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NBA Playoffs 2021 – Preview Nets (2) vs. Celtics (7)

NBA Playoffs 2021 - Preview Nets vs. Celtics

NBA Playoffs 2021 – Preview Nets (2) vs. Celtics (7)

Brooklyn Nets gegen Boston Celtics in den NBA Playoffs 2021? Das hätte vor der Saison wohl nach Conference Finals im Osten geklungen. Nach einer extrem durchwachsenen Saison der Celtics und dem mühsamen Umweg über das Play-In Turnier gibt es das Duell mit dem neu formierten Superteam aus Brooklyn bereits in der ersten Runde. Was kann man von diesem Matchup erwarten? Macht das dreiköpfige Monster aus dem Borrough kurzen Prozess mit den Kobolden oder werden Jayson Tatum & Co zum Riesentöter?

Serienstand: Brooklyn führt nach Spiel drei 2-1
Nächstes Spiel: Montag , 31.05. 01:00 Uhr

Brooklyn Nets – Recap Regular Season

Nach einer durchwachsenen Vorsaison, die ohne Kevin Durant und Kyrie Irving im Erstrunden-Aus gegen die Raptors endete, sollte im Borrough in der aktuellen Saison zum Angriff auf die Larry O’Brien Trophy geblasen werden. Mit Rookie Headcoach Steve Nash sowie dem wiedergenesenen KD und einem fitten Kyrie gingen die Nets als sehr ernstzunehmender Contender in die Spielzeit.

Aus dem Contender wurde am 14. Januar ein absoluter Topfavorit auf den Titel. In einem Blockbuster Trade, der die gesamte NBA in Atem hielt, wechselte James Harden von den Houston Rockets zu den Nets. Und Harden brannte direkt in seinem ersten Spiel ein Feuerwerk ab. 32 Punkte, 12 Rebounds und 14 Assists standen beim Sieg gegen die Orlando Magic am Ende für „The Beard“ im Box Score.

NBA Playoffs - James Harden Brooklyn Nets

Bezeichnend war beim Debüt aber auch, dass neben Harden lediglich Durant auf dem Parkett stand und Irving verletzt zuschauen musste. Diese Situation sollte bis zum Ende der Regular Season zur Normalität in Brooklyn werden. Die drei Superstars der Nets standen über die Saison gerade einmal in acht der 59 Partien nach Hardens Wechsel gemeinsam auf dem Hartwood.

Bis heute konnte die wohl interessanteste Frage in Brooklyn deshalb nicht final beantworten werden: Wie harmonieren die drei balldominanten Superstars zusammen auf dem Feld? Die wenigen Momente, in denen man das während der Saison beobachten konnte, machen der Konkurrenz jedoch wenig Hoffnung. Die große Angst, dass ein Ball für die drei elitären Scorer zu wenig sein könnte blieb unbegründet. James Harden steckte beim eigenen Scoring zurück und verlegte sich mehr auf das Playmaking, Durant und Kyrie passten sich ebenfalls an und scorten extrem effizient. Als Resultat stehen in acht gemeinsamen Spielen sechs Siege und Zwei Niederlagen.

Auch die Befürchtung, die drei als nicht ganz einfach bekannten Charaktere könnten für Ärger hinter den Kulissen sorgen, blieb bislang unbegründet. Zwar gab es im Laufe der Saison immer wieder kleinere Störungen, wie die mysteriöse Abwesenheit von Kyrie oder die Twitterdiskussion von KD mit Michael Rappaport. Alles in allem hat der Coaching Staff um Steve Nash aber einen starken Job bzgl. der Teamchemie geleistet.

In Abwesenheit der Superstars fanden dann auch die restlichen Spieler der Nets zunehmend ihre Rollen. Gary Harris ist bekanntermaßen einer der besten Shooter der Liga. Aber auch Landry Shamet und Jeff Green haben über die Saison ihren Wurf gefunden. Bruce Brown ist der Energizer von der Bank und in Nicolas Claxton haben die Nets einen jungen Center, der der löchrigen Defense etwas mehr Stabilität verleiht.

Die verloren gegangene Tiefe durch den Harden Trade wurde zur Trade Deadline bzw. auf dem Buyout Market mit den Verpflichtungen der ehemaligen All-Stars Blake Griffin und LaMarcus Aldridge adressiert. Aldridge gab zwar zeitnah nach seinem Wechsel sein Karriereende aufgrund von Herzproblemen bekannt, Griffin erlebt in Brooklyn aber seinen zweiten Frühling und kommt auf durchschnittlich knapp 21 Minuten Spielzeit.

Zusätzlich wurde in Mike James ein Pointguard von ZSKA Moskau verpflichtet, der in der Euroleague schon alles gesehen und keine Angst vor Drucksituationen hat.

In Summe steht für die Nets nach der Regular Season die beste Offense in NBA history und ein starker zweiter Platz im Osten. Fragezeichen Richtung Postseason bleiben dennoch hinter der Eingespieltheit der Superstars und der schwachen Defense, die gerade einmal auf Platz 23 in der Liga steht.

Star Player

An Starpower mangelt es dem Team von Headcoach Steve Nash definitiv nicht. Kein anderes Team hat den Luxus von drei absoluten Superstars, die man allesamt unter den 10 besten Spielern der Association einsortieren kann. Möchte man einen Spieler herauspicken auf den es vor allem ankommen wird, ist das James Harden.

Das größte Fragezeichen nach Hardens Wechsel aus Houston war, wie die drei Stars die begrenzte Anzahl an Würfen unter sich aufteilen würden. „The Beard“ lieferte in den wenigen Spielen, in denen alle Stars der Nets gemeinsam auf dem Parkett standen, die Antwort auf diese Frage, indem er eine gute Balance aus eigenem Scoring und Playmaking fand. James Harden ist der Gravitationspunkt einer historisch guten Offense, bei ihm Laufen die Fäden zusammen. Er hat als Playmaker den Ball in der Hand und muss aus den zahlreichen offensiven Waffen der Nets die richtige Option auswählen. Das kann an einem Abend der eigene Wurf sein, denn Harden scort auch in Brooklyn 24,6 Punkte bei überragenden Quoten. An anderen Abenden überlässt „The Beard“ seinen Co-Stars das Scoring und verlegt sich auf die Kreation für seine Mitspieler, 10,9 Assists sind auch hier ein überzeugender Arbeitsnachweis.

Darum gewinnen die Nets die Serie

Die Brooklyn Nets haben in der Offensive einfach zu viel Qualität. Mit Harden, Durant und Irving verfügen die Nets über drei der insgesamt 13 Spieler, die mindestens 24 Punkte bei einer True Shooting Rate von über 60 Prozent auflegen. Drei Superstars sind mindestens einer zu viel für die Mannschaft aus Boston. Mit viel gutem Willen könnte man den Celtics zutrauen zwei der drei Stars zu verteidigen. Bleibt aber immer noch der Dritte im Bunde und auf diesen werden die Kobolde keine Antwort haben.

Hinzu kommt, dass das Team von Steve Nash über herausragende offensive Rollenspieler verfügt, die die fehlende Aufmerksamkeit der gegnerischen Defense eiskalt bestrafen können.
Beispiel gefällig? Joe Harris führt die Liga das zweite Mal in drei Jahren bei der Dreierquote an. Seine 47,5 Prozent von Downtown sind der zweitbeste Wert aller Spieler, die in einer Saison mindestens 400 Dreier genommen haben. Es gibt in der Liga keinen besseren offenen Dreierschützen (der nicht Steph Curry heißt) als Harris.

Die streckenweise sehr löchrige Defense der Nets wird in der Serie kaum zu Tage treten und schon gar nicht entscheidend sein, weil die Brooklyn Nets die Celtics mit ihrer offensiven Firepower überollen.

Boston Celtics – Regular Season Recap

Nach zwei Conference Finals Teilnahmen in Folge waren die Erwartungen in Boston vor der Saison hoch. Mit Jayson Tatum und Jaylen Brown hat man zwei der talentiertesten jungen Spieler der Liga, in Kemba Walker eine starke dritte Scoringoption. Durch die Verpflichtung von Tristan Thompson schien das Problem auf Center im Hinblick auf die Postseason gelöst zu sein. Also alles im Lot in Boston? Denkste!

Das Team von Headcoach Brad Stevens hat eine extrem schwierige Regular Season hinter sich und muss unterm Strich als eine der größeren Enttäuschungen dieser Saison bezeichnet werden.

Die Celtics hatten sehr mit Corona bedingten Ausfällen und dem engen Spielplan zu kämpfen. Jayson Tatum kam nur schwer in die Saison und klagte auch nach seiner Corona-Erkrankung noch länger über Atemprobleme.

Kemba Walker gab sein Saisondebüt nach überstandener Knieverletzung erst am 17. Januar. Lediglich Jaylen Brown kam gut in die Saison und machte speziell im Hinblick auf sein Scoring einen großen Schritt nach vorne.

Nur durch vier Siege in Folge konnten sich die Celtics vor dem All-Star Break auf  Platz vier im Osten, aber bereits drei Siege hinter den drittplatzierten Milwaukee Bucks, halten. Grund genug für viele Celtics Fans, der bevorstehenden Trade Deadline entgegenzufiebern.

Danny Ainge konnte die größte Trade Exception der Liga jedoch nicht gewinnbringend einsetzen und die Celtics sicherten sich statt den Hauptpreisen Vucevic und Gordon lediglich die Dienste von Evan Fournier. Gleichzeitig wurde der bis dahin gut spielende Daniel Theis aus Kostengründen für Moritz Wagner nach Chicago getradet. Wagner wurde wenige Wochen nach seinem Wechsel von den Celtics entlassen. Somit konnte auch die Trade Deadline nicht für den erhofften Umschwung in Boston sorgen.

Passend zur enttäuschenden Saison der Celtics verletzte sich Jaylen Brown im Spiel gegen die Trailblazers am 02. Mai am Handgelenk und fällt die restliche Saison aus.

Schlussendlich landeten die Kobolde nach einer schwierigen Regular Season auf Platz sieben und mussten den Umweg über das Play-In Turnier nehmen. Dort wurden die Washington Wizards mit 118-100 deutlich in die Schranken gewiesen. Grund dafür war eine 50-Punkte-Performance von Jayson Tatum, sowie ein stark aufspielender Kemba Walker, der 29 Zähler auflegte.

Star Player

Mit Jayson Tatum verfügen die Boston Celtics über einen jungen Superstar, der nach anfänglichen Problemen in dieser Saison nochmals einen Schritt nach vorne gemacht hat. Tatum legt Career-Highs bei Punkten (26,4), Rebounds (7,4) und Assists (4,3) auf. Ohne seinen Co-Star Jaylen Brown wird es noch mehr als sonst auf „Taco Jay“ ankommen, wollen die Celtics in dieser Serie auch nur ansatzweise mithalten können. Dass der Forward in der Lage ist Spiele im Alleingang zu entscheiden hat er zuletzt mit einer eindrucksvollen 50-Punkte-Performance im Play-In Game gegen die Washington Wizards gezeigt

Darum gewinnen die Celtics die Serie

Es ist nicht einfach Gründe für einen Erfolg der Boston Celtics zu finden, da die Qualität der Nets, speziell in Abwesenheit von Jaylen Brown, erdrückend erscheint. Klar ist, dass die Celtics einen Jayson Tatum in absoluter Topform benötigen, wenn sie nicht mit dem Besen aus der Halle gekehrt werden wollen. Unterstützung muss Tatum, wie im Play-In gegen die Wizards, von Kemba Walker bekommen.
Die größte Chance der Celtics liegt jedoch in der fehlenden Abstimmung der Nets. Schaffen die Kobolde es die Spiele möglichst lange eng zu gestalten, werden die Nets mit Situationen konfrontiert, die sie in dieser Saison noch nicht allzuoft angetroffen haben, da sie ihre Gegner regelmäßig aus der Halle schießen. In diesen engen Spielen fehlen eventuell die Automatismen bei den Nets und die Egos der Superstars führen zu schlechten Würfen. Im Gegensatz dazu kennen die Celtics ihren Go-to-guy.

Key Matchup

Kemba Walker vs. die Nets Guards

Von Jayson Tatum brauchen die Nets jede Nacht eine herausragende Performance. Entscheidend wird dann sein, ob Kemba Walker gegen die Guards der Nets ebenso aufdrehen kann, wie gegen die Wizards. Dass der kleine Pointguard scoren kann, weiß man aus seiner Zeit in Charlotte (25,6 Punkte). Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt diese Leistungen auch im Trikot der Celtics abzurufen. Gelingt das, können die Celtics vielleicht ein oder zwei Spiele klauen.

Unsere Prediction: Nets in 4.

 

 

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