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NBA Playoffs 2021 – Preview Jazz (1) vs. Clippers (4)

NBA Playoffs Preview Utah Jazz vs. Los Angeles Clippers

NBA Playoffs 2021 – Preview Jazz (1) vs. Clippers (4)

Die NBA Playoffs schreiten munter voran und langsam aber sicher nähern wir uns einem der größten Highlights des Jahres: den NBA Finals. Entsprechend liefern auch die Zweitrunden-Serien immer mehr Superstar-Power. Durant, Giannis, Jokic, Leonard, Booker, … alle mit dabei und wie auch schon für die ersten Runde previewen wir jede der anstehenden Serien für euch.

Serienstand: 0-0
Nächstes Spiel: Mittwoch, 09.06. 01:30 Uhr

Utah Jazz – First Round Recap

Die Utah Jazz sind nach einer herausragenden Regular Season und dem besten Record aller NBA Teams als klarer Favorit in die Erstrundenserie gegen die Memphis Grizzlies gegangen. Doch die Playoffs sind etwas anderes als Regular Season Basketball. Die gesamte Saison über wurde daran gezweifelt, dass das Team von Headcoach Quinn Snyder die überragenden Leistungen auch in die Postseason übertragen kann.

Nach Spiel eins sahen sich viele Kritiker in dieser Meinung bestätigt. Das junge Grizzlies Team um Ja Morant kam euphorisiert aus dem Play-In Sieg gegen die Warriors und konnte sich mit einer starken kämpferischen Leistungen direkt das erste Spiel in der Halle der Jazz klauen. Wir hatten in unserer Vorschau der Serie auf genau dieses Szenario hingewiesen. Allerdings verloren die Jazz das Spiel mit 109-112 nur äußerst knapp und mussten zudem noch auf ihren Superstar Donovan Mitchell verzichten. Kein Grund also für Panik in Salt Lake City.

Und die Jazz reagierten in Spiel zwei, wie man es von einem legitimen Number One Seed erwarten kann. Utah brannte ein Offensiv-Feuerwerk ab, legte beim 141-129 Sieg einen neuen Franchise-Punkterekord auf und trotzte so der historischen 47-Punkte-Performance von Ja Morant. Die Jazz trafen, wie die gesamte Saison über, stark von downtown und Donovan Mitchell zeigte bei seinem Comeback mit 25 Punkten keinerlei Anlaufschwierigkeiten.

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Wer nun aber dachte, die Grizzlies seien gebrochen, sah sich im weiteren Verlauf der Serie eines Besseren belehrt. Bis auf Game 5, in dem Utah direkt von Beginn an zeigte, dass sie keine Lust auf eine Verlängerung der Serie haben, waren alle Spiele äußerst knapp. Vor allem in der Defense hatten Rudy Gobert & Co. immer wieder Probleme die Grizzlies zu stoppen. Ja Morant kam über weite Strecken zu seinen Spots und setzte auch immer wieder seine Mitspieler gut ein, Jonas Valcenciunas konnte in der Zone nur selten am Punkten gehindert werden.

Dennoch muss man festhalten, dass die Utah Jazz diese erste Prüfung letztlich souverän gemeistert haben. Die Spiele waren zwar knapp, aber Utah hatte immer eine Antwort parat. Wenn es drauf ankam, hat die Defense nochmal angezogen und vorne haben speziell Mike Conley und Donovan Mitchell ihre Würfe getroffen. Die Grizzlies zwar nicht der Gradmesser für einen echten Contender, dennoch hat diese Serie gezeigt, dass die Jazz „for real“ sind.

Star Player

Die Utah Jazz sind das wohl ausgeglichenste Team der Liga. Dennoch ragt Donovan Mitchell aus der starken Einheit heraus. Ohne ihren Superstar verloren die Jazz Spiel eins gegen Memphis. Im weiteren Verlauf der Serie war Mitchell mit 28,5 Punkten im Schnitt der Topscorer seines Teams. Dabei spielte er lediglich knapp 30 Minuten pro Partie. Zu was „Spida“ in der Lage ist, hat man bei seinen Storing-Explosionen letztes Jahr in der Bubble gesehen. Mitchell ist der Spielertyp, der seinem Team jeden Abend verläßlich 30 Punkte gibt und eine Offense im Alleingang am laufen halten kann, wenn beim restlichen Team nichts geht.

Darum gewinnen die Jazz die Serie

Die Jazz sind, anders als die Mavericks, ein extrem vielseitiges und tiefes Team. Es gibt nicht den einen Spieler auf den sich alles konzentriert, die Jazz haben deutlich mehr offensive Waffen und können zudem auf elitärem Niveau verteidigen.

Eine dieser offensiven Waffen ist das Pick-and-Roll mit Rudy Gobert. Der Franzose ist zwar vor allem für seine defensiven Leistungen berüchtigt, hat sich aber zu einem sehr guten Rollmann entwickelt, der von den Jazz häufig gesucht wird und 1,34 Punkte pro Versuch erzielt.
Schaffen die Clippers es Gobert aus der Zone herauszuhalten ergeben sich offene Würfe für die Guards der Jazz. Im ersten Spiel der Regular Season legte Mike Conley ein Season-High 33 Punkte bei 50 Prozent Dreierquote auf, im zweiten Spiel nutzte Mitchell die Freiräume und kam auf 35 Punkte.

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Wird Gobert von Ivica Zubac verteidigt werden Mitchell und Conley den Kroaten nach Switches ähnlich quälen, wie Doncic in Runde eins.

Zudem müssen die Jazz ihre Dreier besser treffen als gegen die Grizzlies und an die starken 40,6 Prozent der Regular Season anknüpfen. Mitchell, Conley, Bogdanovic & Ingles haben durchaus schon bewiesen, dass sie auch unter Druck treffen können.

Am anderen Endes des Feldes sind die Jazz eines der wenigen Teams, das sowohl die Zone dichtmachen und gleichzeitig effektiv den Dreier verteidigen kann. Gobert muss die defensive Präsenz darstellen, die dem Gegner lediglich 48 Prozent Trefferquote am Ring gewährt und im Teamverbund müssen die Jazz den Clippers den Dreier wegnehmen. Das sie dazu in der Lage sind haben sie mit der zweitschlechtesten zugelassenen Dreierquote in der Regular Season bewiesen. Schafft Royce O’Neal es darüber hinaus Kawhi Leonard einigermaßen in Zaum zu halten, sieht es gut aus für Utah.

Los Angeles Clippers – First Round Recap

Nach einer enttäuschenden Vorsaison mit einer alptraumartigen Implosion in Game 7 gegen die Denver Nuggets waren zum Start der Playoffs natürlich alle Augen auf die Clippers gerichtet. Die Fallhöhe für das Team von Tyronn Lue wurde durch das Tanking zum Ende der Regular Season nicht geringer. Man wollte in Runde eins unbedingt den Lakers aus dem Weg gehen und nahm dafür das Duell mit den vermeintlich schwächeren Dallas Mavericks um Luka Doncic in Kauf.

Nach zwei Partien im heimischen Staples Center sah man sich gegen die Mavs und einen überragend aufspielenden „Luka Magic“ jedoch einem 0-2 Rückstand gegenüber. Social Media lief Sturm, die gesamte Basketballwelt machte sich über „Wayoff P“ und die chokenden Clippers lustig. Erneut!

Bereits vor Spiel 3 standen Kawhi Leonard & Co. mit dem Rücken zur Wand. Der Druck hätte größer nicht sein können. Die gesamte Saison, vielleicht sogar die gesamte Zukunft der Clippers stand auf dem Spiel. Und es begann nicht gut für die Clippers. Im ersten Playoff-Spiel im American Airlines Center seit fünf Jahren starteten die Mavs furios und führten im ersten Viertel bereits mit 19 Punkten. Was dann folgte war eine Demonstration der mentalen Stärker des Teams von Tyronn Lue. Punkt für Punkte kämpfte man sich heran. Leonard und George standen am Ende zusammen bei 65 Punkten und auch die Rollenspieler trafen endlich ihre Würfe. Die Belohnung war ein 118-108 Sieg. In Spiel vier schoss man die Mavericks mit 106-81 aus der Halle und hatte die Serie ausgeglichen.

Doch auch die Mavs gaben sich nicht auf und gingen in Spiel fünf erneut mit 3-2 in Führung, mit der Möglichkeit die Serie zuhause zu beenden.
Wieder standen die Clippers mit dem Rücken zur Wand und erneut lieferten sie. Kawhi Leonard war im MJ-Modus unterwegs und stand am Ende bei 45 Punkten.

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Es kam zum finalen Showdown im Staples Center – Game 7, Win or Go home. Bisher hatte in jedem Spiel das Auswärtsteam gewonnen. Gute Voraussetzungen also für die Mavs. Den Clippers war jedoch von Beginn an anzusehen, dass sie nicht wieder vorzeitig die Segel streichen wollten. Tyron Lue hatte sein Team perfekt eingestellt, die Körpersprache stimmte und die Clippers lieferten über 48 Minuten, sowohl offensiv als auch defensiv, eine beeindruckende Leistung ab. Kawhi Leonard war auch in diesem Spiel mit 28 Zähler Topscorer, neben ihm punkteten jedoch alle Clippers, die mindestens 10 Minuten gespielt haben, ebenfalls zweistellig.

Nach dieser Serie kann man mit Recht behaupten, dass die Clippers ihre Feuertaufe gemeistert haben. Sie haben unter höchstem Druck geliefert und die Dämonen der Vorsaison besiegt. Im Duell mit den Utah Jazz müssen sie diese Leistung nun bestätigen und zeigen, dass viele Experten sie zurecht als Titelfavorit sehen.

Star Player

Kawhi Leonard hat in der Serie gegen die Mavs wieder einmal gezeigt, dass er zu den absolut besten Spielern der NBA zählt und ein Team tragen kann. „The Claw“ legte 32,1 Punkte bei absurden 61,2 Prozent aus dem Feld und 42,5 Prozent von der Dreierlinie auf. Dazu verteidigte er Luka Doncic in den wichtigen Momenten überragend und hatte großen Anteil daran, dass Luka im vierten Viertel regelmäßig abtauchte. Ein Kawhi Leonard in dieser Form ist nicht zu stoppen und kann für sein Team sowohl offensiv als auch defensiv Spiele im Alleingang entscheiden.

Darum gewinnen die Clippers die Serie

Die Clippers haben zumindest auf dem Papier gute Antworten auf die Stärken der Jazz.

Das Team aus L.A. hat die passenden Perimeter Verteidiger, um die guten Schützen der Jazz in Schach zu halten. Patrick Beverley wird voraussichtlich mehr Spielzeit bekommen, da er von Mitchell und Conley nicht wie ein Kleinkind durch die Zone geschoben werden kann. Dazu haben die Clippers die Schützen, um Gobert aus seiner (Komfort-)Zone zu ziehen. Das stärkste Lineup der Clippers in Runde eins gegen die Mavs, war das mit Batum auf Center. Schaffen sie es Gobert mit dieser Aufstellung in der Defensive und unter den Bretter einigermaßen zu kontrollieren, wird es schwierig für Utah.

Wie oben erwähnt, können die Jazz sowohl die Zone dichtmachen als auch gleichzeitig den Dreier verteidigen. Glücklicherweise haben die Clippers mit Paul George und vor allem Kawhi Leonard zwei Spieler, die ein Spiel auch aus der Midrange dominieren können. Mit Royce O’Neal haben die Jazz außerdem nur einen wirklichen Lockdown Verteidiger für die zwei Stars der Clippers.

Enge Playoff-Serien laufen häufig auf die Frage hinaus, welches Team den besten Spieler hat. In Runde eins lieferten sich Luka Doncic und Kawhi Leonard ein enges Rennen bei der Beantwortung dieser Frage. In dieser Zweitrundenserie ist die Antwort jedoch glasklar. Kawhi Leonard ist mit Abstand der beste Spieler auf dem Feld und wird von den Jazz kaum zu stoppen sein. Bereits in Runde  eins hat der Superstar den Unterschied gemacht, warum sollte das in dieser Serie anders sein?

Key Matchup

Rudy Gobert vs. Ivica Zubac / Nicolas Batum

Die Clippers brauchen Ivica Zubac als Verteidiger und Rebounder gegen Rudy Gobert. Gleichzeitig ist Zubac in der Defensive im Pick-and-Roll von den Jazz Guards angreifbar und erlaubt es Gobert die Zone dichtzumachen.
Mit Batum in der Aufstellung haben die Clippers fünf Schützen auf dem Feld und die Aufgabe für den „Stifle Tower“ wird bedeutend schwieriger. Kann L.A. Gobert mit diesem Lineup in Zaum halten und ihn vielleicht sogar in Foultrouble bringen, sieht es gut aus für das Team von Tyronn Lue.

Unsere Prediction: Clippers in 7

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