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Tim Hardaway jr. & Jalen Brunson – Das beste Bankduo der Liga?

Tim Hardaway jr. & Jalen Brunson - Das beste Bankduo der Liga?

Tim Hardaway jr. & Jalen Brunson – Das beste Bankduo der Liga?

Die Dallas Mavericks starteten mit einigen Problemen in die Saison 2020/21. Kristaps Porzingis fiel bis Mitte Januar aus, Dwight Powell kam nach einem Achillessehnenriss zurück und am 08.01.2021 mussten fünf potenzielle Starter, darunter der Deutsche Maxi Kleber, in Quarantäne. KP durfte einige Tage später zwar seine erste Partie bestreiten, das System der Mavs stockte aber weiterhin.

Ab Anfang Februar gab es dann eine grundlegende Änderung: Tim Hardaway Jr. wurde vom Starter zum Bankspieler. Jalen Brunson bekam mit dem Schützen Entlastung in seiner Second Unit. Seitdem ist der Aufschwung der Dallas Mavericks zu spüren.

Heute beschäftigen wir uns damit, welche Aufgaben die beiden im Spiel der Mavs haben, wie sie die Vorgaben umsetzen und warum der Artikel diesen Namen trägt.

Blicken wir zunächst auf die zwei Hauptakteure des heutigen Textes.

Der Scorer

Tim Hardaway Jr. kann werfen. Damit könnte man seine Stärken im Spiel eigentlich schon fast abschließen. Für andere kreieren? Nein danke. Das Spiel leiten? Nur in sehr seltenen Fällen.

Warum stand er dann bis Ende Januar in der Starting Five?

Weil er die eine Stärke, die er hat, sehr gut ausführt (36%). Dadurch kann er neben Doncic und Porzingis das Feld noch mehr auseinanderziehen und breiter machen, wovon der Slowene profitieren und seine Drives durchziehen kann.

Diese Stärke bringt er aber auch von der Bank kommend.

Der Spielgestalter

Jalen Brunson ist seit 2018 bei den Dallas Mavericks, nachdem er als 33. Pick im Draft ausgewählt wurde. In seiner gesamten NBA-Karriere lief er überwiegend als Teil der Second Unit auf, da er in Luka Doncic einen namhaften Kontrahenten auf seiner Position innehat.

Der 1,85 Meter große Point Guard, der in seiner Zeit am College zweimal mit Villanova die Divison I-Meisterschaft gewinnen konnte, hat die Aufgaben, das Spiel der zweiten Garde zu leiten, für andere zu kreieren, und da zu sein, wenn der eben genannte Doncic eine Pause benötigt.

Aber auch, wenn Brunson selbst abschließen muss, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Er trifft, wie der eben genannte Hardaway Jr., hochprozentig. Von dieser Stärke profitieren die Texaner oft, da sie mit Jalen Brunson und Luka Doncic teilweise mit zwei Spielgestaltern auf der Platte stehen, die auch noch beide scoren können.

Dennoch ist Brunsons primäre Aufgabe, die zweite Reihe der Dallas Mavericks zu einem positiven Ergebnis zu führen, und das macht er diese Saison herausragend.

Das Spiel der beiden Bankspieler

Mit Jalen Brunson und Tim Hardaway Jr. hat man das bestmögliche Bankduo im Mavs-Roster gefunden. Brunson sagt die Spielzüge an und THJ haut die Dinger rein.

Vor dieser Umstellung standen die Texaner bei einer Bilanz von 8-12, seitdem läuft es um einiges besser. Die Mavs sind von Platz 14 auf 6 geklettert, die Zahlen sehen für Mavs-Fans erträglicher aus und es macht mehr Spaß, die Spiele zu schauen.

Wenn man sich die Shot Charts beider Spieler anschaut, sieht man, dass sie sich bei ihren Würfen nicht in die Quere kommen.

Jalen Brunson wirft vor allem auf der linken Seite, besonders in der Ecke und am Rim, Tim Hardaway Jr. hingegen bevorzugt eher die rechte Courthälfte, besonders wenn er auf 45 Grad steht.

Dass die Chemie zwischen Brunson und Hardaway stimmt sieht man auch daran, dass der Pointguard in dieser Saison bereits 58 Assists auf seinen Teamkameraden gespielt hat.

Zum Vergleich: Doncic legte 78 Assists auf THJ auf und Burke ist der drittbeste Assistgeber auf den Ex-Knick mit 12.

In seinen ersten beiden Saisons wurde Brunson als Point Guard gezählt, in dieser Spielzeit fungiert er als Comboguard. Und da ist er mit Luke Kennard von den LA Clippers der effizienteste seiner ,,Position“, bei einer eFG% von 59,8%!

Haben die Dallas Mavericks das beste Bankduo der Liga?

Bevor die Frage final beantwortet wird schauen wir erst einmal auf die größte Konkurrenz.

Die Utah Jazz dominieren die Western Conference und stehen verdient ganz oben. Das liegt aber nicht nur an Donovan Mitchell und Rudy Gobert, auch Jordan Clarkson und Joe Ingles dürfen sich ein Stück von der Torte abschneiden.

Das Duo legt starke 30 Punkte pro Abend auf und trägt maßgeblich zum Erfolg der Jazz bei.

Beide Spieler (!) werden als Sixth Man-Kandidaten gehandelt und beide hätten es durchaus verdient.

Sie spielen effizienten Basketball, kommen in wichtigen und spielentscheidenden Situationen auf das Parkett und sind eine echte Waffe.

Ein anderes Bankduo sollte man auch kurz erwähnen. Kyle Kuzma und Montrezl Harrell von den LA Lakers spielen eine starke Saison und legen zusammen knapp 27 Punkte auf. Besser als das Duo aus Dallas sind sie aber nicht und fliegen damit aus der Diskussion heraus.

Bleiben also nur noch die Jazz und die Mavs.

Man muss man klar sagen, dass das Bankduo aus Utah vor den Mavericks steht. Auch wenn Brunson und Hardaway Jr. vor zwei Wochen in Sachen Punkten vor dem Jazz-Gespann lag (28,3 zu 26,9), legen Clarkson und Ingles Nacht für Nacht beeindruckende Leistungen auf und sind effizienter sowie konstanter in ihrem Spiel.

Außerdem spricht der Teamerfolg klar für das Zweiergespann aus Utah

Wenn das Mavericks-Bankduo über diese Saison hinaus bestehen bleibt, sollte man weiterhin einen Blick nach Dallas werfen. Die beiden machen Lust auf mehr und sind immens wichtig für die Texaner. Wie wichtig sie in den Playoffs sein können? Werfen wir einen Blick darauf.

Mögliche Playoffgegner der Mavs

Zwischen den Dallas Mavericks auf Platz 6 und den Portland Trail Blazers auf Platz 7 geht es eng zur Sache, dennoch steht viel auf dem Spiel. Eines der beiden Teams muss in das Play in-Turnier, das andere hat einen Playoff-Platz sicher und trifft auf den Drittplatzierten im Westen.

Auch bei den Phoenix Suns, den momentan Zweitplatzierten, und den LA Clippers (Dritter), ist es ebenfalls sehr knapp.

Da höchstwahrscheinlich eine dieser beiden Franchises in der ersten Playoffrunde auf die Mavs treffen wird, die nur noch 13 Spiele zu bestreiten haben, werfen wir mal einen Blick auf die Bank-Lineups der potentiellen Kontrahenten.

Sprechen wir erst über den letztjährigen Gegner, die LA Clippers.

Diese Serie wurde nach sechs Spielen aus Maverickssicht verloren, aber diese sechs Partien haben einfach Spaß gemacht. Als erstes fällt einem natürlich der unfassbare Buzzerbeater von Luka Doncic über Reggie Jackson in Spiel 4 ein. Aber wir wollen nicht vom letzten, sondern von diesem Jahr sprechen.

In dieser Spielzeit sehen die Kalifornier besser aus, was auch daran liegt, dass hinter dem jetzt gut funktionierendem Duo aus Kawhi Leonard und Paul George, starke Namen stehen.

Von der Bank kommen meist Batum, Ibaka, Jackson, Kennard, Rondo und der zuletzt aufblühende Terrance Mann.

Wenn man diese Namen liest, staunt man erstmal nicht schlecht. Das ist einer der Gründe, weshalb viele Mavericks-Fans verstohlen nach Arizona blicken und sich lieber ein Matchup mit den Phoenix Suns wünschen.

Die Phoenix Suns haben zwar mit Chris Paul und Devin Booker sehr talentierte Guards in ihren Reihen, aber auf den Stühlen dahinter sind nicht mehr all zu viele große Namen anzutreffen. Cameron Johnson, Dario Saric, Cameron Payne und Torrey Craig sind die einzigen Bankspieler, die mehr als 15 Minuten spielen. Das soll nicht heißen, die anderen wären schlecht, zeigt aber, dass die Suns eher auf ihre Starting Five setzen. Bei einer langen Serie kann sehr entscheidend sein, ob deine Spieler noch fit sind, oder ob mal jemand von der Bank kommt und dir drei oder vier Dreier reinhaut.

Fazit

Jalen Brunson und Tim Hardaway Jr. sind eines der besten Bankduos der NBA – aber nicht das beste.

Spiele konnten die beiden in dieser Saison schon entscheiden, ob sie auch das Zeug dazu haben, Serien zu entscheiden, werden wir in den Playoffs sehen.

Wenn keiner von beiden die Mavericks nach der Saison per Trade oder in der Free Agency verlässt, wird die Combo auch in der kommenden Spielzeit  in der Diskussion um das beste Bankduo der Liga mit dabei sein und mit einem Jahr mehr Erfahrung und dem nötigen Teamerfolg vielleicht sogar alle anderen auf die Plätze verweisen.

Zum Abschluss gönnen wir uns noch diesen Zuckerpass von Brunson auf Hardaway Jr.

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