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NBA Playoffs 2021 – Preview Nuggets (3) vs. Trailblazers (6)

NBA Playoffs 2021 - Preview Nuggets (3) vs. Trailblazers (6)

NBA Playoffs 2021 – Preview Nuggets (3) vs. Trailblazers (6)

Mit Nikola Jokic und Damian Lillard treffen bereits in der ersten Runde der NBA Playoffs 2021 zwei Spieler aufeinander, die der bisherigen Spielzeit ihren Stempel aufgedrückt haben. Die Nuggets beendeten die Saison trotz der schweren Verletzung von Jamal Murray auf Platz drei, die Trailblazers waren zum Ende der Regular Season extrem heiß und konnten den Umweg über das Play-In Turnier vermeiden. Gute Voraussetzungen also für eine interessante Erstrundenserie, oder?

Serienstand: Serie nach Game Two unentschieden 1-1
Nächstes Spiel: Freitag, 28.05. 04:30 Uhr

Denver Nuggets – Recap Regular Season

Für das Team aus der Mile High City ging es in dieser Saison darum den nächsten Schritt zu machen. Nach einem tiefen und wilden Playoff-Run in der Bubble bis in die Western Conference Finals, inklusive zweier Comebacks nach 1-3 Rückstand gegen Utah und die Clippers, waren natürlich die Erwartungen gestiegen. Würde Denver den nächsten Schritt machen können?

Zu Saisonbeginn gab es nur marginale personelle Veränderungen. Mit Jerami Grant konnte ein Leistungsträger aus den Playoffs nicht gehalten werden. Er verließ die Franchise in Richtung der Pistons. Ebenfalls in der Motor City landete Mason Plumlee, der in Denver in den letzten Jahren oft die Second Unit in Sachen Playmaking tatkräftig unterstützte.

Auf Seiten der Zugänge gab es mit Facundo Campazzo den wahrscheinlich besten Point Guard der Euroleague der letzten Jahre zu vermelden, den man sich als neutraler Fan schon einige Jahre in der NBA gewünscht hätte. Dazu gesellte sich Jamychael Green, der als werfender Big Man Grants Abgang kompensieren sollte. Aus deutscher Sicht interessant war das Signing von Isaiah Hartenstein, der nach seiner ersten Station in Houston endlich auf eine feste Rolle in der Liga hoffte, diese aber nicht fand und im Laufe der Saison nach Cleveland getradet wurde.

Der Saisonstart der Nuggets machte nicht viel Hoffnung darauf, dass die Goldstücke an ihre Leistungen in den Playoffs würden anknüpfen können und so stand das Team von Headcoach Mike Malone nach fünf Spielen mit einer Bilanz von 1-4 da (u.a. zwei Losses gegen die Kings…). Daraufhin stabilisierte man sich aber und gewann 11 der verbleibenden 15 Spiele im Januar.

Wer nun dachte die Nuggets hätten sich dauerhaft gefangen, sollte falsch liegen. Nach 32 Spielen stand Ende Februar die sehr dürftige Bilanz von 17-15 zu Buche. Ein fünf Spiele andauernder Roadtrip brachte dann jedoch die Wende. Alle fünf Partien wurden gewonnen, die Nuggets legten ab dem 27. Februar eine Serie von 26 Siegen in 31 Partien hin und spielten den besten Ball der NBA.

Zwischendurch gab zwei größere Ereignisse, die in keinem Season Recap fehlen dürfen. Zum einen sicherte man sich Ende März Aaron Gordon per Trade von den Orlando Magic ohne dafür größere Bausteine der Zukunft abgeben zu müssen (Gary Harris, R.J. Hampton + Picks). Zum anderen riss sich Jamal Murray am 12. April im Spiel gegen die Warriors das Kreuzband und die Hoffnungen auf einen langen Playoff-Run schienen sich vorerst erübrigt zu haben. Der große Einbruch blieb jedoch aus und die Nuggets schlossen die Saison mit 13 Siegen in 18 Partien ohne Murray auf Platz drei der Western Conference mit einer Bilanz von 47-25 ab.

Star Player

Langsam, recht ungelenk und zu Saisonbeginn meist etwas übergewichtig. Das ist eine zugegebenermaßen gehässige Beschreibung des NBA MVP der Regular Season 2020/21, Nikola Jokic. Umso faszinierender ist es, was der 26-jährige Serbe für eine wahnsinnige Saison spielte. Career Highs bei den Punkten (26,4 PPG im Vergleich zu davor max. 20,1 PPG), den Rebounds (10,8), den Assists (8,3), dem Offensive Rating (120,2), dem Net Rating (7,7) sowie der True Shooting Percentage (64,7%) sind nur einige statistische Indikatoren von Jokics Dominanz. Ein zur Abwechslung mal von Anfang an austrainierter Joker verbuchte zudem die höchste Usage Rate seiner Karriere (29,3) und hatte seine Hände somit praktisch in jedem Angriff der Nuggets. Die Offensive der Nuggets landete zum fünften Mal in Folge unter den Top 5 bei den Assists und war über weite Teile der Saison erneut eine Augenweide. Der Joker hatte mit 31,4 das höchste Player Efficiency Rating (checkt unseren Artikel dazu) der gesamten Liga und stand auch bei den Win Shares mit 15,6 auf Platz eins.

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Darum gewinnt Denver die Serie

Haben wir schon Nikola Jokic erwähnt? Der Serbe wird auf ungenügende Gegenwehr stoßen. Auch wenn Jusuf Nurkic zumindest eine physische Präsenz darstellt, die Jokic entgegenwirken kann, gab es 2017 gute Gründe warum sich die Macher in Colorado für „Yoke“ und gegen Nurkic entschieden und den Bosnier nach Portland tradeten. Obwohl Nurkic natürlich für die Blazers von großem Wert ist, ist er auch verletzungsanfällig, hüftsteif und damit defensiv anfällig.

Dazu kommt die offensive Vielfältigkeit der Nuggets. Will Barton kann jederzeit für 30 Punkte explodieren, Michael Porter Jr. wächst langsam aber sicher zum Star heran und Aaron Gordon scheint seine Rolle in der NBA als 3rd/4th Option gefunden zu haben.

Die Nuggets stellen dazu die deutliche bessere Defense (111,5 zu 115,3 im Defensive Rating). Wenn bei den Trailblazers Enes Kanter aufs Feld muss, ist Torero-Stimmung angesagt – „can’t play Kanter“.

Key Matchup

Damian Lillard – Facundo Campazzo

Sorgen muss sich Denver in der Verteidigung vor allem um Facundo Campazzo machen. Der Argentinier kann Dame Dollar weder in Punkto Schnelligkeit noch Kraft oder Fußarbeit auch nur das geringste Bisschen entgegensetzen. Dazu kommt, dass Lillard, der seit Hauptaugenmerk schon immer auf die Offense legte, sich in der Verteidigung zumindest im direkten Matchup wird schonen können, da Campazzo keinen großen Scoring Threat darstellt. Die Frage ist wie die Nuggets Lillard im Pick and Roll verteidigen werden. Der Point Guard der Blazers zeigte in vorherigen Playoff-Runs teils große Schwächen gegen ein aggressives Trap, zeitgleich hat Denver mit Jokic nicht den adäquaten Verteidiger für ein Trap oder auch einen Switch. Sollte Damian Lillard Feuer fangen und die Uhr im vierten Viertel öfter mal auf „Dame Time“ zeigen, könnte uns eine spannende Serie bevorstehen.

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Portland Trailblazers – Recap Regular Season

Nachdem es 2019 mit einem Ritt bis in die Western Conference Finals aussah, als hätten die Blazers den Nimbus vom Regular Season Team überwunden, folgte 2020 die große Ernüchterung. Mit 1-4 und völlig chancenlos verabschiedete man sich gegen den späteren Meister LA Lakers aus den Bubble-Playoffs. Das vorzeitige Aus bedeutete die dritte Erstrundenniederlage seit 2015 und eine Bilanz von 20-36 in den Playoffs seitdem Damian Lillard das Zepter schwingt. Es herrschte also erneut große Ernüchterung beim Team aus Oregon, das trotz eines der teuersten Kader der Liga immer weniger an seinen Erwartungen scheitert. Headcoach Terry Stotts stand zwar zur Diskussion, behielt dann aber seinen Posten und stand vor Beginn der Regular Season unter Druck abzuliefern.

Die reguläre Saison der Trailblazers stand im Zeichen von Verletzungen ihrer Leistungsträger. Zach Collins, dem erneut ein Entwicklungssprung zugetraut worden war, musste kurz nach Saisonstart am Knöchel operiert werden und fiel für den Rest der Saison aus. Er könnte jedoch in den Playoffs sein Comeback geben. Hawks-Center Clint Capela landete im Januar böse auf CJ McCollums Fuß und setzte den Co-Star somit für zwei Monate aus dem Gefecht. Jusuf Nurkic, der erst in der Bubble von einem gebrochenen Schien-und Wadenbein zurückgekehrt war, brach sich Mitte Januar das Handgelenk und kehrte erst nach 2,5 Monaten zurück ins Lineup.

Betrachtet man den Record der Blazers, glich die Saison einer Achterbahnfahrt. Nachdem man mit 12-10 recht ausgeglichen gestartet war, startete man danach einen Lauf von 17 Siegen in 25 Spielen, stand Anfang April bei 29-18 und spielte um den Heimvorteil im Westen mit. Darauf folgten jedoch 9 Niederlagen aus den nächsten 12 Spielen, nur um dann zum Abschluss der Saison 10 von 12 Partien zu gewinnen. Es scheint also so als würden die Blazers rechtzeitig zu den Playoffs in Form kommen. Auf dem Injury Report findet sich aktuell nur Zach Collins auch sonst hat sich das Team während der Saison verstärkt. Norman Powell, der Ende März für Gary Trent Jr. und Rodney Hood aus Toronto geholt wurde, liefert mit 17 PPG in 34 Minuten die gewünschte dritte Option im Angriff.

Trotz den wenigstens Assists finden sich die Blazers in den Top-5 der effizientesten Offensiven der Liga wieder. Die Achillessehne des Teams aus Nike-Land bleibt die Verteidigung. Hier tummeln sich die Blazers umgeben von Teams wie den Kings und den Cavs auf Platz 29. Da in den NBA Playoffs die Intensität in der Defense steigt und sich der Druck auf die Playmaker erhöht, bleibt abzuwarten, ob Portland hier eine Schippe drauf legen kann.

Star Player

Damien Lillard. Auch wenn Dame Dollar nicht ganz an seine Fabelleistungen aus der letzten Saison anknüpfen kann, spielt der beste Rapper der Basketball-Welt eine überragende Saison. Die zweibeste effektive Field Goal Quote (55%) sowie der zweitbeste Scoring Average (28,8 PPG) seiner Karriere zeugen von Leistungen, die mal wieder unter dem Radar fliegen. In Abwesenheit seiner Co-Stars McCollum und Nurkic hielt Lillard sein Team alleine im Playoff-Rennen und zeigte des Öfteren mal auf die Uhr.

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Auch dieses Jahr war Lilliard wieder in den Top-10 der Scorer im vierten Viertel zu finden und, dass obwohl sich die Defenses der gegnerischen Teams auf ihn fokussieren konnten. Dass sich der Starspieler der Blazers in der Verteidigung gerne eine Auszeit gönnt, ist bekannt. Dieses Jahr ging seine Bereitschaft in der Verteidigung jedoch nochmal zurück und er verbuchte mit 115,6 das schlechteste Defensive Rating seiner Karriere. Will Lillard, der einen Wechsel in einen großen Markt oder das Basteln eines Superteams immer noch kategorisch ablehnt, nach Ende seiner Karriere zu den All-Time Greats auf der eins gehören, müssen in den Playoffs dringend Siege her. Ob das bei der bestehenden Vertragsstruktur der Trailblazers realistisch ist, ist eine andere Frage…

Darum gewinnt Portland die Serie

Für die Rot-Schwarzen spricht die Vollständigkeit des Kaders. Hoodie-Melo liefert mit 36 Lenzen auf dem Tacho weiter ordentlich ab und liefert einen stetigen Scoring-Burst von der Bank. Mit Robert Covington steht zumindest ein fähiger Verteidiger in der Starting Five der sich seit vielen Jahren das Label Three-and-D mit Auszeichnung verdient. Nassir Little und Anfernee Simmons haben die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung genommen und könnten in der Runde gegen die tiefen Nuggets zu X-Faktoren werden.

Ihr merkt, so wirklich viele Gründe für ein Weiterkommen der Blazers sehen wir nicht. Daher auch…

Unsere Prediction: Nuggets in Five.

 

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