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EuroLeague Final Four Preview: Istanbul vs. Piräus

El Clasico, der Titelverteidiger, griechische Fans – nur noch wenige Tage bis zum Turkish Airlines EuroLeague Final Four! Die diesjährige Auflage des größten Highlights der europäischen Basketballsaison findet in diesem Jahr nicht wie ursprünglich geplant in Berlin, sondern in Belgrad statt. Die beiden Semifinals werden erstmals am Donnerstag ausgetragen, sodass das Spiel um Platz drei sowie das Finale am Samstag Abend ausgetragen werden können. In den Previews zu den Halbfinalbegegnungen möchten wir euch auf das Spektakel einstimmen. Den Anfang macht die Partie zwischen Titelverteidiger Anadolu Efes Istanbul, die auf den griechischen Vertreter Olympiacos Piräus treffen.

Das direkte Duell in dieser Saison

17. November 2021 

Anadolu Efes Istanbul 88:69 Olympiacos Piräus

10. Februar 2022

Olympiacos Piräus 87:85 Anadolu Efes Istanbul

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Die Ausgangslage für Olympiacos Piräus

Die Griechen mussten hart um ihr Ticket für das Final Four in Belgrad kämpfen. Nach einer überzeugenden Regular Season, die sie mit einer Bilanz von 19 Siegen und 9 Niederlagen beendeten, setzten sie sich nach großem Kampf in fünf Spielen gegen AS Monaco durch. Piräus war in dieser Saison besonders im Peace and Friendship Stadium kaum zu bezwingen. Einzig Roter Stern Belgrad konnte in Runde 23 Punkte aus Piräus entführen. In den Playoffs verlor man das Spiel zwei gegen Monaco deutlich mit 72 zu 96 auf dem eigenen Parkett. Zwar hat Olympiacos keinen echten Heimvorteil im Final Four, dafür können sie aber wohl auf den Vorteil auf den Zuschauerrängen bauen. Laut eurohoops.net gingen beinahe 50% aller Tickets nach Griechenland.

Olympiacos Outlasts Monaco In Game 5 Thriller, 94-88

Headcoach Georgios Bartzokas konnte über die meiste Zeit der Saison und auch in den Playoffs auf all seine Leistungsträger bauen und sein Team wurde über die meiste Zeit der Saison von Verletzungen verschont. Die eingespielte Mannschaft um den griechischen Kern Kostas Sloukas, Sasha Vezenkov, Kostas Papanikolaou, Georgios Printezis und die amerikanische Garde um Tyler Dorsey, Thomas Walkup oder Hassan Martin spielen eine überragende Defensive und können am offensiven Ende die Lasten auf so viele Schultern verteilen wie kaum eine andere Mannschaft in Europa.

Die Ausgangslage für Anadolu Efes Istanbul

Für die Türken geht es um nicht weniger als alles. Nach einer vergleichsweise schwachen regulären Saison stehen die Zeichen für das Team von Coach Ergin Ataman auf Rebuild. Es gab Gerüchte über einen Abschied von All-EuroLeague-First-Team Guard Shane Larkin, Vasilije Micić könnte den Weg in die NBA antreten und Chris Singleton, Krunoslav Simon sowie Bryan Dunston haben die 35 Lenzen schon geknackt. Mit dem Team, das nach dem Triumph im vergangenen Jahr beinahe vollständig zusammen geblieben ist, könnte es ihr ganz eigener „Last Dance“ werden. Die Türken haben also in gewisser Weise den berühmt berüchtigten „Chip on the Shoulder“. In ihrer Playoffserie gegen die ersatzgeschwächten Mailänder konnten sie phasenweise dominieren. Der Kölner Tibor Pleiss hatte seinen Moment der Serie im Closeout Game, in dem er Olimpia Mailand 25 Punkte einschenkte und dabei drei Dreier versenkte.

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Ähnlich wie bei Olympiacos ist der breite Kader, der in der Spitze zu den besten der EuroLeague gehört, die große Stärke. Verletzungsbedingt muss Ataman aber voraussichtlich auf Krunoslav Simon und Rodrigue Beaubois verzichten, die im letzten Final Four noch zu den zentralen Säulen der Mannschaft gehörten. Beide verpassen auch Spiele drei und vier gegen Mailand.

Player to Watch: Sasha Vezenkov

Vezenkov erlebte in dieser EuroLeague Kampagne eine Breakout Saison für Olympiacos. 13,7 Punkte, 5,8 Rebounds bei 38,7% von Downtown machten ihn in diesem Jahr zu einem EuroLeague-First-Teamer. Der Grieche, dem das sechstbeste PIR (17,8) der EuroLeague Saison gehört, startete jedes Spiel für Coach Bartzokas und war der zweitbeste Scorer und der beste Rebounder seiner Mannschaft. Sasha Vezenkov wird im System von Piräus immer wieder als Screener im Pick-and-Pop eingesetzt und ist daraus in der Lage nicht nur den Catch-and-Shoot Dreier zu verwandeln, sondern auch aus dem Dribbling abzudrücken. Von der Dreierlinie setzt er darüber hinaus immer wieder kluge Cuts, welche von Guards wie Kostas Sloukas oder Tyler Dorsey mit Kusshand bedient werden können. Für Sasha Vezenkov ist es die erste Teilnahme an einem Final Four und eine starke Performance könnte auch die Tür für die NBA ein Stück weiter öffnen. Sein Vertrag, der ihn noch bis 2024 in Piräus behält, hat eine NBA-Buy-Out Klausel für den bevorstehenden Sommer.

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Player to Watch: Shane Larkin

Das Halbfinale beim Final Four in Köln hatte einen bitteren Beigeschmack für Shane Larkin. Der Guard stand kaum auf dem Parkett und geriet deshalb mit Head Coach Ataman aneinander. Diese Geschichte möchte der NBA erfahrene Guard wohl kaum wiederholen. Larkin spielt trotz der Achterbahnfahrt seiner Mannschaft eine phänomenale Saison und dabei setzte sein Coach auf ihn. 31:35 Minuten pro Partie sind die meisten aller Spieler in der EuroLeague. 14,6 Punkte (6. in der EuroLeague), 5,3 Assists (4.) und ein PIR von 18,9 (2.) katapultierten ihn in diesem Jahr erstmals in das EuroLeague-First-Team. Gemeinsam mit Vorjahres MVP Vasilije Micić bildet er ohne Zweifel den besten Backcourt Europas, der in diesem Final Four vielleicht seine Abschiedstournee spielt. Larkin ist in diesem Jahr ein heißer Kandidat für den Final Four MVP Titel, der eine Kirsche auf einer fetten Torte wäre.

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Was darf man vom ersten Halbfinale erwarten?

Im ersten Halbfinale des Final Four trifft die zweitbeste (Efes) auf die drittbeste (Piräus) Offense der EuroLeague. Beide Mannschaften stehen in der Top 5 der genommenen Dreier, man kann sich also an einem guten Tag von der Dreierlinie auf ein echtes Schützenfest freuen. Grade die Türken sind nicht bekannt für ihre Defense, wobei dies auf der griechischen Seite ganz anders aussieht. Das Team von Coach Bartzokas hat das sechstbeste Defensive Rating der EuroLeague und hielt schon Real Madrid, Fenerbahçe Istanbul oder auch AS Monaco unter 70 Punkten in einer Partie. Kommen die offensiven Waffen von Efes aber ins Rollen, gibt es kaum eine Verteidigung, die diese Variabilität und Gefahr von der Dreipunktelinie stoppen kann. Im Halbfinale wird es also auch eine Frage der Philosophie werden. Beide Teams besitzen über eine Menge Erfahrung: Olympiacos Head Coach Bartzokas, Papanikolaou und Printezis waren schon beim letzten EuroLeague Triumph von Olympiacos im Jahr 2012 dabei, Kostas Sloukas gewann einen Titel mit Fenerbahçe und hat auf dem europäischen Hardwood schon alles gesehen. Gleiches gilt für die Türken, bei denen wie erwähnt noch alle Leistungsträger aus dem Vorjahr an Bord sind. Es treffen zwei Schwergewichte des europäischen Basketballs aufeinander, bei dem auch die Fans eine Rolle spielen werden. Man darf sich also auf eine aufgeladene Stimmung mit den besten Spielern auf der größten Bühne des Kontinents freuen.

Olympiacos Piraeus | Euroleague | Euroleague Basketball

 

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