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NBA Playoffs 2021 – Preview Clippers (4) vs. Mavericks (5)

NBA Playoffs 2021 - Preview Clippers vs. Mavericks

NBA Playoffs 2021 – Preview Clippers (4) vs. Mavericks (5)

Wir machen eine Zeitreise in die letztjährigen Playoffs. Die LA Clippers treffen als Zweiter im Westen in der 1. Runde auf die Dallas Mavericks, die sich auf Platz Sieben wiederfinden.

Heimspiele gibt es nicht, dafür totale Stille, denn die Post-Season wird in der Bubble in Orlando ausgeführt. Den klar favorisierten Clippers fällt es schwer die theoretische Dominanz auf das Parkett zu bringen. Luka Doncic spielt groß auf, trifft einen unfassbaren Game-Winner und harmoniert gut mit Co-Star Porzingis. Erst als dieser verletzt ausfällt, wird die Sache klar und das Team von Kawhi Leonard und Paul George macht den Sack zu.

Dieses Jahr ist es anders. Es gibt wieder Reisen zwischen den Spielen, Fans dürfen in die Arenen und die Akteure sind im Kreise der Familie. Doncic ist ein weiteres Jahr älter, Porzingis halbwegs fit. Ob die Mavericks trotzdem ein Déjà-vu erleben und die Clippers auch unter diesen Umständen wieder in die nächste Runde einziehen?  Schauen wir es uns an.

Serienstand: Mavericks führen nach Spiel drei 2-1
Nächstes Spiel: Montag, 31.05. 03:30 Uhr

Recap Regular Season – LA Clippers

Auf das Weiterkommen gegen die Mavs folgte in der letzten Saison ein enttäuschendes Playoff-Aus in der zweiten Runde gegen die Denver Nuggets. Trotz 3:1-Führung der Clippers war man am Ende Nikola Jokic & Co. unterlegen, Nachdem diese dann in den Conference Finals einigermaßen deutlich gegen die Lakers rausflogen, schien der Abstand zwischen den beiden LA-Teams deutlich größer als zuvor vermutet.

Die Clippers feuerten infolgedessen Headcoach Doc Rivers, holten Tyron Lue und wollten die Offseason dazu nutzen, vorne anzugreifen und den Vorsprung der Lakers und Nuggets im Westen zu verkürzen. Mit Serge Ibaka und Nicolas Batum konnten sie das Team gut verstärken und verteilten außerdem noch einen Vertrag an Scharfschützen Luke Kennard. Da sich allerdings gerade die Lakers mit Neuzugängen wie beispielsweise Dennis Schröder und Montrezl Harrell ebenfalls weiter verbesserten, war der Abstand zum Start der Saison gefühlt eher größer geworden als geschrumpft. Während der Spielzeit war dann aber durchaus zu erkennen, dass die Verpflichtungen, die durch das Front Office getätigt werden konnten, sehr intelligente waren. Coach Lue änderte das offensive System merklich und setzte die neuen Waffen gekonnt ein. Eine wichtige Instanz im Spielsystem der Kalifornier ist dabei der Wurf von Downtown. Acht Spieler verwandelten über 40% ihrer Dreierwürfe – Kawhi Leonard (39,8%) und Patrick Beverly (39,7%) haben diese Marke nur knapp verpasst. Außerdem traf das Team 84% seiner Freiwürfe, und führten damit die Liga an.

Zur Trade-Deadline wurde zu den bereits genannten Neuzugängen dann noch Lou Williams nach Atlanta verschifft, und man sicherte sich die Dienste des amtierenden Champions Rajon Rondo. Er bestritt erst 14 Spiele für das Team aus LA, eine große sample size ist also noch nicht vorhanden. Stand jetzt ist der Trade für die Clippers ein Gewinn und wenn aus Regular Season Rondo wie im vergangenen Jahr wieder Playoff-Rondo wird, sollte der Erfolg vorprogrammiert sein.

clippers 2021

Star Player

Denkt man an die Clippers, schießt einem direkt Kawhi Leonard in den Kopf. Der NBA-Champion von 2019 ist in der zweiten Saison in seiner Heimatstadt Los Angeles und kann vollends überzeugen. 25 Punkte, 6,5 Rebounds und 5,2 Assists sprechen für ihn, dazu kommt der defensive Impact (1,6 Steals). Er spielt diese Saison wieder einmal auf MVP-Niveau, auch wenn er keine Chance auf den Award haben wird – zu überragend sind die Leistungen von Jokic in Denver. Leonard konnte sich und sein Team verbessern, die Spielzüge laufen harmonischer ab und das Zusammenspiel mit seinem Co-Star Paul George funktioniert ebenfalls besser als im letzten Jahr.

Auch Paul George spielt neben Kawhi eine überragende Regular Season. George könnte dieses Jahr ohne schlechtes Gewissen in das All-NBA Second Team gewählt werden. Außerdem ist er auf einer Mission: PG13 will ,,Pandemic P“ abschaffen, und zeigen, dass er auch in wichtigen Spielen abliefern kann.

Warum die LA Clippers die Serie gewinnen

Erfahrung spielt in einer Playoff-Serie eine wichtige Rolle. Schaut man auf die Spielanzahl der beiden Stars aus LA und vergleicht diese mit der Anzahl der Postseason-Games des gesamten Mavs-Roster fällt einem kein großer Unterschied auf. Die Mavericks haben alle zusammen 214 Spiele bestritten, Kawhi Leonard und Paul George stehen alleine schon bei 213. Nimmt man nun noch JJ Redick aus dieser Statistik raus, wird es ganz verrückt, da die Mavs dann nur noch bei 104 Spielen stehen.

Neben der Erfahrung in der Post-Season bringen die Clippers das nötige Shooting und das damit verbundene Spacing mit. Wenn Paul George nicht zu ´Pandemic P´, und Rajon Rondo zu ´Playoff Rondo` wird sowie Kawhi Leonard seine gewohnten Leistungen bringt, gewinnen sie die Serie klar.

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Recap Regular Season – Dallas Mavericks

In der Offseason hatten die Mavericks ein großes Ziel: Die Defense verbessern.

Mit dem Trade in der Draftnight, in dem sie Seth Curry für Josh Richardson und Tyler Bey nach Philadelphia schickten, wurde ein Grundstein dafür gelegt. An 18. Stelle wurde ein defensivstarker Rookie in Josh Green gepickt und darüber hinaus kamen noch die Verpflichtungen von James Johnson sowie Wes Iwundu hinzu.

Richardson blieb hinter seinen Erwartungen zurück, Johnson und Iwundu wurden zur Trade-Deadline für JJ Redick und Nicolo Melli nach New Orleans verschifft und Josh Green wurde in der bisherigen Saison zum nächsten Rookie-Opfer von Headcoach Rick Carlisle.

Aus diesen Gründen stehen die Mavericks, wie nach der letzten regulären Spielzeit auch, auf Platz 18 im Defensiv-Rating. Trotzdem muss man festhalten: Die Verteidigungsarbeit sieht um einiges besser aus. Finney-Smith und Kleber sind feste Anker der Defensive, der ´Defensiv Player of the Game`-Gürtel sorgt außerdem für Extramotivation.

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Offensiv haben die Mavs im Vergleich zur vorherigen Spielzeit an Firepower verloren. Das ist aber nach einer historischen Saison mit einem Offensiv-Rating von 115,9 leicht zu sagen. Mit 114,6 belegen die Texaner in dieser Spielzeit Platz acht in der NBA, stellen also dennoch eine Top 10-Offensive.

Trotz aller Diskrepanzen zwischen Luka Doncic und Kristaps Porzingis lief es für die beiden besonders im Pick‘n‘Roll sehr gut. Sobald der Slowene als Ballhandler und das lettische Einhorn als Screener arbeiteten, konnten 1,18 Punkte erzielt werden. Das ist ligaweit der beste Wert in dieser Statistik bei mindestens 300 Picks!

Star Player

Luka Doncic ist der Franchise-Star, ohne Frage. Wie sein Kontrahent aus LA legt auch er MVP-würdige Leistungen auf, wird den Titel aber ebensowenig einheimsen.

Mit einem Saisonstart, der zum Vergessen war, kam er in die Saison. Überrascht durch den vorgezogenen Saisonstart hatte er das ein oder andere Kilo zu viel aus Europa mitgebracht und traf in seinen ersten sechs Partien nur acht Dreier – bei 41 Versuchen! Glücklicherweise konnte er diese Zeit schnell vergessen machen und seither läuft es für den jungen Slowenen. 28 Punkte, 8 Rebounds und 8,6 Assists konnte er durchschnittlich beisteuern und erinnert mit diesen Statistiken schon so früh in seiner Karriere an LeBron James. Trotz einiger defensiver Aussetzer und teilweise fehlender Motivation, muss man festhalten, dass Luka Magic sich auch an diesem Ende des Feldes verbessern konnte. Alles in allem verläuft seine Entwicklung also weiterhin äußerst vielversprechend und lässt die Mavs-Fans von dem ein oder anderen Erfolg in der Postseason träumenö

Warum die Dallas Mavericks die Serie gewinnen

Ganz ehrlich? Die Mavs haben auf dem Papier keine Chance. Man könnte jetzt versuchen, logische Gründe zu finden, weshalb die Mavericks in die nächste Runde einziehen, aber die LA Clippers werden die Serie für sich entscheiden. Es sei denn … Luka Doncic. Chancen können sie sich im Prinzip nur ausrechnen, wenn Luka vollkommen „bananas“ geht und es einigen seiner legendären Vorgänger gleich tut. LeBron James, Dwayne Wade, Magic Johnson, Dirk Nowitzki. Die größten in der NBA-Geschichte hatten nahezu alle irgendwann einmal eine Playoff-Serie oder gleich einen gesamten Postseason-Run in dem sie explodiert sind und ihre Teams im Alleingang weitergezogen haben. Gelingt Luka das und bekommt er gleichzeitig ein bisschen Unterstützung durch die Rollenspieler, könnten die Mavs das Upset schaffen.

Wenig Hoffnung darauf macht jedoch aktuell eine Tatsache: Die Texaner haben Verletzungsprobleme. JJ Redick konnte bisher in nur 13 Partien auflaufen, da er Fersenproblem hat. Das Team konnte sich mit dem erfahrenen Scharfschützen nicht einspielen. Maxi Kleber verpasste ebenfalls zum Schluss der Saison viele Spiele. Er klagt seit einigen Wochen über Probleme mit seiner Achillessehne und wir wissen alle, wie schnell das nach hinten losgehen kann. Laut der ´Dallas Morning News` macht sich der Deutsche gut, ein Zeitpunkt für sein ,,endgültiges“ Comeback steht aber noch nicht fest. Bei beiden Spielern ist die Frage, in welchem Zustand sie zurückkommen.

Selbst in Bestbesetzung gingen die Mavs als Außenseiter in die Serie. Durch die Ausfälle der beiden wichtigen Rollenspieler liegt die Favoritenrollen glasklar bei den Clippers. Highlights wie diesen Buzzerbeater von Doncic über Reggie Jackson aus der letzten Playoff-Serie dürfen wir hoffentlich trotzdem erleben.

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Key Matchup

Kawhi Leonard vs. Dorian Finney-Smith

Surprise, Surprise. Selbstverständlich kommt es vor allem darauf an, wie Luka Doncic performt. Wichtig ist aber, ob Dorian Finney-Smith den Clippers-Star Kawhi Leonard nerven und in den Griff bekommen kann. Komplett aufhalten kann man einen Spieler à la Kawhi nicht, das sollte aber auch nicht der Anspruch sein. Schafft es Finney-Smith, dass das Spiel des Franchisespielers gestört wird und ihm und seinem Team damit das Leben schwer gemacht werden kann, könnten wir wohl eine spannendere Serie beobachten als es auf den ersten Blick scheint.

Unsere Prediction: Clippers in 6.

 

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