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FAST6REAK NBA | 28.06.21

NBA Fastbreak 28.06.21

FAST6REAK NBA | 28.06.21

Neues Personal bei den Mavs

Nach der überraschenden Trennung von General Manager Donnie Nelson und Headcoach Rick Carlisle haben die Dallas Mavericks bereits die Nachfolger gefunden, die die Franchise in Zukunft operativ führen werden.

Auf der vakanten GM Position hat sich Besitzer Mark Cuban für einen etwas unkonventionellen Kandidaten entschieden. Nico Harrison, langjähriger Executive bei Nike, wird der neue starke Mann im Front Office der Mavs. Das überrascht insofern, dass Harrison bisher noch keine Erfahrung als GM in der NBA hat. Ihm werden jedoch gute Beziehungen zu zahlreichen Spielern der Association und vor allem auch Mavs Superstar Luka Doncic nachgesagt. Auf jeden Fall ein interessantes Experiment, dass die Mavs mit Harrison starten.

Auf der Headcoach Position setzen die Mavs dagegen lieber auf einen alten Bekannten. Der ehemalige Point Guard der Mavs Jason Kidd wird Nachfolger von Rick Carlisle. Die Meinungen über diese Besetzungen gehen teilweise stark auseinander.


Innerhalb der eigenen Organisation war Kidd der absolute Wunschkandidat und wurde Mark Cuban unter anderem von Dirk Nowitzki, der neuerdings als Berater für die Mavs tätig ist, und Ex-Coach Carlisle selbst empfohlen. Kidd hat sich laut Medienberichten bereits auf die Suche nach Assistants gemacht und soll dabei mit JJ Barea und Jayson Terry zwei weitere Ex-Spieler ins Auge gefasst haben.

Außerhalb der eigenen Reihen wird die Verpflichtung von Kidd jedoch durchaus kritisch gesehen. Zwar machen sich Stars wie LeBron James immer wieder für Kidd stark, der sportliche Erfolg als Coach lässt in der bisherigen Karriere jedoch zu wünschen übrig. Eine Bilanz von 183-190 als Headcoach liest sich nicht gerade berauschend. Durch Kreativität und neue Ideen ist Kidd in seiner bisherigen Laufbahn nicht aufgefallen. Es wird ihm eher Störrigkeit und Unflexibilität vorgeworfen.
Hinzu kommt, dass die Spieler der Mavs wohl den bisherigen Assistant Coach Mosley bevorzugen. 

Neben dem Sportlichen wird kritisiert, dass Kidd nicht zur ausgerufenen Null-Toleranz-Politik von Owner Cuban passt. Die Mavs standen erst vor drei Jahren nach Berichten über sexuelle Belästigung und die Verbreitung von pornografischen Bildern im Kreuzfeuer der Medien. Jason Kidd selbst wurde 2001 wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner Frau verurteilt und 2012 wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. Nicht unbedingt das Vorbild, dass man sich nach den Eskapaden vorstellt.

Ob die Verpflichtungen richtig waren wird die Zeit zeigen. Mit der bevorstehenden Vertragsverlängerung von Luka Doncic und der Personalie Kristaps Porzingis haben die Neuen auf jeden Fall direkt die Chance sich zu beweisen.

Trainerkarussell dreht sich

Neben den Mavs sind auch einige andere Franchise auf der Suche nach einem neuen Headcoach fündig geworden.
Bereits eine Woche nach seinem Abschied in Dallas heuert Rick Carlisle bei den Indiana Pacers an, bei denen er bereits von 2003-2007 Coach war und sie 2004 bis in die Conference Finals geführt hat.

Neben den Pacers haben auch die Boston Celtics ihren neuen Headcoach präsentiert. Ime Udoka wird der Nachfolger von Brad Stevens. Udoka war nach Assistant Stationen bei den Spurs und Sixers zuletzt im Coaching-Staff der Brooklyn Nets aktiv. Es gibt sicherlich leichtere erste Headcoach Positionen als die Boston Celtics…

Auch die Portland Trail Blazer haben mit Chauncey Billups ihren neuen Headcoach gefunden. Der bisherige Assistant Coach der LA Clippers konnte noch nicht viel Coaching-Erfahrung sammeln und steht zudem aufgrund einer früheren Anklage wegen Vergewaltigung in der Kritik. 
Billups setzte sich unter anderem gegen Becky Hammon durch und sorgt dafür, dass die NBA weiterhin auf die erste Frau als Headcoach warten muss.

Was nicht ist kann aber noch werden. Es sind aktuell noch Jobs in Washington, Orlando und in New Orleans zu vergeben.

Möchte Damian Lillard doch weg?

Die gerade erwähnte Verpflichtung von Chauncey Billups sorgt für Wirbel rund um Superstar Damian Lillard. 
Vor wenigen Wochen wurde Dame nach möglichen Kandidaten für den vakanten Trainerposten befragt und nannte unter anderem Billups als möglichen Nachfolger von Terry Stotts.

Nach der Verpflichtung von Billups wurde Lillard von einigen Fans auf Social Media für seine Äußerung teilweise hart angegangen. Billups steht aufgrund einer Anklage wegen Vergewaltigung in der Kritik. Lillard twitterte, dass er mit sieben Jahren noch keine Zeitung gelesen habe und ihm die Vergangenheit von Billups deshalb nicht bekannt war.

Laut Chris Haynes von Yahoo Sports, der eine gute Beziehung zu Lillard führt, soll der Superstar aufgrund dieser Vorkommnisse nun doch wieder über einen Trade nachdenken. Ob an dieser Story wirklich etwas dran ist oder sich die Gemüter schon bald wieder beruhigt haben wird man sehen.

Ist der Tank von Paul George leer?

Paul George legt in den bisherigen Playoffs 26,4 Punkte, 9,5 Rebounds und 5,5 Assists auf. In den Conference Finals gegen die Phoenix Suns topt PG13 diese Zahlen nochmals und steht bei 27,5 | 10,3 | 6,3 im Schnitt. Und dennoch liegen die LA Clippers mit 1-3 gegen Devin Booker & Co. zurück
Auch wenn die Zahlen etwas anderes suggerieren liegt das auch an George. Im letzten Viertel geht Playoff P zunehmend der Saft aus. 1 von 9 aus dem Feld und 0 von 3 von Dowtown sind die ernüchternden Stats aus den letzten beiden Vierteln von Game 3 & 4. Hinzu kommen ungewohnte Probleme von der Freiwurflinie.

Es scheint als muss Paul George seiner hohen Minutenzahl langsam Tribut zollen. PG hat bisher die mit Abstand meisten Minuten aller Spieler auf dem Feld gestanden. Seit dem Ausfall von Kawhi Leonard hat sich die Last auf Georges Schultern nochmal vergrößert. 
Für ein Comeback in der Serie brauchen die Clippers eigentlich zwei fitte Superstars, aktuell steht ihnen jedoch nur einer mit halbleerem Tank zu Verfügung.

Khris Middleton stutzt den Hawks die Flügel

In den Eastern Conference Finals holen sich die Milwaukee Bucks in Game 3 mit einem 113-102 Sieg den Heimvorteil zurück. Trae Young zog zwar in der ersten Halbzeit wieder seine gewohnte Show ab, Shimmy inklusive, die Bucks hielten jedoch stark dagegen.

Im vierten Viertel hatte dann Khris Middleton seinen großen Auftritt. Er outscorte die Hawks im Alleingang (20-17) und legte allein im Schlussabschnitt vier Dreier auf. Er ist damit der erste Bucks Spieler seit 25 Postseasons, der im vierten Viertel 20 Punkte scort. Insgesamt stand ‚Khash Money‘ am Ende bei einem Career High 38 Punkte und zauberte zudem 11 Rebounds und 7 Assists auf’s Parkett.

Mit dieser Performance gibt Middleton die richtige Antwort auf die schwächeren Auftritte in den Spielen zuvor und unterstreicht seine Ambitionen ein legitimer Co-Star neben dem Greek Freak zu sein.

Dennis Schröder zu teuer für den DBB

Der Point Guard der LA Lakers wird der deutschen Nationalmannschaft beim Olympia-Qualifikationsturnier in Split/Kroatien nicht zur Verfügung stehen können. Er ist zu teuer für den DBB. 
Einen adäquaten Versicherungsschutz kann sich der Basketballbund nicht leisten. Schröders hoher Marktwert und sein auslaufender Vertrag bei den Lakers treiben die Summe in unerreichbare Höhen.
Ähnliche Schwierigkeiten gab es immer wieder auch bei den Nationalmannschaftsauftritten von Dirk Nowitzki.

Schröder selbst bedauert seinen Ausfall sehr ist aber „überzeugt, dass die Jungs es trotzdem zu Olympia schaffen…“.
Laut Bundestrainer Henrik Rödl hat Schröder alles versucht, um bei der Quali dabei zu sein und verdient dafür Anerkennung.

Letztlich wird Schröder beim Turnier an der Adriaküste jedoch nicht mitwirken können und die ohnehin nicht einfache Aufgabe wird nochmals deutlich schwieriger für das verbleibende Team. 
Am Dienstag um 16:30 Uhr (kostenfrei bei MagentaSport) startet das DBB-Team gegen Mexiko ins Turnier, am Donnerstag geht es zur gleichen Zeit gegen Russland.

 

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