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Die Boston Celtics in Trouble?

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Die Boston Celtics spielen bislang eine enttäuschende Saison. Mit einem Record von 22-22 belegen sie gerade einmal den 11th seed im Osten. Vor der Saison sind die C’s mit einer Menge Erwartungen in die Saisonvorbereitung gegangen. Nach 42 Spielen macht sich stattdessen große Ernüchterung breit. Doch worin liegen die Probleme der Celtics? Passt das Duo aus Jayson Tatum und Jaylen Brown zusammen? Welche Rolle spielt Dennis Schröder? Und wie kann man die bestehenden Schwierigkeiten aus den Weg räumen? Das alles erfahrt ihr in unserem heutigen Beitrag. Wie immer, wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen:)

Defense und Offense nicht top!

Wenn wir auf eine NBA Mannschaft schauen, dann müssen wir auf vieles acht geben. Mit am wichtigsten sind die Offensiv- und Defensivwerte eines Teams. Die Celtics waren in den vergangenen Jahren für ihre starke Defense bekannt. Der harte Ostküsten Basketball zwang die Gegner für deren Punkte zu arbeiten. Zwar sind die C’s auch in diesem Jahr kein katastrophales Defensiv Team, doch die Härte, aus den vergangenen Jahren, ist ihnen doch sichtlich abhanden gekommen. Mit einem Defensivrating von 105,8 OPPG stellen die Celtics gerade einmal die zehntbeste Defense der gesamten Liga. Und dabei wollten sie sich eigentlich viel besser präsentieren. Das Verständnis über die nur mittelmäßige Defense ist hoch, denn im Roster der Celtics sind haufenweise herausragende On und Off Ball Defender zu finden. Jaylen Brown, Marcus Smart, Al Horford oder Dennis Schröder, nur um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen. Das Abschneiden hat auch nichts mit der individuellen defensiv Qualität zu tun, sondern viel mehr, wie sie als Team zusammen verteidigen. Es werden oftmals Rotations verschlafen, die Abstimmung im Team passt nicht oder auch das Scheitern von Coach Ime Udoka ist ein Grund. Damit wir uns richtig verstehen, die Celtics Defense ist gut aber nun mal nicht so gut, wie in den vergangenen Jahren.

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Nachdem wir über die Defense gesprochen haben, beschäftigen wir uns nun mit der Offense. Das Offensivkonstrukt der Celtics ist noch wesentlich mehr zu kritisieren, als ihre Defense. Ihr hohes Potenzial sollte vermuten lassen, dass die Offense der C’s wesentlich spektakulärer auszusehen hat, doch da irrt man sich. Doch erst einmal die Hard Facts! Mit einem Offensivrating von 107,8 OPPG belegen die Celtics gerade einmal den 19. Platz in der gesamten NBA. Sehr enttäuschend für ein Team, welches so viele Offensiv Waffen im Roster hat. Die Gründe für die schlechte Offense sind aber einleuchtend und sehr schnell festzumachen. Mit gerade einmal 22,6 APG verteilen die Celtics die siebtwenigsten Assists in der gesamten Liga. Die Offense findet, aufgrund des geringen Flows, kaum ihren Rhythmus. Vor allem Tatum und Brown sind bei diesem Punkt in die Pflicht zu nehmen, denn aufgrund ihres Iso lastigen Spiels, stagniert die Offense, der Ball bewegt sich nicht durch die Reihen und es werden kaum gute Würfe herausgespielt. Tatum und Brown müssen in Zukunft ihr Iso lastiges Spiel reduzieren und die Mitspieler mehr mit integrieren. Aber auch hier ist Coach Coach Udoka in der Pflicht, mehr Plays laufen zu lassen und dafür zu sorgen, dass die Offense ihren Rhythmus findet. Selbst Teamkollege Marcus Smart kritisierte die beiden (Tatum und Brown) für ihre Spielweise.

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Passen Tatum und Brown zusammen?

Wir haben gerade schon über Tatum und Brown, als Duo bei den Celtics gesprochen. Erst einmal ist zu erwähnen, dass beide herausragende Spieler sind und eine große Zukunft in der NBA haben. Als All-Stars, Franchise Player und möglicherweise in einigen Jahren als MVP Kandidaten. Bevor wir zu der Frage kommen, ob die beiden Stars zusammenpassen, wollen wir zuerst die diesjährigen Statistiken erläutern. Jayson Tatum legt in dieser Saison 25,7 Punkte, 8,4 Rebounds und 3,7 Assists auf. Das klingt auf dem ersten Blick nach einer starken Saison. Und wir wollen auch nicht abstreiten, dass Jay T eine gute Saison hinlegt, doch der Blick auf die Wurfquoten (42% aus dem Feld und 33% von der Dreierlinie) werden gleich nochmal ein anderes Licht auf die Saisonleistungen des 23 Jährigen All-Stars werfen. Es herrscht nicht das Problem, dass Tatum zu wenig scort, sondern viel mehr wie er scort und das zu ineffizient. Wie schon angesprochen, haben seine Wurfquoten mit dem stark Iso lastigen Spiel zu tun. Oftmals muss er in völliger Bedrängnis abschließen, wozu noch schwierige Würfe aus der Midrange und von der Dreierlinie kommen.

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Bei Brown ist die Effizienz (46,3% FG’s, 38,1% Dreier) deutlich besser. Dazu legt er 24,5 Punkte, 6,6 Rebounds und 3 Assists auf. Wir haben bei den Celtics also zwei Spieler, die ihren eigenen Wurf kreieren können und in der Lage sind, das Team mit Scoring weiterzuhelfen. Klingt doch auf dem ersten Blick gar nicht schlecht. Aber. Das Zusammenspiel der beiden funktioniert noch überhaupt nicht. Tatum und Brown spielen im seltensten Fall miteinander, sondern umher. Darunter leiden auch die Teammates, denn sie bekommen nicht genug Würfe, um sich in Rhythmus zu spielen. Von daher stellt sich natürlich die Frage, ob Tatum und Brown überhaupt miteinander können.

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Die Antwort ist JA, denn mit mehreren Conference Finals Einzügen (2017, 2018 und 2020) bewiesen die C’s, dass dieses Konstrukt funktionieren kann. Dafür müssen aber beide die beste Version von sich zeigen und schlussendlich noch mehr zusammenarbeiten. Das Potenzial müsste  nur einmal abgerufen werden. Von daher wäre ein Trade einer der beiden sinnlos. Außer man würde ein unschlagbares Angebot erhalten, doch das erscheint uns äußerst unrealistisch. Tatum und Brown müssen nicht getrennt werden. Die Rollen müssen nur klar abgesprochen sein und die Zusammenarbeit, auf dem Court, verbessert werden. Wenn das passiert, dann sehen wir dieses Duo, in den kommenden Jahren, um den Titel mitspielen.

Welche Rolle spielt Dennis Schröder?

Vor der Saison ist Dennis Schröder für eine Midlevel Exception (5,9 Millionen US Dollar) von den Boston Celtics verpflichtet worden.

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Von ihm erwarteten sich die C’s natürlich eine ganze Menge, alleine weil Schröder ein Spieler ist, der dir jede Nacht 15-20 Punkte bringen kann. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man Dennis, für den Trouble der Celtics, nicht verantwortlich machen. Der Point Guard legt in dieser Saison gute 15,7 Punkte, 3,4 Rebounds und 4,5 Assists, bei 43,5% aus dem Feld und 34,2% von der Dreierlinie auf. Das sind die Stats, die man sich vom deutschen Nationalspieler erwarten konnte. Schröder ist bisher sehr solide und hilft den Celtics weiter. Er ist aufgrund seiner Athletik ein guter Verteidiger, ist im Drive kaum aufzuhalten und auch aus der Midrange muss er Ernst genommen werden. Das alles spricht für Dennis, doch auch er besitzt natürlich Schwachstellen. Sein Shooting von hinter der Dreierlinie ist enttäuschend. Nachdem Schröder bei den Thunder eine Dreierquote von 38,5% aufgelegt hat, sind seine Shooting Stats enorm gedroppt. In einem Celtics Team, welches zu den schlechtesten Dreier Teams der Liga gehört (Platz 23 mit 33,9%), wäre Dennis als guter Schütze gefragt. Das kann man zwar von ihm nicht erwarten, doch erhofft haben sich es viele. Sonst aber können die C’s mit Schröder’s Saison durchaus zufrieden sein. Vor allem in der Zeit, als Jaylen Brown verletzungsbedingt (Oberschenkelverletzung) ausgefallen ist, blühte Dennis regelrecht auf und legte ein 20+ Punkte Spiel nach dem anderen auf. Dennis hilft den Boston Celtics auf alle Fälle weiter. Auch wenn er nicht perfekt in das System der Celtics passt, bringt er dem Team eine Menge Mehrwert.

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Schreiben wir die Celtics nicht ab!

Wir befinden uns gerade mitten in der Saison. Es sind mittlerweile 44 von 82 Regular Season Spielen absolviert worden, weshalb wir uns zu einem Zwischenfazit hinreißen lassen können. Die Celtics Saison ist bisher wirklich nicht gut gelaufen. Im Moment stehen die Celtics nicht einmal auf einem Playoff Platz, was äußerst enttäuschend ist. Denn sie hatten sich vor der Saison möglicherweise einen Homecourt Platz versprochen. Das sollte aber jetzt nicht mehr das Ziel der C’s sein, sondern viel mehr, dass sie es überhaupt in die Playoffs schaffen. Heute Nacht konnten sie zwar knapp gegen die Chicago Bulls gewinnen, doch auch in diesem Spiel ließen die Celtics jegliche Souveränität vermissen. Diese müssen sie in den nächsten Wochen aber schleunigst finden, denn sonst droht das Verpassen der Playoffs. Doch warum sollten wie die Celtics, trotz der vielen Probleme, nicht abschreiben? Ganz einfach, weil sie immenses Potenzial besitzen, welches sie ab und zu auch mal durchblitzen lassen haben. Den Celtics fehlt jegliche Konstanz. Diese können sie sich aber aufbauen, in dem sie ihr vorhandenes Talent nutzen, mehr miteinander zusammenspielen und die beiden Stars etwas auf die Bremse treten. Denn bei den Celtics steht und fällt alles mit den individuellen Leistungen von Jayson Tatum und Jaylen Brown. Jedes Team ist mehr oder weniger von ihren Stars abhängig, doch bei den Celtics ist das besonders zu beobachten. Das Talentlevel des Teams ist zu hoch, als das der 11. Platz im Osten in irgendeiner Art zufriedenstellend wäre. Alleine der eigene Spruch müsste viel größer sein. Und mit dieser Motivation werden die Boston Celtics hoffentlich in ihre letzten 38 Regular Season Spiele gehen. Wenn sie ihr Potenzial voll und ganz ausspielen, dann werden die Gegner Boston’s mit großen Bauchschmerzen in die Spiele gehen.

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