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2021 NBA All-Star Reservisten – Unsere Picks für den Osten

NBA All-Star Reservisten Eastern Conference

2021 NBA All-Star Reservisten – Unsere Picks für den Osten

Das All-Star Game 2021 stand lange in der Schwebe. Nachdem die NBA zum Start der Saison angekündigt hatte, dass Pandemie bedingt kein All-Star Game stattfinden soll, kam im Januar die Kehrtwende. Das All-Star Game findet statt – auch in diesem Jahr. Trotz Pandemie und trotz kritischer Statements von LeBron James und vielen anderen Stars. Die Sinnhaftigkeit der Veranstaltung soll aber nicht Thema dieses Artikels sein und wurde von uns bereits an anderer Stelle thematisiert. Wir wollen vielmehr All-Star Ehren an die unserer Meinung nach besten Spieler im Westen und Osten verteilen und haben für diesen Beitrag unsere Reservisten für die Eastern Conference gepickt.
Zu unseren Picks für den Westen geht es hier.

Keine großen Überraschungen bei den All-Star Startern

Die NBA All-Star Starter 2021 sind gewählt und wurden in der Nacht von Donnerstag 18.02. auf Freitag 19.02. von der NBA bekannt gegeben. Wirklich große Überraschungen sind bei den Startern nicht dabei. Die beiden größten Aufreger waren sicherlich die Wahl von Luka Doncic vor Damian Lillard im Westen und die Wahl von Kyrie Irving im Osten. Beide Picks sind aber absolut nachvollziehbar, da sowohl Luka als auch Kyrie sehr gute Saisons spielen. Die Starter haben wir in unserer letzten Podcast Folge ausführlich diskutiert.

Unsere NBA All-Star Reservisten

Viel interessanter und ungleich schwieriger ist die Wahl der Reservisten für das diesjährige All-Star Game. Die Reserves werden anders als die Starter nicht von den Spielern, Medienvertretern und den Fans sondern von den Coaches der 30 NBA Teams ausgewählt. Jeder Coach wählt zwei Guards, drei Frontcourt Spieler und zwei Wild Cards aus den Spielern der eigenen Conference, wobei Spieler des eigenen Teams ausgeschlossen sind. Nach der gleichen Systematik haben auch wir unsere Reservisten ausgewählt und ich kann verraten, dass die Wahl nicht leicht gefallen ist und mit der ein oder anderen hitzigen Diskussion einhergegangen ist. Die Anzahl der potentiellen Kandidaten ist wie jedes Jahr extrem groß. Neben einigen No-Brainer-Picks wurde es gegen Ende unsere Ballots deutlich hitziger und es gibt anders als bei den Startern ordentlich Snub Potential. Aber lasst uns nicht mehr lange um den heißen Brei herumreden. Auf geht’s zu den unseren NBA All-Star Reservisten für die Eastern Conference.

NBA All-Star Reservisten – Eastern Conference

Die Eastern Conference ist zwar auch dieses Jahr die schwächere der beiden Conferences, sie ist jedoch nicht weniger knapp als ihr Pendant im Westen. Auch im Osten gibt es mit den Philadelphia 76ers, den neu formierten Brooklyn Nets und den Milwaukee Bucks drei Topteams, die sich etwas vom Rest der Conference absetzen konnten. Dahinter wird es dafür umso enger. Die viertplatzierten Indiana Pacers haben gerade einmal zwei Siege mehr auf dem Konto als die Orlando Magic auf Platz 12. Die Wahl der All-Star Reservisten ist uns im Osten sogar noch etwas schwerer gefallen als im Westen. Aber genug der Worte und rein in unsere Picks.

 


#1 Guard – James Harden

Unser erster Rosterspot auf den Guardpositionen geht an James Harden von den Brooklyn Nets. „The Beard“ hat großen Anteil daran, dass das Projekt „Superteam“ im bisherigen Saisonverlauf ein Erfolg ist. Harden scheint seine Rolle in Brooklyn bereits zu diesem Zeitpunkt in der Saison gefunden zu haben und hat sich im Beisein seiner beiden Co-Stars mehr auf das Orchestrieren der Offense als auf das eigene Scoring verlegt. Dass er das auf elitärem Level kann beweisen seine 11,1 Assists mit denen er die Liga anführt.

Harden gibt seinem Team genau das, was es gerade braucht. Mit KD und Kyrie auf dem Feld ist das meist Playmaking (Usage Rate 18%), ohne sie wird Harden zur Ein-Mann-Scoring-Maschine, die man aus Houston kennt, steigert sein Scoring auf 29,4 Punkte bei einem True Shooting von 69% und 31% Usage Rate. Mit Harden auf dem Feld weisen die Nets ein Offensive Rating von unglaublichen 123,1 Punkten auf und verdrängen damit die Dallas Mavericks aus der letzten Saison von der Spitze der All-Time Offensiven. Für uns ist „The Beard“ ein No-Brainer.

Position: Point Guard / Shooting Guard
All Star Appearances: 8 Mal Allstar (2013-2020)
Stats: 38,4 Minuten | 24,9 Punkte | 8,3 Rebounds | 11,4 Assists


#2 Guard – Jaylen Brown

Als zweiten Guard haben wir uns mit Jaylen Brown für den vielleicht besten two-way Guard der bisherigen Saison entschieden. Brown hat sein Offensivspiel in dieser Spielzeit auf ein neues Level gehoben und legt 25,5 Punkte bei knapp 50% aus dem Feld, 40% von Dowtown und 77% von der Charity Stripe auf. Gleichzeitig hat der Celtic seine Assist Percentage verdoppelt ohne seine Turnover Rate signifikant zu erhöhen.

Während die Celtics mit Problemen zu kämpfen haben hat Jaylen Brown den nächsten Schritt gemacht und übernimmt deutlich mehr offensive Verantwortung. Er spielt viel aggressiver als in seinen bisherigen Saisons und legt folgerichtig Career-Highs beim Zug zum Korb (11,3 Drives) und bei den Freiwurfversuchen (4,8) auf. Ganz nebenbei ist Brown auch noch einer der besten Wing Verteidiger der Liga und hält Boston trotz durchwachsener Saison von Walker und verletzungsbedingten Ausfällen im Mittelfeld der Eastern Conference.

Position: Shooting Guard
All Star Appearances: 0 Mal Allstar (2020)
Stats: 33,7 Minuten | 25,5 Punkte | 5,5 Rebounds | 3,9 Assists


#3 Frontcourt – Jayson Tatum

Den ersten unserer drei Frontcourt Spots bekommt mit Jayson Tatum ein weiterer Boston Celtic. Die Entwicklung von Tatum in dieser Saison ist nicht so rasant, wie bei seinem Konterpart Jaylen Brown. Tatum fehlte im Januar fünf Spiele nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hat und klagt nach eigenen Aussagen von letzter Woche noch immer über diverse Nachwehen der Erkrankung. Trotzdem legt Tatum Karrierebestwerte bei Punkten, Rebounds und Assists auf, bei fast identischen Wurfquoten, wie in der Vorsaison.

Seine Statline von 26-7,1-4,6 bringt den immer noch erst 22 jährigen in eine illustre Gesellschaft um LeBron, Kareem, Oscar, T-Mac und Luka. Zusammen mit Jaylen Brown ist er das sichere Fundament, dass sich fast jede andere Franchise auch wünschen würde und auf das die Celtics auch in schwierigen Zeiten bauen können.

Position: Small Forward
All Star Appearances: 1 Mal All-Star (2020)
Stats: 35,5 Minuten | 26 Punkte | 7,1 Rebounds | 4,6 Assists


#4 Frontcourt – Julius Randle

Damit kommen wir zu einer der positivsten Entwicklungen der bisherigen Spielzeit. Vor der Saison hätte wohl keiner darauf gewettet, dass Julius Randle ein All-Star werden wird. Randle hat zwar bereits in seiner ersten Saison in New York gute Zahlen aufgelegt, er war aber trotzdem weit davon entfernt die erste Option eines Playoffteams zu sein und wäre noch vor wenigen Monaten von vielen Knicksfans liebend gern für einige gute Draftpicks verschifft worden. Eine intensive Offseason mit seinem Jugendcoach und einen neuen Headcoach später führt Julius Randle die Knicks zur besten Saison seit 2012/13.

Randle kam mit einem stark verbesserten Wurf in die Saison und legt 48% aus dem Feld, 41% von Downtown und 81% von der Freiwurflinie auf (alles Karrierebestwerte). Sein verlässlicher Wurf eröffnet ihm zahlreiche neue Angriffsoptionen und macht ihn zu einer offensiven Pest. Steht der Verteidiger zu weit weg bestraft Randle das mit dem Jumper, verteidigt man ihn eng findet er durch seine Physis den Weg zum Korb. Darüber hinaus findet Randle auch seine Mitspieler so gut, wie nie zuvor (5,5 Assists) und spielt physische Defense beim drittbesten Defensivteam der Liga. Alles in allem ist Randle trotz der vielversprechenden Talente R.J. Barrett und Immanuel Quickley der Hauptgrund, dass die Knickerbockers sich berechtigte Hoffnungen auf die erste Playoffteilnahme seit acht Jahren machen können.

Position: Power Forward / Center
All Star Appearances: 0 Mal All-Star
Stats: 36,8 Minuten | 23,2 Punkte | 11 Rebounds | 5,5 Assists |


#5 Frontcourt – Domantas Sabonis

Domantas Sabonis ist der Dreh- und Angelpunkt  in der Offensive der Indiana Pacers. Er ist hinter Nikola Jokic der Spieler mit den meisten Ballberührungen pro Spiel und spielt die meisten Pässe der gesamten Liga. Die vielen Touches nutzt der Litauer eindrucksvoll und legt nach seiner All-Star Nominierung im letzten Jahr in dieser Saison nochmals bessere Zahlen auf. 21,5 Punkte und 5,7 Assists sind Karrierebestwerte für Sabonis, dazu kommen 11,6 Rebounds pro Partie.

Die immer häufigeren Doubleteams bestraft Sabonis konsequent, indem er beispielsweise Myles Turner immer wieder am Ring findet. Der Litauer hat nach seiner letzten All-Star Saison nochmals einen Schritt nach vorne gemacht und ist der Hauptgrund, dass Indiana trotz des Abgangs von Oladipo auf Platz vier im Osten steht.

 

Position: Center
All Star Appearances: 0 Mal All-Star
Stats: 36,4 Minuten | 21,5 Punkte | 11,6 Rebounds | 5,7 Assists


#6 Wildcard – Ben Simmons

Unsere erste Wildcard geht an Ben Simmons, den wir sogar in unsere All-Star Starting Five im Osten gewählt haben. In der Verteidigung gehört Simmons schon seit langem zum Besten, was die NBA zu bieten hat und kann von der eins bis zur fünf alles verteidigen. Sein Scoring ist über die bisherige Saison mit 15,7 Punkten leicht schlechter als im Vorjahr (16,4). Der Trend in der Offensive zeigt aber nicht erst seit seinem 42 Punkte Monster-Spiel gegen Utah, immerhin die zweitbeste Defense der Liga mit dem besten Verteidiger der Liga, nach oben.

 

In den letzten sieben Spielen legt Simmons 21,3

Punkte, 8,3 Rebounds, 8,1 Assists und 2 Steals auf. Simmons hat nach eigener Aussage in den letzten Wochen an seiner Mentalität gearbeitet und versteht immer besser, was er tun muss, damit sein Team erfolgreich ist. Sicherlich hat auch der neue Philly Coach Doc Rivers seinen Anteil an der zunehmenden offensiven Durchschlagskraft seines Stars. Simmons wird vermehrt als Screener und Rollman eingesetzt und nimmt so auch Off Ball positiv Einfluss auf das Spiel. Neben Embiid ist Simmons der Hauptgrund dafür, dass die 76ers an der Spitze der Eastern Conference stehen.

Position: Point Guard
All Star Appearances: 2 Mal All-Star (2019 & 2020)
Stats: 33,6 Minuten | 15,7 Punkte | 8,3 Rebounds | 7,9 Assists | 2,5 Stocks


#7 Wildcard – Zach LaVine

Zach LaVine legt derzeit 28,9 Punkte, 5,4 Rebounds und 5,1 Assists pro Spiel auf. Nur 20 Spieler in NBA History konnten eine solche Statline über die gesamte Saison erzielen. Zwölf dieser Spieler sind bereits in der Hall of Fame, sechs weitere (LeBron, Curry, Harden, Durant, Wade & Westbrook) werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls aufgenommen werden sobald sie notwendigen Formalien erfüllen. Die beiden verbleibenden Spieler sind ein zweimaliger MVP (Giannis) und der vermutlich beste junge Spieler seit Lebron James (Luka). Keine schlechte Gesellschaft in der sich LaVine bewegt. Der Kreis ist euch noch nicht exklusiv genug? Wie wär’s mit Spielern, die in dieser Saison eine Usage Rate über 30 Prozent aufweisen, mindestens 55 Prozent Fieldgoals, 40 Prozent Dreier und 80 Prozent Freiwürfe treffen. Wir präsentieren: Kevin Durant, Steph Curry & Zach LaVine.

Ja, LaVine ist trotz seiner überragenden Athletik kein guter Verteidiger und auch kein elitärer Playmaker. Dafür scort kein anderer Spieler mehr Punkte im letzten Viertel im Schnitt und auch keiner legt mehr Clutch-Points auf als LaVine. Seine durchaus vorhandenen Schwächen gleicht Zach LaVine in dieser Saison mit einer unglaublichen offensiven Potenz aus, die außer ihm nur eine Handvoll anderer Spieler hat. All diese Spieler werden beim All-Star Game dabei sein – LaVine unserer Meinung nach auch!

Position: Shooting Guard
All Star Appearances: 0 Mal All-Star
Stats: 35,7 Minuten | 28,9 Punkte | 5,4 Rebounds | 5,1 Assists


Snubs im Osten

Hinter der Starting Five gibt es lediglich sieben Reservisten Spots und auch in diesem Jahr haben es einige Stars nicht in unsere All-Star Teams geschafft. Die größten Snubs haben wir kurz für euch zusammengefasst.

Trae Young: Trae ist sicherlich der härteste Snub im Osten. Er liegt auf dem zehnten Platz im Scoring, spielt die drittmeisten Assists, hat eine True Shooting Rate von knapp 60% bei einer Usage Rate von 32,4% (Platz 5). Trotz allem spielen die Hawks eine enttäuschende Saison, die man in Teilen auch Young zuschreiben muss.

Khris Middleton: Middleton spielt aktuell eine 50-40-90 Saison und ist klar die zweite Option hinter Giannis. Er hat seine Assistzahlen nach oben geschraubt, dafür scort er etwas weniger und holt weniger Rebounds als in der Vorsaison.

Bam Adebayo: Bam ist die Konstante in der Corona geplagten Saison der Heat. Er hat sein Scoring stark verbessert, trifft 80% in Ringnähe, 40% seiner Jumper, 85% Freiwürfe bei sechs Versuchen und hält die Offense zudem mit seinem Passing am Laufen (beste Assist-Rate aller Bigs nach Jokic). Dazu verteidigt er alles von der eins bis zur fünf. Nur sind bisher nicht viele Siege herausgesprungen…

Nikola Vucevic: Spielt eine statistisch überragende Saison mit 24,1 Punkten und 11,6 Rebounds bei einem schlechten Team.

Jeremi Grant: Grant ist aktuell sicherlich der Favorit auf den Most Improved Player. Er beweist, dass er eine veritable Nummer eins Option sein kann und dass die Pistons ihm in der Offseason zurecht einen dicken Vertrag gegeben haben.

Fred van Fleet: Fredderick Edmund van Fleet war ein Lichtblick in der frühen problembehafteten Saison der Raptors. Mittlerweile ist er zusammen mit Siakam der Grund für den Aufschwung der Kanadier. Er ist achter bei den verwandelten Dreiern, zehnter bei den Assists, führt die Liga bei Steals an und legte 54 Punkte in einem Spiel auf. Trotzdem haben andere Guards noch die Nase vorn.

 

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