Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on linkedin

 NBA Finals 2021 – Bucks sind Champion

NBA Finals 2021 - Bucks vs. Suns Game 6

NBA Finals 2021 – Bucks sind Champion

Die Milwaukee Bucks sind NBA Champions 2021! Nach 6 intensiven Spielen setzten sich die Milwaukee Bucks gegen die Phoenix Suns durch und dürfen sich, nach 50 Jahren, wieder als NBA Champion feiern lassen. Mit einem 105-98 Sieg behauptete sich das Team aus Wisconsin. Die Suns haben alles gegeben, doch letztendlich hat es für den Titel nicht gereicht. Die Suns können trotzdem auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und mächtig stolz auf sich sein.

Mit dem heutigen Sieg gelang es den Bucks nicht nur die NBA Championship an sich zu reißen, nein mit dem heutigen Spiel kommt die NBA Saison 2020/21 zum Ende und die Offseason wird eingeläutet.

Für die Suns reicht es nicht

Nach dem verlorenen Heimspiel in Game 5 und einem 2-3 Rückstand, standen die Suns mit dem Rücken zur Wand. Game 6 musste also gewonnen werden, allerdings versprach diese Aufgabe, im gegnerischen Firserv Forum, schwierig zu werden.

Und so starteten die Suns mit vielen Fehlwürfen und Turnovern ins Spiel. Die Nervosität war den Suns förmlich anzusehen, doch was auf offensiver Seite nicht gelang, funktionierte in der Defense umso mehr. Phoenix forcierte immer wieder schwierige Würfe und Ballverluste bei den Hausherren, womit es ihnen gelang, trotz eines schlechten Starts, im Spiel zu bleiben. Doch das hielt nicht lange an, denn die Bucks beendeten das 1. Viertel stark und gingen mit einer 29:16 Führung in die erste Viertelpause.

Im 2. Viertel steigerten sich die Suns auf beeindruckende Art und Weise. Sie drehten einen 13 Punkte Rückstand zu einer 5 Punkte Führung bis zur Halbzeit, da sie neben einer starken Defensive (1-12 FG´s Bucks zwischenzeitlich) nun auch eine bessere Offensive auf das Parkett brachten.

Chris Paul kam besser in das Spiel hinein, da er immer wieder an seine geliebten Midrange Spots kam und die Bucks es nicht zu verteidigen wussten. Doch Hauptverantwortlicher für den Suns Run war Bankspieler Cameron Payne, der mit einigen schwierigen Würfen Phoenix im Spiel hielt. Viele Aspekte im Spiel der Suns wurden besser und somit gingen sie mit einer 47:42 Führung und der Hoffnung, das Spiel für sich zu entscheiden und ein Game 7 in Phoenix zu erzwingen, in die Halbzeit.

Zum Start der zweiten Halbzeit ging es für die Suns darum die knappe Führung zu verteidigen und eventuell mit einem eigenen Run auszubauen. Doch von der Big 3 von Phoenix war nicht viel zu sehen. Booker scorte gerade einmal 4 Punkte, DeAndre Ayton hatte enormen Struggle den Basketball durch die Reuse zu bringen, lediglich Paul sorgte mit einigen guten Aktionen dafür, dass die Suns im Spiel blieben.

Im Verlauf des dritten Viertels wurde deutlich, dass es auf ein knappes Spiel hinauslaufen würde. Booker spielte wesentlich besser und auch Ayton gelang es ein paar Buckets einzustreuen.

Doch alle Bemühungen schienen nicht genug zu sein, denn zu Beginn des 4. Viertels zogen die Bucks, aufgrund eines überragenden Giannis Antetokoumnpo, davon, was vor allem an DeAndre Aytons enormen Foulproblemen lag. Die Bucks zogen in der entscheidenden Phase des Spiels davon, womit die Franchise aus Arizona gebrochen war. Die Würfe der Suns vielen nicht mehr und sie mussten sich mit der Finalniederlage abfinden. Trotzalledem legten die Suns eine phänomenale Saison hin. Mit ihnen wird auch im nächsten Jahr zu rechnen sein.

Booker und Ayton kein Faktor

Neben Chris Paul bilden Suns Stars Devin Booker und DeAndre Ayton das dynamische Trio der Franchise. CP3 legte mit 26 Punkten und 11-19 aus dem Feld eine gute Vorstellung hin, doch die anderen beiden Stars bekleckerten sich in der heutigen Nacht nicht gerade mit Ruhm.

Booker erzielte 19 Punkte, bei schlechten Quoten aus dem Feld (8-22) und von der Dreierlinie (0-7). Während des gesamten Spiels fand der Playoff Debütant nicht ins Spiel, was auch mit der starken Defensive von Giannis und Holiday zu tun hatte. Auf offensiver Seite ineffektiv, auf defensiver Seite ziemlich angreifbar. Nicht gerade sein bester Abend in diesen Finals.

Auch Ayton wies heute Nacht eklatante Schwächen in seinem Spiel auf. DA ist nicht gerade ein Spieler, der sich seinen Wurf selbst erarbeiten kann, weshalb er auf darauf setzen muss, dass für ihn in der Zone kreiert wird. Diese verhältnismäßig einfachen Würfe brachte der aufstrebende Center heute Nacht aber kaum im Korb unter. Ihm gelang lediglich 12 Punkte, bei 4-12 aus dem Feld, zusammen mit 6 Rebounds. Dazu war er nicht in der Lage Giannis das Leben schwer zu machen. Aufgrund großer Foul Probleme, vor allem im 3. Viertel, musste Ayton vom Feld genommen werden und konnte somit keinen Impact mehr auf das Spiel liefern.

Milwaukee „you did it“!

Die Bucks können sich nach 50 Jahren wieder einmal als NBA Champion feiern lassen. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ein ständiges auf und ab, so kann man wohl die Postseason der Bucks beschreiben.

Und auch in Game 6 zeichnete sich genau dieses Bild ab. Trotz der hohen Führung Milwaukees nach dem 1. Viertel, konnte man keinesfalls von einer guten Leistung sprechen. Schon im 1. Viertel leisteten sich die Bucks viel zu viele Turnover und erspielten sich schlechte Würfe, die natürlich auch nicht fielen. Irgendwie gelang es ihnen trotzdem eine 13 Punkte Führung herauszuspielen und mit einer guten Ausgangsposition ins 2. Viertel zu gehen.

Doch es wurde vom spielerischen Aspekt nicht unbedingt besser, im Gegenteil, die Bucks trafen zwischenzeitlich lediglich 1-12 aus dem Feld. Sie verspielten ihre Führung und es machte sich Angst auf den Rängen und vor der Arena im ‚Deer District‘ breit. Das Schlimmste konnte jedoch abgewendet werden, sodass der Rückstand zur Halbzeit nur bei 5 Punkten lag.

Nach der Halbzeitpause wendete sich das Blatt. Die Bucks kamen gut aus der Kabine und konnten den Rückstand schnell wieder aufholen. Vor allem der „Greek Freak“ sorgte immer wieder mit  Drives zum Basket für eine hohe Intensität bei den Bucks. Er ging, stellvertretend für seine Aggressivität, insgesamt 19 mal an die Freiwurflinie, wovon er ungewohnt starke 17 Versuche traf.

Und diese Aggressivität färbte sich auch auf den Rest der Mannschaft ab. Jrue Holiday, der mal wieder eine miserables Shooting Game erwischte (12 Punkte, bei 4-19 FG´s und 2-7 3er), wusste vor allem auf defensiver Seite zu glänzen. Er hielt Suns Star Devin Booker bei nur 19 Punkten, mit schlechten Quoten und ließ dem Scorer kaum Luft zum atmen. Auch Brook Lopez hielt sich in Erinnerung 😉

Aufgrund der gesteigerten Intensität und einem überragenden Antetokounmpo schlossen die Bucks die Lücke von 5 Punkten. Und im 4. Viertel übernahmen die Bucks vollständig das Ruder und zerrissen die Championship Hoffnungen der Suns in Einzelteile.

Giannis schaltete in den absoluten GOAT Modus, zog Freiwürfe, verwandelte seine Würfe und blockte gegnerische Würfe. Eine All Time Great Performance des Griechen bekamen wir zu sehen. Giannis und ein engagiertes Bucks Team ließen nichts anbrennen und zerstörten jegliche Suns Hoffnungen. Die Milwaukee Bucks gewannen Game 6 mit 105:98 gegen die Phoenix Suns und sicherten sich den ersten NBA Titel seit 50 Jahren.

Giannis wird Finals MVP

Giannis Antetokounmpo, der schon seit Jahren für seine Playoff Leistungen in die Kritik genommen wurde, hat in dieser Postseason allen gezeigt, dass er in der Lage ist sein Team zu Erfolgen zu führen. Er setzte sich gegen den Rivalen aus Miami durch, durchlebte eine dramatische Serie gegen Brooklyn und siegte gegen ein junges und aufstrebendes Hawks Team.

Und jetzt eliminierte er die Phoenix Suns mit 4-2 und erhielt vollkommen zurecht den Bill Russell MVP Finals Award. Der Greek Freak averagete während der kompletten Finals unglaubliche 35,2 Punkte, 13,2 Rebounds und 5 Assists, bei 61,8% aus dem Feld, keiner verdient den Titel mehr als der Grieche.

Diese Statistiken sind noch beeindruckender, wenn man sich überlegt, dass Giannis vor fast 3 Wochen eine Verletzung erlitt, die bei fast jedem das Saison Ende bedeutet. Aber nicht bei Giannis! Er spielte eine fantastische Finalserie, war der emotionale Leader des Teams und die unangefochtene erste Scoring Option der Milwaukee Bucks. Giannis ist am Ziel seiner Träume angekommen und hat Milwaukee den versprochenen Titel geschenkt.

Man kann ihn und den Bucks nur zum Titel gratulieren, sie haben es sich absolut verdient.

Lust auf mehr NBA Content? Folge uns auf Twitter und Instagram!

Ähnliche Artikel

The Vibes Magazine NBA Podcast

neue Folge jeden Freitag