Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on linkedin

Das Drama um Ben Simmons

Ben Simmons Drama

Das Drama um Ben Simmons

Ben Simmons ist im Moment der meistgehasste NBA Spieler. Zumindest aus der Sicht der meisten Philadelphia 76ers Fans, denn nachdem Ben in den Playoffs auf ganzer Linie versagt hatte und einzelne Philly Akteure (Embiid, Doc Rivers) den Point Guard in Interviews nicht gerade in Schutz genommen hatten, ist der 3 fache All-Star fest entschlossen, nie wieder für die Sixers auflaufen zu wollen. In unserem heutigen Beitrag wollen wir die Geschichte zwischen Simmons und den 76ers nochmal aufarbeiten, verraten euch wie genau es zu diesem Bruch gekommen ist und wie es zu einem großen Drama wurde.

Wie das Problem begann

Wenn man wissen will, wie genau es zu diesem Bruch kam, muss man sich erst einmal mit der Vorgeschichte auseinandersetzen. Und zwar begann diese nicht erst in den Playoffs 2021, sondern schon viel früher wurde deutlich, dass es zwischen Simmons und den Sixers nicht gerade die große Liebe war. Ben Simmons wurde im 2016er NBA Draft von den Philadelphia 76ers an 1.Stelle ausgewählt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das kam auf alle Fälle nicht unerwartet, denn Ben galt schon früh als Allround Monster, der in der Lage war das Spiel auf beiden Seiten des Parketts zu dominieren. Doch Simmons war in seiner Rookie Season, aufgrund einer schweren Fußverletzung, nicht spielfähig, weshalb er die gesamte Saison 2016/17 ausfiel. Doch als Simmons zur Saison 2017/18 wieder einsatzfähig war, spielte er wie von einem anderen Stern. Er gewann im Jahr 2018 den Rookie of the year Award und gleich im Jahr darauf schaffte er den Sprung ins All-Star Team. Das hört sich doch verdammt gut an. Simmons wurde in Philly als neuer Magic Johnson gefeiert, der zusammen mit Franchise Player Joel Embiid in den nächsten Jahren die Liga dominieren würde. Allerdings besaß Simmons in seinem Spiel schon immer ein großes Defizit und zwar seinen Wurf. Denn der Australier besitzt gar keinen. Hierbei sprechen wir nicht mal über einen Spieler der den Dreier nicht kann, sondern über einen Spieler, der nicht mal aus der Mitteldistanz eine gewisse Gefahr ausstrahlt. Diese enorme Schwäche macht es den Gegner äußerst einfach Simmons im Halbfeld zu verteidigen, da er von seinen Gegenspieler im Set Play nicht ernst genommen wird. Das bedeutet, dass Simmons bei einem normalen Play kaum eine Gefahr darstellt, sondern das er im Fastbreak seine Stärken ausspielen muss. Das macht es für die Sixers und vor allem für Embiid, der als Center selber in der Zone dominieren will, unglaublich schwer erfolgreich zu sein, da Simmons am Perimeter keine Gefahr ausstrahlt und somit sein Spiel in die Paint verlagert. Vor einiger Zeit hatten viele Fans noch die Hoffnung, dass sich an dieser Lage noch etwas verbessern würde, doch seit den Playoffs 2021 wissen wir alle, in welch einen dramatischen Weg dieser Fall eingeschlagen ist.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Simmons fehlende Entwicklung

Wie kam es zu diesem großen Bruch? Dieses hatte sich nämlich nicht erst im besagten Jahr 2021 herauskristallisiert, denn schon viel früher war zu sehen, dass Bens Zukunft in Philadelphia nicht gerade von Erfolg gekrönt war, sofern sich nichts an der Situation ändern würde. Das Problem war, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer spürbaren Veränderung kam. Klar, es war nicht so, dass die Sixers sich das alles in Ruhe zu Gemüte geführt haben. Es traten schon Veränderungen, wie das Signing von Jimmy Butler und Tobias Harris als zusätzliche Scoring Optionen, herbei, doch das brachte auch nicht den gewünschten Erfolg nach Philadelphia. An der Lage für Simmons änderte das auch nichts, denn er konnte zwar seine Schwächen besser verstärken, doch an seinem Status im Basketball Kosmos änderte dies nichts. Als Butler im Jahr 2019 die Sixers verlies, lag es an Simmons wieder mehr Verantwortung zu übernehmen. Doch der erhoffte Fortschritt, unabhängig vom Dreiershooting, blieb aus. Bens Statistiken nahmen von Jahr zu Jahr immer weiter ab. Nachdem er in seiner 2. Saison noch starke 16,9 Punkte, 8,8 Rebounds und 7,7 Assists averagete, waren es in seiner 4. Saison lediglich noch 14,3 Punkte, 5,6 Rebounds und 6,9 Assists. Daraus lässt sich schließlich, dass bei Simmons die gewünschte Entwicklung ausgeblieben ist. Für ein Allround Talent wie ihn ist das sehr schade, denn nach seinen genialen Rookie und Sophomore Seasons hätten wir uns von ihm alle gerne die nächsten Schritte Richtung Superstar gewünscht. Das frustrierende an Simmons ist vor allem, dass man in der Offseason dutzende Videos gesehen hatte, worin der Point Guard einen Dreier nach dem anderen swishte.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Offenbar ist Simmons in der Lage Dreier zu werfen, doch er probiert es in den Spielen nicht einmal aus. In insgesamt 4 absolvierten Spielzeiten traute sich Simmons lediglich 34 Dreier zu, von denen er 5 verwandelte. Klar, die Quote von (14,7%) lässt zu wünschen übrig, doch die meisten Dreipunktewürfe von ihm waren auch aus der Not gedrungen. Wie wird sich diese fehlende Entwicklung auf seine Karriere auswirken?

Der große Bruch

So, jetzt kommen wir zu der Saison, die den endgültigen Bruch zwischen Spieler und Franchise bedeutete. Wir schreiben die Saison 2020/21, die Philadelphia 76ers erhofften sich natürlich in dieser Spielzeit den großen Sprung in die NBA Finals zu schaffen. Das Team war äußerst gut aufgestellt, denn mit Embiid, Simmons und Harris besaßen die Sixers 3 Spieler in ihrem Roster, die durchaus in der Lage waren ihr Team bis tief in die Playoffs zu führen. Mit Neuverpflichtungen wie Danny Green, George Hill, Dwight Howard und Rookie Tyrese Maxey verstärkten sich die 76ers zusätzlich. Mit einem beeindruckenden Record von 49-23 und dem 1st seed im Osten ging es für Philly in die 2021er Postseason. Doch die sollte keinen guten Ausgang finden. Nachdem sie in der 1.Runde problemlos die Washington Wizards überwanden (4-1), ging es in den East Semis gegen ein junges und hungriges Atlanta Hawks Team. Aufgrund eines angeschlagenen Embiid lag es an Simmons in dieser Serie noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Man muss es so deutlich sagen aber Simmons versagte auf ganzer Linie. Wie schon gesagt, in der Regular Season war schon ein gewisser Rückschritt zu erkennen. Trotz dieser Enttäuschung erhofften sich alle Sixers Fans, dass Ben in diesen Playoffs den Breakout schaffen würde. Das genaue Gegenteil traf ein, denn die psychische Belastung war dem 3 fachen All-Star deutlich anzusehen. Es war zu erkennen, dass Simmons mit dem enormen Druck in Philly nicht zurecht kam. Der Druck erfolgreich zu sein und an sein bestes Game aufzuzeigen, war für Simmons zu viel. Er verweigerte teilweise freie Abschlüsse, da er Angst hatte im Fall eines Fouls an die Freiwurflinie gehen zu müssen (34,2% Freiwurfquote). Eine Situation war exemplarisch für diese Unsicherheit.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ben war in dieser Serie vollkommen überfordert. Vor dem Fernseher hatten wir Fans schon Mitleid, da man ihm die Angst zu versagen, deutlich ansah. Ein offenbar unsicherer Simmons und ein schwaches Philly Team verlor in Game 7 die Serie gegen die Hawks. Das war es aber noch lange nicht, denn das eigentliche Drama spielte sich erst nach der Serie ab. In äußerst fragwürdigen Interviews von Embiid und Coach Doc Rivers wurde deutlich, dass der Rückhalt gegenüber Simmons abnimmt. Joel lies seinen Emotionen freien Lauf und Doc bekannte sich nicht eindeutig zu der Frage, ob Simmons ein Championship Point Guard sei. Es war klar, dass Simmons` Tage in Philadelphia gezählt waren. Oder?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Es wird immer schlimmer!

Ja, seine Tage in Philly sind gezählt! Doch bisher hatte sich noch nicht das geeignete Trade Paket gefunden. Sixers GM Daryl Morey war, aufgrund seiner zu hohen Forderungen, nicht in der Lage den Point Guard zu traden. Simmons brachte in der Offseason deutlich zu verstehen, dass er zukünftig kein Spiel mehr für die Philadelphia 76ers bestreiten würde. Da sich kein passendes Trade Angebot finden lies, wurde darüber gedacht, ob Simmons in der kommenden Saison doch noch ein Teil der Sixers sein würde. Um Simmons von dieser Idee zu überzeugen, wollten die Philly Spieler zu Ben Simmons nach Los Angeles fliegen, um mit ihm über dieses Szenario zu sprechen. Simmons hielt allerdings nicht viel von dieser Idee und lehnte dieses daher ab.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Dachtet ihr die Situation könnte nicht noch schlimmer kommen? Dann habt ihr euch gewaltig geirrt, denn nicht mal vor ein paar Tagen äußerte sich Sixers Superstar Joel Embiid zur Ben Simmons Thematik, worin er seinen Ärger freien Lauf lies und seinen Co Star öffentlich angriff. Er bereut es, dass man 2019 Jimmy Butler gehen lies, da er jetzt lieber mit ihm zusammenspielen würde, als mit Simmons. Die Situation kann eigentlich nicht mehr schlimmer kommen. Die Stimmung zwischen Simmons und der gesamten Franchise ist auf dem Nullpunkt. Wer weis wie sich dieses durchaus spannende aber auch unangenehme Thema weiterentwickeln wird. Hoffen wir, dass diese Fehde bald ein Ende findet und Ben Simmons bei einer anderen Franchise wieder Fuß fassen wird.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Lust auf mehr NBA Content? Folge uns auf Twitter und Instagram!

Ähnliche Artikel

The Vibes Magazine NBA Podcast

neue Folge jeden Freitag