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NBA Finals 2021 – Preview Bucks vs. Suns

NBA Finals 2021

NBA Finals 2021 – Preview Bucks vs. Suns

Es ist angerichtet. Der Moment auf den weltweit hunderte Millionen von Basketballfans hinfiebern, auf den sich die Contender-Teams, und solche, die es mal werden wollen (Grüße an die Utah Jazz) das ganze Jahr vorbereiten, ist gekommen.

Nach einer Postseason, die – wie schon im letzten Jahr – war wie keine andere, stehen sich in den Endspielen nun die Milwaukee Bucks und die Phoenix Suns gegenüber. Für die Suns ist es die erste Teilnahme seitdem Charles Barkley 1993 Michael Jordan und die Unbeatabulls herausforderte. Für die Bucks ist es sogar der erste Auftritt seit 1974, als noch ein gewisser Kareem Abdul-Jabbar die Liga mit seinem patentierten Skyhook das Fürchten lehrte.

Kann das Team von Coach Mike Budenholzer den letzten Schritt gehen und den Ruf des Playoff-Versagers final ad adcta legen oder besteigen die Mannen aus der Wüste um Point God Chris Paul den Basketball-Olymp?

Start der Serie: Mittwoch, 07.07. 03:00 Uhr
Serienstand: 0-0

No Giannis, no problem?

Der Weg der Bucks in die NBA Finals 2021 war bei weitem kein leichter. Wer zuerst trotz 2-3 Rückstand und nicht vorhandenem Heimvorteil das talentierteste Team der Liga ausschaltet und dann ohne den besten Spieler souverän in den Conference Finals von 2-2 auf 4-2 stellt, hat sich den Big Dance zweifelsohne verdient.

Khris Middleton, der in den vergangenen Jahren in den Playoffs regelmäßig untertauchte, liefert endlich auch auf der großen Bühne ab. In den besagten Spielen 5 und 6 ohne Giannis, legte Khash Money im Schnitt 29 Punkte, 8,5 Bretter, 7,5 Assistenten und 2,5 Ballgewinne auf – und das bei hervorragenden Quoten aus dem Feld und von der Dreierlinie.

Ein weiterer Grund für das Weiterkommen im Vergleich zu den Runs der letzten Jahre war die erstmals präsente dritte Option im Spiel der Junghirsche. Jrue Holiday büßte zwar im Vergleich zur regulären Saison enorm an Effizienz ein und schloss in den Playoffs aus allen drei Kategorien fast 10% schlechter ab, trotzdem waren seine fast 18 Punkte und 8 Assists in Kombination mit überragender Verteidigung etwas, was es bisher in Milwaukee nicht gegeben hatte. Auch auf Holiday war in Abwesenheit des zweifachen MVPs Verlass, was sich in 26 Punkten, 7,5 Rebounds und 11 Assists über die beiden entscheidenden Spiel der Serie gegen die Hawks spiegelt.

Star Player der Bucks

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Wer sich das obige Video angeschaut hat (wir verstehen, wenn ihr das nicht tut, Giannis Verletzung sieht echt übel aus), kann kaum glauben, dass für den Hauptprotagonisten sogar ein Einsatz in einem möglichen Spiel 7 der Conference Finals keine Woche nach der Verletzung im Raum stand.

The Greek Freak macht seinem Gummimensch-Körper mal wieder alle Ehre. Was für 99% der Menschheit wahrscheinlich in der Sportinvalidität geendet wäre, war für den Griechen zwar sichtlich schmerzhaft, aber führte nicht einmal zu einer strukturellen Verletzung im Knie.

Trotzdem liegt vor allem zu Beginn der Serie ein Augenmerk darauf wie fit Giannis wirklich an den Start gehen wird. Für den Griechen,  der weiterhin extrem von seiner Athletik lebt, sind Mobilität und Agilität nun mal die wichtigsten Faktoren im Hinblick auf seinen Impact auf die Serie. Spannend zu beobachten, wird auch wie Antetokoumnpo sich wieder in das Spiel der Bucks einreiht. Überlässt er den gut aufgelegten Middleton und Holiday einige Abschlüsse mehr als vor seiner Verletzung oder mutet er den Fans aus Milwaukee seinen ineffizienten Jumper zu?

Was spricht für die Bucks?

Die Männer aus der Bierstadt haben einen deutlich größeren Erfahrungsschatz als ihre Gegenüber vorzuweisen. Dieses Jahr könnte das Jahr sein, in dem die Bucks ihren Turnaround vom schlechtesten Team der NBA in 2013/14 zum potentiellen Champion abschließen. Die beiden einzigen verbleibenden Spieler: Giannis und Khris Middleton.

Auf diese beiden wird es auch in den Finals ankommen. In den vergangenen Jahren noch im Fokus der Kritik, blicken die beiden besten Spieler der Bucks auf eine starke Postseason zurück und sind im 1-1 kaum zu verteidigen. Dazu können sie auch den besten Scorer der Suns in Devin Booker ordentlich zusetzen, wobei diese Aufgabe mitunter auch P.J. Tucker zugewiesen sein wird.

Der Run der Suns – Sind wir schon da?

Der amtierende Champion um den besten Spieler aller Zeiten, das Team des amtierenden MVPs und die auch mit gehörig Championship-Erfahrung bestückten Clippers. So lauten die Opfer der Cinderella-Story der Phoenix Suns in den NBA Playoffs 2021. Wer dies vor Beginn der letztjährigen Bubble und sicher auch noch danach vorhergesagt hätte, wäre für verrückt erklärt worden.

Nachdem die Suns einen 2-0 Vorsprung gegen die Clippers verspielten und es schon so aussah, als würde sie ihre fehlende Erfahrung noch doch einholen, übernahm Chris Paul die Serie und führte sich und sein Team ins Finale.

Für den Point God, der eine lange Geschichte von bitter geendeten Postseasons hinter sich hat, ist es der erste Auftritt in den Finals. Und redlicher verdient kann ein Auftritt kaum sein. 41/4/8 legte CP3 im Closeout-Game 6 gegen die bissige Defense von Patrick Beverley auf und riss das Spiel in der kritischen Phase Anfang des vierten Viertels mit einem persönlichen 8:0-Run an sich. Seinen Scoring-Outburst, der auch den schwachen Wurfabend von Devin Booker kaschierte (10-27 FG, 1-7 3PT), konnten die Clippers nicht mehr kontern. Mit den Suns steht nun ein Team im Finale, was vor zwei Jahren noch als Lachnummer der NBA galt.

Star Player der Suns

Der Star ist das Team. Tatsächlich ist es kaum auszumachen, wer bei den Suns das Label Star Player verdient hat. Sicher, schaut man sich allein das Scoring an, ist es Devin Booker. Der hört allerdings genau hin, wenn Chris Paul in der Auszeit redet. CP3 ist der unangefochtene Leader des Teams, das sich auch auf einen riesigen Entwicklungssprung von Deandre Ayton verlassen kann.

Abgerundet von Rollenspielern, die aktuell über sich hinauswachsen aber auch schon das ganze Jahr über performen, wie Cameron Payne, Torrey Craig oder Cam Johnson sowie Veteranen mit Finals-Erfahrung wie Jay Crowder, wirken die Sonnen nicht wie ein Team, das zum ersten Mal mit diesem Grundgerüst in den Playoffs steht.

Rechnet man das exzellente Coaching von Monty Williams hinzu, der in jeder Situation die Ruhe bewahrt und trotz seiner tragischen Geschichte bedingungslose Positivität ausstrahlt, erhält man ein Team, das gegen alle Voraussagen ein gehöriges Wörtchen um die Meisterschaft in der besten Liga der Welt mitzureden hat.

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Darum werden die Suns NBA Champ 2021

Suns in Four! Auch, wenn schon viel passieren müsste, damit der berühmt gewordene Ausspruch eines mutigen Phoenix-Fans auch in den Finals Realität wird, so spiegelt er doch genau das Gefühl wieder, das die Franchise aus dem Wüstentstaat über die gesamten Playoffs vermittelt. Denn sind wir mal ehrlich, 2-Seed und reihenweise Statement Wins in der regulären Saison hin oder her. Daran geglaubt, dass wir die Suns in den Finals sehen, hat wahrscheinlich kaum jemand.

Auch im Finale kann man sie trotz Heimvorteils getrost als Underdog bezeichnen. Aber die Eingespieltheit, die Varianz an offensiven Waffen und die Art und Weise mit der sich die Suns seit Beginn der letztjährigen Bubble als Einheit präsentieren, machen sie zu einem unangenehmen Gegner für die Bucks.

Der Druck des Gewinnen-Müssens lastet zu einem großen Teil auf Milwaukee. Die Suns können weiter auf ihrer Euphorie-Welle reiten. Dazu können sie im Vergleich zu ihrem Gegner gesundheitlich aus dem Vollen schöpfen. Monty Williams spielte fast ausschließlich mit zehn Mann, sodass jedem Starter immer wieder Pausen zugutekamen.

Key Matchup – Brook Lopez vs. Deandre Ayton

Die Phoenix Suns lieben das Pick and Roll. Kaum ein Team verlässt sich in der Offensive so häufig auf den am meisten genutzten Spielzug im Basketball. Und das hat auch gute Gründe. Mit Chris Paul verfügt man über einen der besten Pick and Roll-Ballhandler aller Zeiten. Dazu kommt mit Deandre Ayton einer der effektivsten Role-Man der NBA.

Und hier wird es im Hinblick auf unser Matchup interessant. Bleiben die Bucks bei Ihrer Drop-Coverage, bei der Brook Lopez als Verteidiger in die Zone absinkt, öffnen sich Räume für Chris Paul, der einen großen Teil seiner Effizienz in diesem Spielzug aus dem Fakt zieht, dass er seit 16 Jahren zu den besten Werfern aus der Mitteldistanz zählt.

Switchen die Bucks, verlieren sie ihre Rim-Protection und Brook Lopez verteidigt dort, wo er es am wenigsten mag – an der Dreierlinie. Ein aggressives Trappen von Paul kommt scheinbar auch nicht in Frage, da Ayton dann einen großen Größenvorteil gegenüber dem ihn aufnehmenden Verteidiger hätte.

Beide Center sind gute Offensiv-Rebounder. Wer den anderen öfter davon abhalten kann, seinem Team eine zweite Chance zu erarbeiten, könnte zum entscheidenden Vorteil im Hinblick um den Kampf seiner Mannschaft im Kampf um einen Platz im Basketball-Olymp geben.

Unsere Prognose – Suns in 6!

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