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Stürmen die Dallas Mavericks in die Conference Finals?

Stürmen die Dallas Mavericks in die Conference Finals?; Spencer Dinwiddie, Jalen Brunson, Jason Kidd, Luka Doncic

Stürmen die Dallas Mavericks in die Conference Finals?

Am 16. April starten die NBA Playoffs, die Mannschaften befinden sich also am Ende einer langen Regular Season. Bei den Platzierungen ist noch einiges offen. Somit kämpfen die Dallas Mavericks um den 3. Platz in der Western Conference, der vermeintlich einfachere Gegner mit sich bringt.

Können die Texaner die Western Conference Finals erreichen?

Wer holt sich den Heimvorteil?

Tabelle Western Conference NBA
Stand 20.03.2022

Die Mavericks sind momentan auf Platz fünf im Westen. Die Chance auf Platz drei und der damit verbundene Heimvorteil scheint dabei nicht so weit entfernt. Sie liegen nur 4,5 Spiele hinter den Golden State Warriors, die bis zum Ende der regulären Spielzeit auf ihren Starspieler Stephen Curry verzichten müssen. Laut powerrankingsguru.com besitzen die Kalifornier den 17.-schwersten Restschedule (Dallas: 26.). Noch anstrengender haben es die Utah Jazz. Sie verzeichnen sogar den neuntschwersten Restschedule in der gesamten Liga, und liegen nur 1,5 Spiele vor den Dallas Mavericks.

Dafür beklagen sie den geringsten, verletzungsbedingten Ausfall. Sie müssen momentan nur den Ausfall von Bojan Bogdanovic kompensieren, wohingegen die Dallas Mavericks auf zwei wichtige Spieler verzichten müssen. Reggie Bullock ist seit einigen Partien aufgrund von persönlichen Gründen nicht mehr im Einsatz gewesen, und man weiß nicht genau, wann er wieder auf der Platte steht. Ein Comeback in dieser Woche soll aber womöglich erfolgen. Bei Tim Hardaway Jr., der sich Anfang Februar seinen fünften Metatarsalknochen frakturiert hat, und in Folge dessen operiert werden musste, ist ein genauer Zeitpunkt seiner Rückkehr noch nicht offiziell.

Bei den Warriors fehlt wie bereits erwähnt Star Stephen Curry mindestens zwei Wochen, und bildet somit den namhaftesten, verletzungsbedingten Ausfall. Er wird seinem Team arg fehlen, welches sein Spielsystem nun etwas umstellen muss, um sein Shooting zu kompensieren.

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Keines der drei Teams hat momentan einen Vorteil. Die Jazz haben zwar den geringsten Verletzungsausfall zu beklagen, dafür aber den schwersten Restspielplan. Die Mavericks können den leichtesten Restschedule vorzeigen, müssen aber den Verlust zweier wichtiger Spieler kompensieren. Schließlich die Warriors mit einem mittelschweren Restprogramm, die aber in dieser sehr wichtigen Phase den Verzicht ihres Starspielers verkraften müssen.

Ist Spencer Dinwiddie das fehlende Prunkstück?

Seit dem ersten Spiel von Spencer Dinwiddie als Maverick steht die Franchise bei einer 10:4-Bilanz, und konnte Siege gegen die Warriors (zweimal), die Jazz, die Celtics und die Nets verbuchen. Alles Teams, die Potential auf einen guten Playoff-Run haben.

Durch das Playmaking von Dinwiddie, das dringend benötigt war, konnten die Texaner ihre Offensive verbessern. Sie erzielen seitdem einen Punkt mehr, und konnten ihr Offensiv-Rating um 4 Punkte auf 114,3 verbessern. Dafür litt ihre Defensive arg. Von 106,8 (Platz 5) rutschten sie ab auf 114,4 (Platz 15).

Luka Doncic, Jalen Brunson, Spencer Dinwiddie. Drei Guards, die Playmaking-Aufgaben übernehmen können und dies auch hervorragend machen. Ihre Würfe treffen sie ebenfalls stark, wodurch sie genügend Spacing mit sich bringen. Besonders im Lineup mit Finney-Smith und Maxi Kleber gibt es sehr viel Raum für Cuts unter dem Korb, da die Dallas Mavericks eine Five out-Offense spielen. Dementsprechend haben sie laut cleaningtheglass.com bereits in 57 Possessions in dieser Formation gespielt, und dabei das Team um ganze 46 Punkte verbessert!

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Jason Kidd hat sich beim Drei Guard-Lineup noch nicht vollends entschieden. Teilweise starten sie alle zusammen, in einigen Spielen findet man Dinwiddie als Sixth Man wieder. Meist stehen aber mindestens zwei Playmaker zusammen auf dem Court, wodurch der Ball besser läuft. Ob Kidd alle drei starten lässt, wenn Bullock und Hardaway Jr. wieder zurück sind, bleibt noch offen. Dinwiddie mit einem der beiden von der Bank, verspricht mit einem weiteren Playmaker für sehr viel offensive Gefahr.

Was ist mit Maxi Kleber?

Seit dem Trade, der Porzingis nach Washington verschiffte und Dinwiddie sowie Bertans nach Dallas holte, haben die Texaner kaum noch brauchbare, große Spieler. Akteure, die kleiner sind, sind wendiger und schneller auf den Beinen, was vor allem offensiv weiterhilft.

Mit Kleber verfügen sie über einen Spieler, der defensiv und offensiv seine Mannschaft besser machen kann. Momentan spielt er aber nicht gut. Seit der Ankunft Dinwiddies trifft er nur 36% seiner Würfe (vorher: 42% FG und 37% Dreier).

Theoretisch würde das Drei Guard-Lineup mit Finney-Smith auf der Vier und Kleber auf der Fünf gut funktionieren – praktisch ist es gerade für Kleber nicht gut. Er muss defensiv mit Finney-Smith in dieser Lineup zu viel händeln, wodurch er offensiv nicht die Gefahr mitbringen kann, wie wenn er mit Bullock und Finney-Smith auf dem Court steht und sich die defensiven Lasten teilt.

Laut cleaningtheglass.com haben die Mavs ein negatives Net-Rating, wenn nur Finney-Smith und Kleber neben drei Guards auf dem Court stehen. Sobald Reggie Bullock mit von der Partie ist, sind sie im positiven Bereich wieder zu finden. Dementsprechend ist eine Aufstellung mit zwei Guards, Bullock, Finney-Smith und Kleber die beste – für den Deutschen, aber auch für das Team.

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Die Defensive muss sich wieder verbessern

Bis Anfang Februar verfügten die Dallas Mavericks über eine Top 5-Defensive der gesamten Liga, und konnten somit die offensiven Probleme kaschieren. Seit dem Trade mit den Wizards sind sie offensiv stärker, defensiv aber „nur“ noch Mittelmaß. Sobald es offensiv einmal nicht läuft, konnte im mittleren Sektor der regulären Spielzeit die Defensive aushelfen. Seit dem Ausfall von Bullock gelingt dies aber nicht mehr, da die nötige Perimeterverteidigung fehlt. Mit Finney-Smith verfügt man zwar über einen Perimeterverteidiger, es gibt aber heutzutage zu viele NBA-Spieler mit Wurf – da reicht ein Spieler, der stark an der Dreierlinie verteidigt, nicht aus.

Auch wenn die NBA in den letzten Wochen immer mehr auf die Offensive ausgelegt ist, was die zahlreichen 50+ Punkte-Spiele einzelner Spieler zeigt, ist die Verteidigung das Wichtigste, denn: Offense wins games, Defense wins championships.

Wie man zuletzt in einigen Partien der Mavericks sehen konnte, ist die Defensive nicht mehr das Prunkstück wie noch vor einigen Wochen. So gab es beispielsweise ein paar unnötige Niederlagen, die gerade zum jetzigen Zeitpunkt entscheidend sein könnten.

Cuban bald kein Owner mehr?

Der langjährige General Manager der Dallas Mavericks, Donnie Nelson, beschuldigt die Franchise aus Texas – bzw. den Owner Mark Cuban.

Ein Mitarbeiter der Franchise soll den Neffen Nelsons sexuell belästigt haben. Als dieser damit auf Cuban zukam, wurde er gefeuert. Der Eigentümer sagte, es sei alles gelogen und bei internen Untersuchungen konnten keine Hinweise gefunden werden, die die Aussage bestätigen.

Bei den Dallas Mavericks hört man oft von sexueller Belästigung, und Cuban soll das Thema immer wieder totschlagen und bietet dem- bzw. derjenigen eine Abfindung an, damit es nicht an die Presse gelangt.

Beim Ex-Suns Owner Robert Sarver, der rassistische Äußerungen getätigt hat, ging es im letzten Jahr sehr schnell, dass er die Franchise verkaufen musste. Nach den zahlreichen Beschuldigungen gegen Cuban und nach dem Weg Nelsons, der vor Gericht gehen wird, wird es in Dallas wohl für den Self-Made-Millionär bald eng.

Hierbei handelt es sich bisher rein um Anschuldigungen. Eine Verurteilung bzw. Aussagen, die die These Nelsons unterstützen, wurden bisher nicht getätigt. Damit steht Aussage gegen Aussage. Die Untersuchungen gegen Cuban und die Franchise der Dallas Mavericks werden nun verstärkt. Urteilen sollte man aus diesem Grund noch nicht.

Schaffen die Mavs den Sprung in die Conference Finals?

Die Franchise aus Dallas reitet sportlich gesehen momentan auf einer Erfolgswelle. Sie müssen dennoch erst einmal die zurückliegenden Spiele auf die Warriors und Jazz aufholen. Platz drei wäre das Ziel, um erst, wenn möglich, in den Conference Finals auf die bärenstarken Phoenix Suns zu treffen.

Dafür müssen die Spieler die Unruhen rund um ihren Chef und die Franchise hinten anstellen, und sich auf das Sportliche konzentrieren. Schaffen sie dies, sind auch die Western Conference Finals im Bereich des Möglichen!

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