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FAST8REAK – NBA | 10. Mai 2021

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FAST8REAK – NBA | 10. Mai 2021

Im FAST8BREAK werden die acht relevantesten NBA-Storylines der vergangenen Tage jeweils kurz und knapp besprochen. Ihr seid anderer Meinung oder möchtet eure Zustimmung ausdrücken? Schreibt uns gerne auf Instagram oder Twitter!

Two-Faced Nuggets

Wenn sich in The Dark Night der als Held gefeierte Staatsanwalt Harvey Dent aufgrund eines Unfalls in Two-Face verwandelt und sein Gesicht wortwörtlich in zwei Hälften geteilt wird, ahnen sowohl Batman, als auch der Zuschauer bereits, dass dieser Mensch nie mehr der Gleiche sein wird. Sie sollten ebenso Recht behalten, wie jeder NBA-Fan, der beim Betrachten der Verletzung Jamal Murrays vor einigen Wochen vorhersah, welche Auswirkungen dies auf das Top-Team aus Denver haben würde. Zwar schlagen sich die Nuggets beeindruckend gut seit ihr Superstar Guard ausgefallen ist und stehen bei einem unglaublichen 10-4 Record in dieser Zeitspanne, zeigen jedoch gerade im Match-Up mit anderen Spitzenmannschaften immer wieder ihre zwei Gesichter.

Dank des über die letzten Jahre aufgebauten Systems und der eingespielten Abläufe schaffen es Nikola Jokic und seine Mitspieler auch ohne Murray immer wieder regelrecht heiß zu laufen. Sie lassen den Ball unnachahmlich kursieren, finden immer den offenen Schützen und diese sind jederzeit in der Lage, Dreier um Dreier zu versenken. So auch in der ersten Halbzeit, insbesondere im ersten Viertel, der Partie gegen die Brooklyn Nets. 71 (!) Punkte gelangen ihnen gegen einen der Mitfavoriten aus dem Osten, 37 davon allein in den ersten 12 Minuten, wovon Michael Porter, Jr. ganze 17 erzielte. Der Flügelspieler war hoch motiviert, schließlich spielte er in seinem zweiten NBA-Jahr nun endlich einmal gegen sein Vorbild Kevin Durant. KD brauchte etwas länger, um in die Partie zu kommen, wurde von der Nuggets Defense konsequent gedoppelt und dadurch immer wieder zum Pass gezwungen. Am Ende stand er dennoch mit 33 erzielten Punkten, 11 Rebounds, sieben Assists und dem Win da. Seine Nets und er hatten Porter gezeigt, dass es immer noch einen gewissen Unterschied zwischen aufstrebenden Scorern und 14-Jährigen NBA-Veteranen gibt.

Selbstverständlich ist die Schuld für die Niederlage trotz der zwischenzeitlichen 21-Punkte Führung nicht alleine bei Michael Porter zu suchen. Dennoch gibt er ein gutes Beispiel für die aktuelle Situation der Denver Nuggets ab. Wenn die Würfe fallen und der Ball läuft, kann sich ihnen in den Weg stellen wer will – die Nuggets schießen ihre Gegner aus der Halle. So geschehen zu Beginn des Spiels. Teilweise schien es, als könnte keiner im blauen Jersey jemals wieder daneben werfen.

Sobald der Gegner jedoch ein Mittel gefunden hat, die Passstafetten zu stören, die Wege zu blockieren und dem Team aus der Mile High City das eigene Spiel aufzudrücken, bekommen sie Probleme. Hier kommt Murray ins Spiel. Als Guard, der gerne auch mal aus der Isolation scored, ist er genau der Spielertyp, der aktuell fehlt. Wie wertvoll wäre es hin und wieder Jamaal den Ball zuzuwerfen und ihn einfach mal machen zu lassen. Eins-gegen-Eins, Verteidiger austanzen und mit ordentlich Zug zum Korb easy buckets an der Freiwurflinie erspielen.

Schaut man in Richtung Playoffs, verdunkelt exakt diese Tatsache die Hoffnungen der Fans in Denver etwas. Die vergangenen Jahre und Jahrzehnte haben ein ums andere Mal gezeigt, wie wichtig es ist, in einem langsamen, hart umkämpften Playoffspiel in der Lage zu sein, Punkte zu machen. Mann gegen Mann Punkte zu machen. Gerade einmal 15 Punkte konnten Jokic & Co. im letzten Abschnitt gegen ein Team erzielen, das nicht gerade als Defensive Powerhouse bekannt ist. Der designierte MVP selbst war hauptsächlich mit Reklamationen bei den Schiedsrichtern beschäftigt, konnte das Geschehen nicht an sich reißen. Es war nur ein Spiel, kein Grund zur Aufregung und mit Sicherheit werden die Denver Nuggets auch in den Playoffs Spiele für sich entscheiden zu können. Wenn man Harvey Dent jedoch gesehen hat, kommt man nicht umher damit zu rechnen, dass auch die „dunkle“ Seite der Nuggets früher oder später wieder zum Vorschein kommen wird.

TwoFace

Top 10 NBA-Spieler

Auch wenn er dem oben beschriebenen Spiel nicht im gewohnten Maße seinen Stempel aufdrücken konnte, ist Nikola Jokic der MVP dieser NBA-Saison. Seine Zahlen sind sowohl Nacht für Nacht aber auch im Average über die gesamte Saison auf einem unfassbaren Niveau, sein Player Efficiency Rating (PER) in dieser Spielzeit ist weiterhin in den Top 15 aller Zeiten. Dennoch können sich NBA-Fans im beliebten „Space Jam-Szenario“ immer wieder schwer tun, ihn als den aktuell besten Basketballspieler der Welt zu wählen. Was wäre, wenn die Monstars zurückkommen und uns Menschen zu einem alles entscheidenden Basketball-Spiel fordern? Wen würden wir wählen, um unsere Zukunft auf dem Court zu verteidigen – Nikola Jokic? Jonas und Marius haben sich der Frage gestellt und ausgehend von diesem Artikel ihre persönlichen Top 10 der aktuellen NBA-Spieler erstellt. Spoiler-Alert: Jokic ist bei keinem der beiden in den Top 3. 

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Dame: „Steph direkt nach Magic!“

Einen Schritt weiter gegangen ist Damian Lillard. Er vergleicht seinen Kollegen Steph Curry nicht nur mit der aktuellen Konkurrenz sondern direkt mit allen Spielern, die jemals die Basketball-Schuhe geschnürt haben. Für ihn kommt „Steph direkt nach Magic, wenn es darum geht, wie er das Spiel verändert hat und wie überragend sein Style ist.“. Große Worte von jemandem, der selbst seit Jahren das Spiel prägt und zu dessen Veränderung beiträgt. Natürlich ist ein Vergleich zwischen Curry und Magic über all die Jahrzehnte hinweg extrem schwierig. Die Showtime Lakers der 80er haben zusammen mit den Boston Celtics um Larry Bird die NBA um ein vielfaches attraktiver gemacht, den Weg geebnet für alle, die danach gekommen sind. Die Spielweise des legendären Point Guards war eine ganz andere als die des High Volume Shooters, der Steph Curry ist. Dennoch ist der Spielstil von heutigen PGs wie Lillard oder eben Steph ein wesentliches Merkmal des NBA-Basketballs geworden und wird ebenso wie Magic vor 40 Jahren die Zukunft der Sportart beeinflussen. 

Wie seht ihr Magic & Steph? Wer hat die NBA stärker beeinflusst? Stimmt gerne mal ab:

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Westbrook & Luka erneut historisch

Wenn wir schon bei historischen Point Guard Leistungen sind, bleiben wir doch direkt bei zwei weiteren. Seit dieser Woche ist Russell Westbrook gemeinsam mit Oscar Robertson der Spieler in NBA History, der die meisten Triple Doubles aufgelegt hat. Da sehr stark davon auszugehen ist, dass der Brodie bis zur nächsten Ausgabe dieser Kolumne an Big O vorbeigezogen ist, an dieser Stelle schon einmal „Herzlichen Glückwunsch!“.

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Luka Doncic hat noch nicht ganz die Masse an Stats gesammelt wie ein Westbrook, ist jedoch auf einem ausgesprochen guten (insbesondere schnellen) Weg dorthin. Luka hat gerade die 5.000 Punkte-Marke geknackt und dafür so wenige NBA-Spiele benötigt wie noch niemand vor ihm. Zwar gibt es mit LeBron James, Kevin Durant und Carmelo Anthony Spieler, die jünger waren als der Mavs-Guard – diese hatten aber bereits mehr Einsätze vorzuweisen. Keine schlechte Gesellschaft also, in der Doncic sich da befindet und wer weiß, vielleicht arbeitet er sich ja auch in Sachen Triple Double über die kommenden Jahre noch an Russell und Oscar heran.

LeBron Disrespect

In den letzten Wochen ist vermehrt ein gewisser Disrespect gegen den King aufgekommen. Auch wir haben seine Aussagen bezüglich des Play-In Turniers kritisch gesehen. Hinzu kam dann noch seine Abwesenheit bei den letzten Spielen der Lakers, die laut Coach Frank Vogel nicht im Zusammenhang mit seiner Verletzung steht. Wieso ist LeBron also nicht bei der Mannschaft? Braucht diese nicht genau jetzt die volle Unterstützung ihres unumstrittenen Leaders? Bei all dem aktuellen Trubel um die Mannschaft, die vielen Verletzungen und das neue Post Season Format, das die amtierenden Champions in diesem Jahr als direkte Beteiligte erleben werden, ist nicht zu vergessen, was James in den vergangenen Jahrzehnten in den Playoffs zu leisten imstande war.

Die Seite “basketball-reference.com“, die Basketball-Statistiken bündelt und Leistungen miteinander vergleichbar macht, hat seit Kurzem einen neuen Tab. Unter „Playoff Series“ wird für jeden Spieler dokumentiert, wie er nicht nur über seine Karriere gesehen in den Playoffs abgeschnitten hat, sondern auch dessen Stats Serie für Serie aufgelistet. Gerade bei LeBron James ist die Seite daher entsprechend lang und an manchen Stellen etwas unübersichtlich. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, dort einmal in Ruhe etwas zu stöbern. Schnell stellt man fest, wie übermenschlich der beste Basketballspieler der letzten 20 Jahre in vielen der Serien aufgespielt hat. Nicht zuletzt in den vergangenen Finals, die gerade einmal sieben Monate her sind, als er im Durchschnitt 30 / 12 / 9 auflegte und sich seinen vierten Ring sicherte. Durchaus verständlich also, wenn der ein oder andere Lakers- bzw. LeBron-Fan die aktuelle Panikmache rund um die Franchise nicht so ganz nachvollziehen kann. Steht LeBron in den Playoffs, egal ob als Siebter im Play-In oder als Top-Seed der Conference, ist mit ihm und seiner Mannschaft zu rechnen. Mark my word.

LeBron Finals 2020

NBA Playoffs | Play-In Tournament

Damit ihr immer auf dem aktuellen Stand darüber bleibt, wer zum jeweiligen Zeitpunkt gerade den Weg ins Play-In Turnier antreten müsste, haben wir unsere Plattform um den Menüpunkt „NBA Playoffs“ ergänzt. Dort findet ihr wie unter anderem das aktuelle Playoff Picture, aber auch die regeltechnischen Grundlagen zum neuen Format sowie eine ausführliche Diskussion darüber, ob sich diese Form der Post Season langfristig etablieren wird. Sobald die Standings finalisiert sind, werden wir dort außerdem Previews zu sämtlichen Playoff-Serien zur Verfügung stellen. Schaut gerne mal vorbei!

Refs verletzen Zion

Vermutlich nicht am Play-In Tournament teilnehmen wird Zion Williamson, der aktuell verletzt pausieren muss. Laut David Griffin, dem General Manager der New Orleans Pelicans, sind die NBA-Referees Schuld an der aktuellen Verletzung seines Superstars.

Griffin gab in einer Pressekonferenz zu verstehen, dass er es sehr frustriert darüber ist, wie sich der Big Man verletzt hat, da es absolut vermeidbar gewesen wäre. Laut Griffin hat das Frontoffice der Pelicans die NBA sowie die Schiedsrichter bereits mehrfach und unter anderem mit Videomaterial auf die unfaire Spielweise seiner Gegenspieler sowie das fehlerhafte Officiating in diesen Fällen hingewiesen – zu seinem Bedauern jedoch ohne Erfolg. Die Verletzung sei eine direkte Folge dieser Ereignisse so Griffin.

Im unten stehenden Clip könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen, wie es zum Ausfall von Williamson kam. Diese Szene kann Griffin wohl nicht gemeint haben, da es sich Zion selbst in den Kampf um den Rebound schmeißt, den sich die Warriors-Spieler fair sichern. Vielmehr geht es ihm wohl um die Menge an harten Aufeinandertreffen in der Zone, die Zions Körper mit der Zeit zu schaffen machen. Der von Griffin gebrachte Vergleich mit Shaq und der Art und Weise wie dieser während seiner Karriere angegangen worden ist, ist dabei durchaus nachvollziehbar. Es wird interessant sein zu verfolgen, wie sich Defenses in den kommenden Jahren auf Zion und seine unnachahmliche und sehr körperbetonte Spielweise einstellen und welche Mittel die Referees einsetzen müssen, um den Spieler zu schützen. Bislang ist die einzige Reaktion der Liga jedenfalls eine Geldstrafe in Höhe von $ 50.000 gegen David Griffin …

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Sneaker Game | Kevin Durant

Zum Abschluss für diese Woche noch ein kleiner Tip für alles Sneaker-Heads out there. Boardroom, Kevin Durants media company, hat auf ihrem YouTube-Channel eine neue Show gelaunched – The Sneaker Game. In der ersten Episode ist direkt KD selbst zu Gast und erzählt ein paar Geschichten aus seiner Zeit als Nike Athlete. Von der Entscheidung zwischen Adidas und Nike als Rookie und was es für einen jungen Athleten bedeutet, noch vor dem eigentlichen Karrierestart so viel Geld angeboten zu bekommen, über den Entstehungsprozess seines ersten Signature Shoes, bis hin zu seiner „Sneaker Free Agency“ gibt Durant eine Menge interessanter Einblicke in die Szene.

Er erzählt, wie Under Armour aus seiner Heimatstadt Maryland um ihn buhlte, wie er überlegte zu wechseln und sich Steph Curry, Cam Newton und Tom Brady anzuschließen. Die Entscheidung, bei Nike zu bleiben, habe er nicht bereut, meint er und dass es ihm viele neue Türen geöffnet hat. Eine davon war der Dreh gemeinsam mit Drake auf dem Nike Campus in Portland für dessen Musikvideo zu „Laugh now, cry later“. Über Drake wandert die Unterhaltung zum Thema Fashion und dem Einfluss von Sportartikelmarken und Rappern auf diese. Am Ende schaut KD dann noch voraus in die Zukunft. Er wäre (wie LeBron James) gerne für seine lifetime ein Nike Ambassador, sei auf einem guten Weg. Schließlich haben neben ihm und dem King nur Michael Jordan während der aktiven Karriere 14 oder mehr Schuhe released. Besonders spannend: gemeinsam mit Teammate Kyrie Irving plant er aktuell einen hybrid shoe! 

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