauchen neben Doncic und Brunson einen weiteren Spielmacher, und Dragic würde direkt weiterhelfen. Einen Trade für den Slowenen könnte also in naher Zukunft geschehen – hoffentlich auch in Beteiligung der Mavericks. Sie könnten auch noch bis Februar warten und ihn dann per Buyout sichern, bis dahin könnte der Nationalmannschaftskollege von Doncic aber bereits vergriffen sein.

Sind die Playoffs in Gefahr?

Tabelle Western Conference
Stand 5.12.2021

Wenn wir einen Blick auf die Tabelle der Western Conference werfen, sehen wir, dass es sehr eng zugeht. Selbst ein Sieg oder Niederlage kann über mehrere Plätze entscheiden. In das Play in-Tournament sollte es die Mannschaft um Superstar Luka Doncic schaffen, auch wenn dies als Misserfolg zu gelten sein sollte. Wir sind noch am Anfang der Spielzeit, 60 Spiele liegen noch vor den Texanern. Noch viel Zeit, um an der ein oder anderen Stelle Verbesserungen vorzunehmen – diese sind aber dringend notwendig, sofern man auch in den Playoffs Erfolg generieren will. Änderungen im Roster müssen vorgenommen werden, und das schnellstmöglich.

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