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Lob City Clippers – Throwback Thursday

Lob City Clippers – Throwback Thursday

Am „Throwback Thursday“ möchten wir euch von nun an jeden Donnerstag Teams aus der Vergangenheit vorstellen, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Dabei geht es aber nicht zwangsläufig nur um die Teams, die sich am Ende auch die Championship-Ringe angesteckt haben, sondern auch um jene, die es versäumt haben, sich die Krone aufzusetzen. Den Anfang machen die „Lob-City Clippers“ aus den 2010er-Jahren um den Kern aus Chris Paul, Blake Griffin und DeAndre Jordan.

 

Der Anfang des Erfolgs der Los Angeles Clippers

Schon die Entstehung dieses Trios besteht aus reichlich Drama und war zunächst auch gar nicht vorgesehen. Die NBA befand sich nach dem Triumph von Dirk Nowitzki in den NBA Finals im Lockout. In dieser verlängerten Offseason wollte Chris Paul New Orleans verlassen und sich Kobe Bryant und den Los Angeles Lakers anschließen. Dieser Trade galt zunächst als beschlossene Sache, bis der damalige NBA Commissioner David Stern diesen Trade verhinderte. Diese Handlung sorgte für ordentlich Chaos, weswegen eine weitere Ausführung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde. Durch den geplatzten Deal landete Paul schlussendlich dennoch in Los Angeles, allerdings nicht bei den Lakers, sondern bei den Clippers. Neben Paul verstärkte sich die zuvor lange erfolglose Franchise vor Saisonstart noch mit dem alternden Chauncey Billups sowie Caron Butler. Im weiteren Saisonverlauf folgte die Verpflichtung von Kenyon Martin aus China und ein Trade für Nick Young. Das erneuerte Team um Headcoach Vinny Del Negro zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr bereits stark verbessert und erreichte mit einer Bilanz von 40 Siegen und 26 Niederlagen Patz fünf im Westen und damit zum ersten Mal seit 2006 die Playoffs. Chris Paul (19,8 Punkte und 9,1 Assists) und Blake Griffin (20,7 Punkte und 10,9 Rebounds) nahmen am All-Star Game teil und entwickelten sich bereits im ersten Jahr zu einem spektakulären Duo. Blake profitierte dabei von seiner unglaublichen Athletik und dominierte die Top 10s dieser Welt. Für immer unvergessen dürfte aus dieser Saison seiner Monster Dunk über Kendrick Perkins im Spiel gegen die jungen Thunder um Harden, Westbrook und Durant sein.

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Doch auch Chris Paul begeisterte mit seinem Ballhandling und seiner endlosen Kreativität. Er wurde in seinem ersten Jahr mit den Clippers dritter im MVP Voting. Doch nicht nur die beiden Stars waren es die begeisterten. Viel mehr war es das ganze Team, das mit einer Spielfreude auftrat, die eine nie da gewesene Euphorie um die Franchise entwickelte.

Spektakulär war auch ihr erstes Playoff Spiel, welches sie durch ein furioses 27 Punkte Comeback in Memphis für sich entschieden. Nach einer Drei zu eins Führung gewannen die Clippers im siebten Spiel die Serie – erneut „on the road“. In der zweiten Runde gegen die San Antonio Spurs um Tim Duncan, Manu Ginobili und Kawhi Leonard war für sie jedoch nichts mehr zu holen und sie schieden durch einen Sweep in vier Spielen aus.

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Neue Erwartungshaltung in Los Angeles

Während der NBA-Draft tradete die Mannschaft aus Los Angeles für Lamar Odom aus Dallas und sicherte sich im Sommer die Dienste von Free Agent Jamal Crawford, der sich zu einer tragenden Säule für den anhaltenden Erfolg entwickelte. Neben Crawford und Odom kam der 40-jährige Grant Hill sowie NBA Veteran Ronny Turiaf und im Laufe der Saison noch Matt Barnes. Chauncey Billups kam zurück, nachdem er zwei Drittel der Saison 2011/12 durch eine Verletzung verpasste. Mit Crawford kam ein weiterer Spieler, der die Menschen begeisterte. Seinem Spitznamen J-Crossover wurde der Shooting Guard regelmäßig gerecht, indem er seine Gegenspieler auf die Bretter schickte. Doch neben der Art und Weise, wie die Clippers spielten, brachten sie noch etwas anderes mit und das war Erfolg. Die Saison schlossen sie mit einer Bilanz von 55 Siegen und 26 Siegen ab, was zu dem Zeitpunkt die beste Saison der Franchise-Historie war. Ihre erfolgreiche Regular Season verschaffte ihnen das Heimrecht für die erste Runde der Playoffs gegen die Memphis Grizzlies. Ein starker Chris Paul und eine Zwei zu null Führung reichte jedoch nicht, um den Sieg des Vorjahres gegen die Grizzlies zu wiederholen. Zu schwach performten die anderen Stars wie Griffin und Crawford.

Das Abschneiden in den Playoffs reichte den Verantwortlichen nicht und somit trennten sich die Clippers von Coach Del Negro. Als Ersatz holten sie den in jüngerer Vergangenheit so erfolgreichen Doc Rivers per Trade aus Boston. Er hatte die Big Three der Celtics zu einer Meisterschaft geführt und sollte dies bei den Clippers wiederholen. Im Sommer stattete man Chris Paul mit einem langfristigen Vertrag aus und holte Darren Collison als seinen Back-Up. Anschließend verschiffte man den jungen und durchaus vielversprechenden Eric Bledsoe und Veteran Caron Butler und erhielt im Gegenzug die Scharfschützen J.J. Redick und Jared Dudley. Wie in der vorherigen Saison waren die Clippers auch während der Regular Season aktiv und verstärkten sich zusätzlich noch mit „Big Baby“ Glen Davis, Hedo Türkoglu und dem ehemaligen All-Star Danny Granger. Der Kader brachte eine neue Erwartungshaltung mit sich. Chris Paul und Blake Griffin wurden zum dritten Mal in Folge All-Stars und DeAndre Jordan hatte sich zu einer Double-Double Maschine weiterentwickelt und stellte eine defensive Macht in der Zone dar, was ihm zu Platz drei im Defensive Player of the Year Voting verhalf. Zusätzlich wurde Jamal Crawford Sixth Man of the Year. Die Mannschaft hatte den Lakers den Titel als beste Mannschaft von LA den Rang abgelaufen. Sie erzielten in der Saison 2013/14 die meisten Punkte aller 30 Teams und hatten vier Spieler, die mehr als 15 Punkte pro Partie erzielten und mit Danny Granger (8 PPG), Darren Collison (11,4 PPG), Matt Barnes (9,9 PPG) und Jared Dudley (6,9 PPG) weitere potente Scorer. Sie gewannen in der ersten Saison von Doc Rivers 57-mal (Dritter in der NBA), was den Franchise Rekord aus dem Vorjahr noch ausbaute. Somit starteten die Clippers erneut mit Heimrecht in die erste Runde der Playoffs gegen die aufstrebenden Golden State Warriors, um den 25-jährigen Stephen Curry. In diesem Jahr konnten die Clippers ein First-Round-Exit verhindern, denn sie siegten mal wieder nach einer harten Sieben Spiele Serie. In den Western Conference Semifinals warteten nun die Oklahoma City Thunder mit dem Superstar Duo Russell Westbrook und Kevin Durant. Für den Einzug in die Conference Finals reichte es jedoch auch in diesem Jahr nicht. Zwar verfügten die Clippers über eine sehr potente Offense (bestes Offensive Rating in der Regular Season) jedoch reichte ihre Defense nicht aus, um das angesprochene Duo der Thunder zu stoppen. Durant scorte im Durchschnitt 36 Punkte und Westbrook legte noch 26 pro Partie oben drauf. Somit gewannen die Thunder die Serie mit vier zu zwei Siegen für sich und Lob-City durfte abermals verfrüht in den Urlaub reisen.

 

Die NBA Conference Finals sind Lava

Nachdem die vergangenen Offseasons stets geprägt waren von positiven Nachrichten um Trades oder den langfristigen Vertrag von Chris Paul, dominierten im Sommer 2014 negative Schlagzeilen das Umfeld der Los Angeles Clippers. Teambesitzer Donald Sterling äußerte sich öffentlich rassistisch und aufgrund seiner Vergangenheit, in der er immer wieder mit ähnlichem Unsinn auffiel, schaltete sich der damals neue Commissioner Adam Silver ein und drängte Sterling zu einem Verkauf. Nach einigem hin und her ließ er sich darauf ein und Steve Ballmer kaufte die Franchise. Für die Clippers sicherlich eine Verbesserung, für die Mannschaft um Chris Paul und Blake Griffin ging es jedoch eher Berg ab. Der Kern der Mannschaft blieb zusammen und man verstärkte sich mit Austin Rivers, dem Sohn von Coach Doc Rivers. Die Stars spielten eine weitere starke Saison und wurden außerdem weitestgehend von Verletzungen verschont. Griffin verpasste insgesamt 15 Spiele (unter anderem das All-Star Game), doch DeAndre, der 11 Punkte und 15 Rebounds pro Partie ablieferte, und Chris Paul (erneut All-Star) spielten alle 82 Spiele der Regular Season. Jamal Crawford wurde zum zweiten Mal in Folge Sixth Man of the Year, DJ schaffte es ins All-Defensive 1st Team und Blake und CP3 waren ebenfalls All-NBA 2nd Teamer beziehungsweise 3rd Teamer. Die Clippers Big Three war auf dem Höhepunkt ihrer Zeit. Sie erspielten sich insgesamt 56 Ws was ihnen erneut Heimrecht in den Playoffs bescherte. Dort trafen sie nach 2012 erneut auf die Spurs, die versuchten, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die Clippers schienen in diesem Jahr mit einer anderen Intensität in den Playoffs zu spielen und besiegten die Spurs in einer 7-Game-Series. In den Conference Semis spielten die Clippers gegen die Houston Rockets. Doch ihren Fluch der zweiten Runde konnten sie auch in dieser Saison nicht besiegen. Sie gaben eine Drei zu eins Führung in der Serie noch aus der Hand und wurden abermals ihren Erwartungen nicht gerecht.

Trotz der erneuten Ernüchterung steckte das Front Office der Clippers nicht zurück und erneuerte den Kader erneut. Diesmal wurde jedoch auf verstärkt auf Spieler gesetzt, die über reichlich Playoff Erfahrung verfügten. Somit wurde im Sommer DeAndre Jordan langfristig gebunden, der 38-Jährige vereinte sich erneut mit Doc Rivers, Josh Smith kam aus Houston und Lance Stephenson begann die Saison mit den Clippers wurde aber später für Jeff Green eingetauscht – auf dem Papier reichlich Star-Power.

Lob-City begeisterte wieder mit wilden Plays und faszinierender Athletik. Blake Griffin machte zwar in der Saison 2015/16 nur 35 Spiele, dafür wurde DeAndre Jordan Mitglied des All-NBA 1st Team und Chris Paul spielte eine weitere All-Star Saison und gehört erneut dem All-NBA 2nd Team an. Beide gehörten außerdem zum All-Defensive 1st Team. 53 Siege waren zwar weniger als im Vorjahr, dennoch eine weitere hervorragende Saison, welche für den vierten Platz im starken Westen reichte. Doch die Playoffs blieben nicht die Lieblingsdisziplin der Highlight-Maschinerie. Sie verloren direkt in der ersten Runde gegen Damian Lillards Portland Trailblazers. Der Ablauf aus den Jahren zuvor blieb gleich: starke Regular Season, große Erwartungen, große Enttäuschung.

Spoiler Alert: Auch die letzte Saison der Kombination CP3, Blake und DJ verlief nach dem gleichen Schema. Die fünfte Saison in Folge mit über 50 Siegen (51-31). Verletzungen ließen Blake Griffin und Chris Paul 20 Spiele verpassen, was aber in der ersten All-Star Teilnahme von DeAndre Jordan resultierte. In den Playoffs im Jahr 2017 verlief es wie in den Jahren zuvor. Nach drei Spielen in der ersten Runde mussten sie auf Griffin verletzungsbedingt verzichten. Letztendlich führte eine Playoff Serie der Clips wieder in ein siebtes Spiel, was sie jedoch erneut verloren. Dieses Mal hatte es jedoch Folgen: CP3 wurde in der Offseason zu den Houston Rockets getradet und somit das Kapitel Lob-City beendet.

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Sehr lange Geschichte mit einem sehr kurzen Sinn: Die Clippers wandelten in ihren insgesamt sechs Saisons zusammen kein einziges Mal die Conference Finals erreicht. Dennoch haben sie unter Coach Doc Rivers stets mehr als 50 Siege pro Saison gesammelt. Diese Mannschaft war spektakulär, tief besetzt, gut gecoacht und gespickt mit Stars, hatte also in all den Jahren alles, was es braucht, um erfolgreich in der Post-Season zu sein. Definitiv eine der größten „What-Ifs“ der jüngeren NBA Geschichte. Denn was wäre gewesen, hätten die Clippers in den Playoffs ihr Potenzial ausgeschöpft. Würden dann heute Kawhi Leonard und Paul George für die Franchise auflaufen? Hätte Chris Paul einen Ring oder gleich mehrere? Das einzige, was definitiv bleibt, sind die Highlights, denn die werden jedem NBA Fan für immer im Gedächtnis bleiben.

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