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NBA First Quarter Awards

NBA First Quarter Awards

NBA First Quarter Awards

Mittlerweile ist ein Viertel der NBA Saison 2020/2021  Geschichte. Jedes Team hat mindestens 17 Spiele gespielt (Wizards & Grizzlies Corona bedingt weniger) und es wird Zeit die bisherigen Storylines der NBA etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und unsere NBA First Quarter Awards zu vergeben. Trotz der mittlerweile ordentlichen Samplesize sind wir natürlich immer noch recht früh in der Saison. Manche Teams haben sich in der neuen Saison noch nicht gefunden und spielen unter dem erwarteten Niveau, andere sind von Ausfällen aufgrund des Coronavirus betroffen. Trotz dieser äußeren Einflüsse zeichnen sich einige Trends im Rennen um die  individuellen Trophäen ab und die Contender stechen langsam aber sicher aus der grauen Masse der Teams hervor. Bei der Vergabe der Awards konzentrieren wir uns rein auf die bisherige Performance der einzelnen Protagonisten. Etwaige Prognosen für den restlichen Verlauf der Saison blenden wir aus. Und damit rein in der Vergabe unserer NBA First Quarter Awards.
Let’s go!

 

Bestes Team

Vor den Spielen gegen die Philadelphia 76ers und die Detroit Pistons wäre an dieser Steller sicherlich der amtierender Champion aus Los Angeles gestanden. Nachdem die Lakers aber zwei Spiele in Folge verloren und damit nur noch den drittbesten Record im Westen haben, fällt unsere Wahl für das beste Team der bisherigen Saison auf die Utah Jazz.

Für den ein oder anderen kommt diese Wahl vermutlich überraschend aber die Jazz sind nach ihren Startschwierigkeiten das mit Abstand heißeste Team der Liga. 11 Siegen in Folge und die beste Bilanz der NBA stehen nach einem Viertel der Saison als Arbeitsnachweis im Zeugnis der Mannschaft von Headcoach Quin Snyder. Donovan Mitchel spielt auf Superstar Niveau, Mike Conley ist in Utah angekommen und ist der legitime Co-Star, dazu verankert Rudy Gobert die Defense und bringt die Jazz auf Platz drei im Defensive Rating. An die starke Defensive hat man sich in Utah fast schon gewöhnt. Überraschender ist die Leistung am anderen Ende des Feldes. Neben den bereits erwähnten Mitchell und Conley spielen auch die Rollenspieler ziemlich gut. Ingles und Bogdanovic schießen von Außen die Lichter aus, Derrick Favors ist ein guter Backup für Gobert und von der Bank kommt Mikrowelle Jordan Clarkson und hält das Scoring am Laufen.

Bis hierhin spielen die Jazz eine verdammt starke Saison. Ob sie dieses Niveau über eine gesamte Saison und darüber hinaus auch in den Playoffs halten können, darf aber aufgrund einiger Fragezeichen, wie z.B. der fehlenden Tiefe durchaus bezweifelt werden. Wir sehen am Ende immer noch die Lakers an der Spitze.

Unseren ausführlichen Artikel zum Höhenflug der Utah Jazz gibt es hier.

Runner up:

Wie bereits erwähnt würden die Lakers ohne die zwei Niederlagen an erster Stelle stehen. Der amtierender Champion hat das beste Duo der Liga und dahinter ein extrem gut funktionierendes Team, das tendenziell gegenüber der letzten Saison noch einmal stärker geworden ist.
Die 76ers haben mit ihrem neuen Coach Doc Rivers und einem Joel Embiid auf MVP Niveau definitiv auch einen Case für das bisher beste Team. Der einfache Spielplan und die schlechtere Bilanz gegenüber den Jazz gaben letztlich den Ausschlag zu Ungunsten der 76ers.
Etwas unter dem Radar haben sich die Clippers den zweitbesten Record der laufenden Saison erspielt. Im direkten Duell hatten aber auch hier die Jazz die Nase vorn.

 

MVP

Damit kommen wir zum vielleicht spannendsten aber mit Sicherheit meist diskutierten Award, dem MVP der bisherigen Saison. Mit Joel Embiid und Lebron James liefern sich zwei Spieler ein Kopf-an-Kopf um den Titel als wertvollster Spieler des ersten Saisonviertels.

NBA First Quarter Awards MVP

Wir haben uns für den Process aus Philly entschieden.
Joel Embiid sieht in dieser Saison endlich aus, wie der Spieler, den viele schon lange in ihm sehen. Es hat viereinhalb Jahre gedauert, aber dieses Jahr ist der Big Man tatsächlich zu der Naturgewalt geworden vor der sich die NBA schon in der Draft-Nacht gefürchtet hat. Embiid dominiert an beiden Endes des Feldes, legt 27,7 Punkte, 11,1 Rebounds und 2,6 Blocks-plus-Steals auf und hievt Philly mit diesen Leistungen auf den ersten Platz im Osten.

Der Big Man hat durch die Edelschützen Seth Curry (50,9 % von Downtown), Danny Green (37,1 %) und Tobias Harris (46,1 %), der endlich seinen Wurf von draußen wieder gefunden hat, Platz, um in der Zone zu dominieren.
Und das tut er auch. „The Process“ ist von einem einzelnen Verteidiger nicht zu stoppen. Er legt im Post-Up elitäre 1,11 Punkte pro Ballbesitz auf, geht 11 Mal pro Spiel an die Freiwurflinie und trifft 83,4 Prozent. Seine effektive Wurfquote liegt mit 58,3 Prozent fast sieben Prozent höher als in seiner bisherigen Karriere.  Embiid zieht die Aufmerksamkeit der Verteidigung wie kaum ein anderer Spieler auf sich. Das wiederum hilft seinen Mitspielern und verschafft diesen Freiräume, die sie zu nutzen wissen. Auch von der Dreierlinie läuft es für den Mann aus Kamerun, was vor allem an seiner Shot Selection liegt. Embiid nimmt kaum noch schlechte Dreier und das tut seiner Quote extrem gut. Er nimmt zwar mit nur drei Dreiern die wenigsten in seiner Karriere, trifft diese dafür mit 40 Prozent aber um fast sieben Prozent besser als im letzten Jahr.

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Trotz der offensiven Last verankert Embiid auch die Defense der 76ers. Die Gegner schießen mit Embiid auf dem Platz unter Liga Durchschnitt von jeder Position auf dem Feld. Die Flügelverteidiger der Sixers können mit Embiid im Rücken deutlich enger an ihren Gegenspielern stehen. Schafft es ein Gegner zum Ring scort er dort mit nur  52,1 Prozent. Mit Embiid auf dem Feld scoren Phillys Gegner 3,5 Punkte weniger, noch beeindruckender ist sein offensiver Einfluss. Mit ihm auf dem Feld sind die 76ers ganze 15 Punkte besser. Es ist daher wenig verwunderlich, dass die Sixers mit Embiid bei 13-2 stehen und ohne ihn bei 0-4.

Embiids Einstellung hat sich in dieser Saison geändert. Er wirkt insgesamt erwachsener und deutlich professioneller. Ein Joel Embiid, der sich nur auf das Sportliche konzentriert, ist ein Problem für die gesamte NBA und hat sich den First Quarter MVP-Titel redlich verdient.

Runner up:

Lebron James (legt nach der kürzesten Offseason aller Zeiten 25-8-8 auf und hat nebenbei die beste Dreierquote seiner Karriere), Nikola Jokic (25-12-9, spielt als Big Man, wie ein Point Guard; es fehlt aber der Teamerfolg und die Defense)

 

Rookie

Jaja, die Ball Brothers. Was hat man nicht schon alles über sie gelesen, gehört und nicht zuletzt gesehen. Egal ob im Reality TV auf Facebook oder in Person von Vater LaVar bei ESPN. Die Family polarisiert und das meistens auf eine recht unangenehme Art und Weise. Was man ihnen jedoch lassen muss, ist, dass sie einfach hochtalentierte Basketballspieler sind. Egal wie prollig, marktschreierisch und unsympathisch gerade der Kopf der Familie auch daher kommen mag, am Ende hat er genau das geschafft, was er angesagt hat: zum Start der Saison war jeder seiner drei Söhne Teil eines NBA-Rosters. He talked it into existence.

NBA First Quarter Awards Rookie

Einer davon hat sich nach dem ersten Quarter eben dieser Saison besonders in den Mittelpunkt gespielt. Während Lonzo in New Orleans von einem Trade-Gerückt ins nächste rutsch und LiAngelo mittlerweile in der G-League angekommen ist, balled LaMelo in Charlotte wie aktuell kaum ein anderer Rookie. In 25 Minuten sammelt der jüngste der drei Brüder 11.5 Punkte, 5.9 Rebounds und 5.9 Assists. Starke Zahlen, starkes All-Around-Game für einen so jungen Spieler. Definitiv gut genug, um unser bester First Quarter Rookie zu sein.

Runner up:

Tyrese Haliburton scheint aktuell DER Steal des diesjährigen Drafts gewesen zu sein. An Position 12 war er noch auf dem Board und nicht einmal die Kings konnten da dann noch nein sagen. Alles richtig gemacht in Sacramento, der Youngster zahlt das Vertrauen mit beeindruckenden Leistungen zurück, gerade seine Konstanz besticht. Den Unterschied zu LaMelo haben für uns am Ende die besseren Rebound-Statistiken (richtig, richtig gut für einen so jungen Guard) des Hornet-Stars sowie der Fakt gemacht, dass er für sehr ähnliche Stats wie Haliburton vier Minuten weniger Spielzeit benötigt. Platz 3 belegt für uns zum jetzigen Zeitpunkt James Wiseman, der gerade in den ersten Spielen sein unglaubliches Potential aufblitzen lies. Vermutlich ist er nach wie vor derjenige unten den drei genannten Nachwuchsspielern, der das höchste ceiling mitbringt.

 

MIP

Was haben wir uns nicht alle über Jerami Grant geärgert. Wieso will der ein eigenes Team? Die Rolle bei den Nuggets war genau die Richtige für ihn. Vollkommen überbezahlt. All das und vieles mehr konnte man nach seinem Wechsel von Denver nach Detroit über den jungen Forward lesen. Vergangene Saison schien es, als haben die Nuggets es geschafft ihn so einzusetzen, wie es seinen Fähigkeiten entspricht. Offensiv ein Afterthought nach den All-Stars Jokic und Murray sowie Michael Porter, Jr. und defensiv genau der Mann, der die defensiven Schwächen der anderen verstecken konnte.

NBA First Quarter Awards MIP

Und jetzt? Jetzt hat uns Jerami Grant gezeigt, dass diese Rolle wohl tatsächlich etwas zu klein für ihn gewesen ist! Kaum hat er bei den Pistons die Möglichkeit selbst mehr zu scoren, an allen Ecken und Enden des Courts ins Spiel involviert zu sein, tut er genau das. Seine stat line hat sich im Vergleich zum Vorjahr quasi verdoppelt. Ja, er spielt auch 10 Minuten mehr pro Partie. Allerdings war nicht gerade zu erwarten, dass er es schafft seine Effizienz dabei auf dem Niveau aus Denver-Zeiten zu halten. 24 statt 12 Punkte, 3 statt 1.2 Assists und 6 statt 3.5 Rebounds. Toller Sprung des mittlerweile hauptsächlich auf Small statt Power Forward spielenden Grant und damit unser Most Improved Player of the First Quarter.

Runner up:

Hätten wir diesen Artikeln nach den ersten zehn Spielen der Saison geschrieben, würde der obere Absatz vermutlich die Wiederauferstehung des Julius Randle beschreiben. Auch nach gespielten 25% der Saison steht Randle noch bei career highs in Punkten, Rebounds & Assists, hat in den letzten Tagen und Wochen jedoch wieder etwas nachgelassen und Grant somit die Möglichkeit gegeben, ihn zu überflügeln. Platz 3 geht dieses Mal an Chris Boucher, der in Toronto so überzeugt hat, dass diese mal eben Alex Len Richtung Washington verabschiedet haben.

 

6th Man

Nach Montrezl Harrel und Abo-Sieger Lou Williams haben wir uns für Jordan Clarkson von den Utah Jazz entschieden. Der Shooting Guard hält die Offense des besten Teams der Liga am Laufen, wenn die Stars vom Platz gehen. Er legt derzeit 17,9 Punkte, 4,7 Rebound und 1,8 Assists auf. Clarkson war schon immer ein Scorer, der wusste, wo der Korb hängt. Auffällig ist in dieser Saison, dass seine Effizienz deutlich gestiegen ist, was hauptsächlich an seiner deutlich verbesserten Wurfauswahl liegt. Er nimmt kaum noch lange Zweier und schraubt seine effektive Wurfquote damit auf 57,5 Prozent. Karrierebestwert.

NBA First Quarter Awards 6th Man

Es würde Clarksons bisherigen Leistungen aber nicht gerecht, ihn nur auf sein Scoring zu reduzieren. Im Vergleich zu anderen 6th Man ist er vor allem defensiv keine Last. Das Defensive Rating wird mit ihm auf dem Feld sogar leicht besser.
Gründe genug also, um der Mikrowelle der Jazz den 6th Man of the First Quarter Award zu überreichen.

Runner up:

Chris Boucher (spielt eine starke Saison in Toronto, beschützt den Ring auf elitärem Level und sollte vielleicht besser starten…), Shake Milton (zahlt die hohe Einsatzzeit von 25 Minuten mit starken 15 Punkten und 3 Assists zurück).

 

Defensive Player

Kaum ein Award-Rennen war im bisherigen Saisonverlauf so eng wie dieses. Wir haben uns letztlich für den „Stifle Tower“ aus Salt Lake City entschieden. Rudy Gobert ist ein absolut elitärer Verteidiger und verankert die drittbeste Defense der Liga. Seine individuellen defensiven Zahlen lesen sich herausragend: dritter bei Rebounds, zweiter bei Blocks, erster im Defensive Rating und erster bei den Defensive Win Shares. Dazu tauchen Gegner mit Gobert auf dem Feld 8,7 Prozent weniger in Ringnähe auf. Rudy Goberts Einfluss und defensive Präsenz ist für jeden Gegner spürbar. Der „Stifle Tower“ macht eine gute Jazz Defense zur drittbesten der Liga. Aktuell führen zwar die Lakers mit Anthony Davis das Defensiv Rating an, dazu muss man jedoch festhalten, dass die Jazz mit deutlichen Startschwierigkeiten in die Saison gestartet und mittlerweile auf dem gleichen Niveau wie die Lakers angekommen sind.
Insgesamt keine einfache Wahl, aber unser First Quarter Defensive Player ist Rudy.

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Runner up:

Myles Turner (führt die Liga bei Blocks an und lässt die gegnerische Effizienz in Ringnähe katastrophal schlecht werden), Anthony Davis (bester Verteidiger der besten Verteidigung), Joel Embiid (Anker einer Top 5 Defense), Kawhi Leonard.

 

Größte Enttäuschung

Die größte Enttäuschung der bisherigen Saison sind für uns die Miami Heat. Als letztjähriger Finals Teilnehmer, dessen Team größtenteils zusammen geblieben ist, muss nach einem Viertel der Saison mehr drin sein als Platz 13 im Osten.
Ja, Jimmy Butler hat bisher nur sechs Spiele gemacht und ja, die Heat hatten auch sonst einige Verletzungssorgen. Dennoch erwarten wir von einem Team mit Bam Adebayo, Goran Dragic, Tyler Herro (immerhin 11 Spiele) und Scharfschütze Duncan Robinson mehr als Rang 13.

Runner up:

Washington Wizards (ein Team mit Bradley Beal und Russel Westbrook sollte definitiv nicht letzter im Osten sein), Pelicans & Zion Williamson (lediglich Platz 14 nach einem Viertel der Saison, Zion spielt defensiv immer noch als hätte er 20kg zu viel auf den Rippen)

 

Größte Überraschung

Die Utah Jazz sind unser Pick für das beste Team im bisherigen Saisonverlauf. Das reicht auch für die größte Überraschung der bisherigen Saison. Wer hätte den Jazz vor Saisonbeginn zugetraut nach einem Viertel der Spielzeit auf Platz 1 im Haifischbecken der Western Conference zu stehen? Viele hatten die Jazz im Angesicht von Teams wie den Nuggets, Mavs und Trailblazers sogar um die Playoffs bangen sehen und sie im Vergleich zu den vorherigen Saisons deutlich schwächer eingeschätzt. Aber es scheint zu klicken in Utah. Für uns die größte Überraschung der bisherigen Saison.

Runner up:

Cleveland Cavaliers (Platz 6 im erstarkten Osten, starker junger Kern um „Walking Bucket“ Collin Sexton)

 

Shaquille O’Neal Award für den peinlichsten TV Moment

Unser Shaquille O’Neal Gedächtnis Award für den peinlichsten TV Moment der bisherigen Saison geht an keinen geringeren als Shaq selbst. Sein Postgame Interview mit Donovan Mitchel nach dessen 36 Punkte Performance war selbst für Inside NBA Verhältnisse einfach nur unangenehm. Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, ob Mitchell das Zeug zum Superstar hat. Was der gute Shaq aber damit erreichen wollte Spida öffentlich im Fernsehen nach einer extrem starken Partie so anzugehen, bleibt wohl sein Geheimnis. Cringe pur.

 

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