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Run it back? – Miami Heat Offseason

Miami Heat Offseason 2021 - Run it back

Run it back? – Miami Heat Offseason

Die NBA Playoffs bedeuten neben Adrenalin, Superstars, Legacys, Championships, Enttäuschungen, Überraschungen und heißen Diskussionen auch immer noch etwas, wovor sich jeder NBA Fan graut: Die Offseason. In unserer neuen „Run it back?“-Serie möchten wir euch Schritt für Schritt in die spielfreie Zeit begleiten. Dabei beleuchten wir alle 30 Teams und blicken auf deren Status Quo und was dieser für die Draft, die Free Agency, das Coaching, das Front Office und die bereits unter Vertrag stehenden Spieler bedeutet. Als erste Franchise knüpfen wir uns dafür die Miami Heat vor.

Situation der Franchise

Grundsätzlich verfügten die Heat in diesem Jahr über einen Roster, dem sicherlich ein tieferer Playoff-Run zugetraut werden konnte. Zwar stellten sie keinen einzigen All-Star, dafür dürften Bam Adebayo und Jimmy Butler ihre Farben voraussichtlich in einem All-NBA oder All-NBA-Defensive Team vertreten.

Dauerbrenner und Dreipunktespezialist Duncan Robinson sowie der Lefty Scorer Kendrick Nunn und Tyler Herro, der bärenstarke Finals spielte, bestätigten ihre positive Entwicklung. Mit Goran Dragic, Andre Iguodala und im späteren Saisonverlauf auch Trevor Ariza genauso wie Nemanja Bjelica verfügte man über einen starken Mix aus Stars, aufstrebenden jungen Spielern und abgezockten Veteranen als Rollenspieler. Rein von der Kaderzusammenstellung passte es also weitestgehend.

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Außerdem sind die Miami Heat auch keine Franchise die nach Erfolg lechzt. Wie bereits betont standen sie jüngst in den Finals und galten auch seit dem Abgang von LeBron James über die meiste Zeit nicht als Franchise, ohne Perspektive auf Erfolg. Mit Pat Riley und Erik Spoelstra haben zwei absolute Erfolgsgaranten die Zügel in ihren Händen und somit können die Fans trotz des frühen Ausscheidens in der ersten Runde gegen die Milwaukee Bucks mit gutem Gewissen auf die kommende Saison blicken. „Run it back“ klingt mit Hinblick auf die vergangene Saison also nicht unbedingt als abwegig.

Salary Cap

Bezüglich der garantierten Verträge für die kommende Saison sieht man allerdings ein anderes, keineswegs aber fatales Bild. Jimmy Butler, Bam Adebayo, Tyler Herro, Precious Achiuwa, KZ Okpala und Omar Yurseven besitzen für die kommende Saison einen Vertrag.

Hinzu kommen Goran Dragić (knapp 20 Millionen Dollar) und Andre Igoudala (15 Millionen Dollar), bei denen Riley eine Team Option ziehen kann. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass mit Kendrick Nunn, Duncan Robinson, Trevor Arica und Nemanja Bjelica einige der zentralen Akteure die Free Agency testen können. Besonders die Abgänge von Nunn und Robinson würden dabei schmerzen. Entweder nimmt man für sie einiges an Geld in die Hand oder man muss sich damit abfinden, dass sie in der kommenden Saison bei einem anderen Team unterkommen. Robinson äußerte sich zu seiner ersten Free Agency so:

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Bei den Verhandlungen für die kommende Saison wird es interessant sein, was mit Dragić und Iguodala geschieht. Beide sind gestandene NBA Veterane, die versuchen werden im Herbst ihrer Karriere nach einem Ring zu greifen. Beide sind dabei noch Spieler, die jeder Contender zu vergleichsweise kleinem Geld gerne in den eigenen Reihen sehen würde. Zieht man ihre Team Option nicht, schaufelt man knapp 35 Millionen frei, mit denen man wahrscheinlich sowohl Robinson als auch Nunn halten könnte.

Außerdem ist Pat Riley als harter Hund bekannt, der alles für den Erfolg seiner Franchise tut und dabei auch nicht vor drastischen Kaderveränderungen zurückschreckt. Einzig Butler und Adebayo gelten dabei wohl als unverkäuflich. „Run it back“ scheint mit Hinblick auf die Vertragssituation möglich, aber nicht zwangsläufig wahrscheinlich. Eine interessante Offseason steht für die Heat bevor.

Coaching

Nicht viele der 30 NBA Teams können auf ein langfristiges Engagement ihres Head Coaches schauen. Die Heat sind allerdings eines davon. Neben der Depth Chart kommt es bei dem Erfolg einer Franchise auch in besonderer Weise auf das Coaching an – besonders in den Playoffs.

Erik Spoelstra, der in seiner Vergangenheit auch in Deutschland als Spieler aktiv war, gilt ohne Zweifel als einer der besten Coaches der NBA Geschichte. Außerdem ist er auch eines der Aushängeschilder der Heat, denn in seiner 13 Jahre langen Coaching Karriere, war er ausschließlich Teil der Heat Franchise. Als Head Coach hat er fast 60 Prozent (W607/L424) aller Spiele gewonnen. 2019 unterschrieb er einen langfristigen Vertrag und somit wird er wohl auch in Zukunft für den Erfolg der Heatles mitverantwortlich sein, denn es gäbe absolut keinen Grund sich von ihm zu trennen. In dieser Hinsicht also klar: RUN IT BACK!

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Draft

Für die anstehende Draft besitzen die Heatles keinen Pick. Der eigene First-Round Pick wird nach Oklahoma (Good Job, Sam Presti) oder Houston gehen und der Second-Round Pick geht nach Atlanta. Die diesjährige Draftklasse gilt jedoch als besonders stark, weshalb einige Teams nach geeigneten Trades suchen werden.

Eine Verstärkung des Kaders wird also nicht ohne weiteres gelingen können. Völlig ausgeschlossen ist es jedoch nicht das Pat Riley den einen oder anderen Deal einfädeln könnte, falls es ein Prospect gibt, welches ihm und Spoelstra zusagt. Mit Herro, Robinson, Adebayo und Nunn hat man in der jüngeren Vergangenheit ohnehin sehr erfolgreich gedrafted beziehungsweise ungedrafteten Spielern eine Chance gegeben.

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Was können wir erwarten?

In gewisser Weise kann man erwarten, dass Miami in der kommenden Saison mit einem ähnlichen Kader in die neue Saison gehen wird. Andererseits wird es davon abhängen, für welche Spieler man wirklich Geld in die Hand nehmen möchte und wie die Erwartungshaltung von Spielern wie Robinson und Nunn ist. Wichtig wird sein, was man aus den Team Optionen macht und inwiefern in die Draft eingegriffen wird. Vieles kann man mit Gewissheit noch nicht sagen, doch die Heat werden höchstwahrscheinlich erneut um das Heimrecht in der Eastern Conference mitspielen. Wie man Pat Riley kennt wird die Offseason mal wieder eine ereignisreiche. Run it back könnte also zumindest Teilweise das Motto lauten.

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