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Eastern Conference Finals Preview – Bucks vs. Hawks | NBA Playoffs 2021

NBA Playoffs 2021 Eastern Conference Finals Preview - Bucks vs. Hawks

Eastern Conference Finals Preview – Bucks vs. Hawks | NBA Playoffs 2021

Noch vier Siege trennen sowohl die Milwaukee Bucks als auch die Atlanta Hawks von einer Teilnahme an den NBA Finals 2021. Während die Bucks die Brooklyn Nets um Kevin Durant niederrangen, überraschten die Hawks mit ihrem Einzug in die Eastern Conference Finals durch das 4:3 gegen die Philadelphia 76ers um Joel Embiid. Beide Teams schreiben in den diesjährigen Playoffs ihre ganz eigene Geschichte: Die Bucks sind ein erfahrenes Playoff Team, dass in diesem Jahr unter Zugzwang steht, den großen Wurf zu landen und zumindest in die NBA Finals einzuziehen. Die Atlanta Hawks sind das komplette Gegenteil. Trae Young, John Collins und Co. sind wohl die größte Überraschung der Postseason und allein der Einzug in die Conference Finals gilt bereits als riesiger Erfolg.

Milwaukee schaltet Brooklyn aus

Die Eastern Conference Semifinals hielten letztendlich was sie versprachen. In spektakulärer Manier duellierten sich die Bucks um Giannis Antetokounmpo und Khris Middleton mit den Nets um hauptsächlich Kevin Durant. Denn wahrscheinlich mitentscheidend für den Ausgang für die Serie, war das große Verletzungspech der Brooklyn Nets. Nach den ersten 43 Sekunden zog sich James Harden eine Oberschenkelverletzung zu, die ihn die ersten drei Spiele verpassen lies. Auch Kyrie Irving knickte in Spiel 4 um und verpasste dadurch den Rest der Serie. Daraus konnten die Bucks zunächst kein Kapital schlagen und verloren Spiel 5 nach zwischenzeitlicher 17-Punkte-Führung durch eine epische Performance von Kevin Durant.

Was dann aber in den Spielen sechs und sieben folgte ist durchaus beeindruckend. Antetokounmpo, Holiday und Middleton erzielten zusammen so viele Punkte wie die Nets insgesamt und verhinderten mit dem 104:89 das vorzeitige Ausscheiden. Besonders Middleton stach dabei mit einer Statline von 38 Punkten, 10 Rebounds, 5 Assists und 5 Steals heraus.

Spiel 7 entpuppte sich als Instant-Classic. Steve Nash und Mike Budenholzer spielten im Prinzip mit einer 6er-Rotation, was zu „heavy minutes“ der Superstars führte. Durant schrammte um Millimeter an einem der größten Clutch-Shots aller Zeiten vorbei und die Bucks konnten letztendlich ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht werden und zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren in die Eastern Conference Finals einziehen.

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Go-to-Guy der Milwaukee Bucks

Sicherlich eine nicht ganz einfache Rollenzuschreibung für Coach Bud. Natürlich zeigen alle zuerst auf den Superstar aus Griechenland und das auch zurecht. Allerdings wurde in der Serie gegen die Nets auch sichtbar, dass Giannis noch sehr viele Baustellen hat. Die offensichtlichste dabei ist sein Wurf. Der Dreier aber auch seine Würfe aus der Midrange fallen nicht und so kann sich die gegnerische Defense auf seinen Drive fokussieren. Hinzu kommen seine höchst umstrittenen Freiwürfe, für die er sich nicht nur massig Zeit nimmt, sondern sie auch in der Brooklyn Serie nur zu 48% verwandelt hat.

Deshalb könnte man auch auf die Idee kommen diese Rolle an Khris Middleton zu geben, sicherlich nicht ganz ohne „Recency bias“. Middleton war es, der die Bucks mit seinem Turnaround Wurf die Bucks in Spiel 7 auf die Gewinnerstraße brachte und mit seiner angesprochenen Leistung in Spiel 6 die Verantwortung übernahm. Außerdem wurde Antetokounmpo immer wieder für sein decision making in der Crunchtime kritisiert. Der Star der Mannschaft ist er nichtsdestotrotz, doch auch Middleton könnte in der Rolle als Go-to-Guys gesehen werden.

Deshalb gewinnen die Bucks die Eastern Conference Finals

Milwaukee gilt in der anstehenden Serie als klarer Favorit gegenüber den Hawks. Während man mit Jrue Holiday und Khris Middleton verfügt Budenholzer über die perfekten Matchups für den Backcourt der Hawks mit Young und Bogdanovic. Auf der anderen Seite hat Atlanta kein offensichtlich passendes Matchup für Antetokounmpo, der außerdem darauf brennen wird, seinen fetten Vertrag zu rechtfertigen durch seine erste Finals-Teilnahme. Außerdem haben die Bucks zahlreiche Veterans, die in der jüngeren Vergangenheit schon in den Conference Finals standen. Starpower, Matchups und Erfahrung sollten die Bucks zum Gewinner der Eastern Conference machen.

Ice Trae schockt die 76ers

Damit haben die meisten NBA-Fans wohl nicht gerechnet. Nachdem mit den Utah Jazz sich bereits der First-Seed der Western Conference in den Urlaub verabschiedet hat, tut es ihnen auch der erste der Eastern Conference gleich. Bei ihrem Upset konnten die Atlanta Hawks gleich drei Siege aus der Wells Fargo Center entführen.

Erstaunlich ist dabei nicht nur das Weiterkommen an sich, sondern auch die Art und Weise des Teams von Head Coach Nate McMillan. In der Serie gegen die 76ers vertraute dieser einer großen Rotation. Gleich acht Spieler standen im Schnitt über 10 Minuten auf dem Parkett. Als neunter Spieler kommt Rookie Onyeka Okongwu mit neuneinhalb Minuten. Die Breite der Hawks zeigte sich stellvertretend für die ganze Serie im entscheidenden siebten Spiel. Trae Young, erwischte einen verhältnismäßig miesen Abend, wurden dann aber von Kevin Huerter unterstützt, der ein grandioses Spiel ablieferte.

Auf eine starke Serie kann auch John Collins zurückblicken. Obwohl er vor der Saison als fast von den Hawks abgeschrieben galt, entpuppt er sich nun als Starter, den der Amerikaner als „high-motor“ bezeichnen würde. In den letzten sieben Spielen kam er auf ein Double-Double aus 15 Punkten und 10 Rebounds bei einem True Shooting von starken 59%, womit er die Hawks in dieser Kategorie anführt. Außerdem lies er auch die Herzen der NBA Fans höher schlagen mit einer ganzen Reihe an spektakulären Alley-Oops im Zusammenspiel mit Trae Young.

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Go-to-Guy der Atlanta Hawks

Hier gibt es, anders als bei den Bucks auf der Gegenseite, keine zwei Meinungen. Trae Young spielt bislang überragende Playoffs. Was man dabei nicht vergessen darf: Es sind seine allerersten Postseason Spiele seiner Karriere! Im Pick and Roll war er bislang weder von den Knicks in der ersten Runde und auch nicht von den 76ers in der zweiten Runde zu stoppen. Young nutzt seine Gravity bislang überragend und verteilte in der zweiten Runde dreimal so viele Assists, als er Turnover verbuchte. Zwar ist seine Effizienz in den Playoffs nicht so stark wie in der Regular Season, dennoch sind 53% True Shooting gemessen an seiner Wurfauswahl für einen so jungen und unerfahrenen Spieler erstaunlich gut.

So gelingt die nächste Überraschung der Hawks

Nate McMillan besitzt offensiv über viele Waffen und die Hawks sind so unberechenbar. Mal ist es Trae Young der ein Spiel entscheidet, dann ein Gallinari, Lou Williams kann das, Bogdanovic sowieso und auch Kevin Huerter hat im letzten Spiel gezeigt, was in ihm steckt. Haben die Hawks 5-6 Spieler die ihre Leistungen bestätigen können oder sogar noch über sich hinauswachsen können, nimmt es den Druck von ihrem Point Guard. Defensiv sind sie enorm anfällig und sie sind weiter darauf angewiesen ihre Schwachstellen zu verstecken. Dies ist ihnen bislang ganz anständig gelungen, vielleicht auch durch Mithilfe ihrer Gegner. Eine größere Rotation, als die Bucks sie haben, könnte mit Hinblick auf die Kräfteverteilung einen Ausschlag geben und zu einem Upset in den Eastern Conference Finals führen könnte.

Wohin fliegen die Hawks?

Key Matchup – Jrue Holiday vs. Trae Young

Die Hawks sind hochgradig von ihrem Starting Point Guard abhängig. Die Bucks haben mit Jrue Holiday wohl den perfekten Verteidiger für Young. Schafft es Holiday Young zu limitieren, sind die Bucks einem Einzug in die Finals ziemlich nah. Dabei wird es vor allem auf die Pick and Roll Defense ankommen. Die Serie gegen die Nets hat gezeigt, dass die Drop Coverage zu vielen offenen Würfen geführt hat. Hält man daran fest, könnte es zum Schützenfest kommen. Deshalb wird vieles auf das defensive Zusammenspiel von Holiday und Brook Lopez ankommen. Kann Young schalten und walten wie er möchte, öffnet das die Tür für die Rollenspieler der Hawks.

Unsere Vermutung: Bucks in 5

Die diesjährigen Eastern Conference Finals werden wohl nicht auf ein weiteres Game 7 hinauslaufen. Die Milwaukee Bucks verfügen über zu viel Star Power, an denen es zum Beispiel den Knicks und auch abgesehen von Joel Embiid den 76ers gemangelt hat. Milwaukee hat wohl die beste Defense der verbleibenden Teams in den Playoffs und zusätzlich Spieler, die über reichlich Erfahrung haben und nicht vor dem Trash Talking und der Physis der Hawks davonlaufen. Ausschlaggebend für die Hawks waren ihre drei Auswärtssiege in Philadelphia, dies wird ihnen gegen die Bucks nicht erneut gelingen.

 

 

 

 

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