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NBA Playoffs 2021 – Preview Sixers (1) vs. Wizards (8)

NBA Playoffs 2021 - Preview Sixers vs. Wizards

NBA Playoffs 2021 – Preview Sixers (1) vs. Wizards (8)

20 Jahre nach Allen Iverson gehen die Philadelphia 76ers erstmals wieder als Number One Seed im Osten in die NBA Playoffs. Genau wie 2001 haben sie erneut einen Spieler auf MVP-Niveau im Kader – auch wenn Joel Embiid den Award wohl knapp nicht gewinnen wird. Dennoch geht das Team aus Philadelphia als klarer Favorit in die erste Runde. Ihnen gegenüber steht mit den Washington Wizards eine Franchise, die mit großen Erwartungen in die Saison gestartet ist, während eben dieser eine Menge Enttäuschungen zu verkraften hatte und sich letztendlich über das Play-In Turnier auf Platz acht gerettet hat. Was für beide Seiten die Schlüssel für ein Weiterkommen sein werden, lest ihr im folgenden Artikel.

Serienstand: 76ers führen nach Spiel drei 3-0
Nächstes Spiel: Dienstag, 01.06. 01:00 Uhr

Philadelphia 76ers – Recap Regular Season

In Philadelphia kann die Regular Season 2020 / 21 als voller Erfolg verbucht werden. Nachdem man sich bereits in den vergangenen Spielzeiten als Contender etablieren konnte, gelang in 2021 der Sprung auf Platz eins in ihrer Conference. Großen Anteil daran haben direkt eine ganze Reihe an Veränderungen, die in der vergangenen Offseason eingeleitet worden sind. Sowohl im Frontoffice mit General Manager Daryl Morey als auch an der Seitenlinie mit Doc Rivers sitzt jeweils ein neues Gesicht. Beide bringen jahrelange Erfahrung in ihren Rollen mit uns konnten mit ihren vorigen Stationen schon große Playoff-Erfolge bzw. Titel feiern.

GM Morey hat nach Einstellung keine Zeit verloren sondern den bestehenden Kader direkt an seine Vorstellungen angepasst. Mit Seth Curry kam aus Dallas ein Spieler, der als exzellenter Schütze den Floor möglichst breit machen und Platz für Joel Embiid und Ben Simmons schaffen soll. Ähnlich liest sich mit Sicherheit die Jobbeschreibung von Danny Green, der vom amtierenden Champion aus LA geholt wurde und defensiv sicher auch noch etwas mehr zu geben hat als der zuvor genannte Curry-Bruder. Ebenfalls von den Lakers kam Center Dwight Howard, der in der Bubble von Orlando gezeigt hat, dass er eine wichtige Rolle in einem Championship-Team spielen kann und seither als Backup von Embiid fungiert.

Coach Rivers nahm die Vorlage seines Vorgesetzten dankend an und bastelte sowohl offensiv als auch defensiv eine exzellente Mannschaft. Gerade defensiv kommt ihm dabei der exzellente Roster sehr zur Hilfe. Die beiden Stars, Embiid & Simmons, sind ausgewiesene Defensiv-Experten, dazu kommt mit Matisse Thybulle ein weiterer elitärer Perimeter-Verteidiger. Howard & Green standen beim Titelrun im vergangenen Jahr durchaus auch wegen ihrer Talente auf dieser Seite des Courts auf dem Platz und auch Tobias Harris ist defensiv kein komplett Blinder.

Alles in allem also ein sehr ausgeglichenes Team, das die gesamte Saison über die eigene starke Defense in schnelle Fastbreak-Offense umwandeln konnte. Dieser Spielstil passt exzellent zum hyper-athletischen Point Guard Simmons und gibt ihm die Möglichkeit Richtung Korb zu fliegen während sich um ihn herum die erstklassigen Schützen an der Dreierlinie positionieren. In der Halfcourt-Offense und dann, wenn es darum geht, dringend zu punkten, haben sie dann ja außerdem auch noch einen der versiertesten und am schwersten zu verteidigenden Center der Liga in ihren Reihen.

Star Player – Trust the Process

Klare Nummer Eins in Philly ist mittlerweile Joel „trust the process“ Embiid. 2014 als großes Versprechen einer rosigen Zukunft gedraftet, konnte er dieses bislang nie vollständig einlösen. Dies lag meistens keineswegs an seinen Leistungen auf dem Court sondern vielmehr daran, dass er diesen nur unregelmäßig betreten konnte. Etliche Verletzungen plagten Embiid von Saison zu Saison, richtig fit war er selten.

Aktuell sieht das anders aus und infolgedessen dominiert der Big Man seine Gegenspieler nach Belieben. Vergleiche mit Shaq und dessen Dominanz kommen nicht von ungefähr, eine ganze Reihe an NBA-Defenses fand in dieser Spielzeit schlichtweg kein Mittel gegen Embiid. Pro Spiel führte das zu einem Durchschnitt von 28.5 Punkten, begleitet von 10.5 Rebound und defensiv starken 2.5 Stocks (steals + blocks). Hätte er ihm März nicht zehn Spiele in Folge verpasst – die MVP-Diskussion würde aktuell wohl nicht so deutlich zugunsten seines Widersachers Nikola Jokic ausfallen. Verpasst Embiid wie zu erwarten diese individuelle Auszeichnung sollte ihn das nur zusätzlich anspornen und zu Höchstleistungen treiben. Schaut man sich seine Gegenspieler auf Seiten der Wizards an (Lopez, Gafford, Len), kann einem schon fast Angst und Bange werden …

Darum gewinnen die Sixers die Serie

Die Sixers spielen seit Monaten konstant hochklassigen Basketball. Sie haben einen breiten, variablen Kader, können mit Embiid im Halfcourt punkten und mit Simmons im Fastbreak brillieren. Was in den Playoffs jedoch ihr größter Pluspunkt werden wird, ist die Defense. Gegen eine Lineup bestehend aus Simmons, Green, Thybulle, Harris und Embiid würde es jedem Team schwerfallen regelmäßig Punkte zu erzielen – den Washington Wizards umso mehr. Simmons und Thybulle sind womöglich die beiden besten Verteidiger, wenn es um die Bewachung von Bradley Beal geht. Groß und schnell genug, dem All-Star das Leben zu Hölle zu machen und gleichzeitig offensiv keine vollkommenen No-Shows, um ihn auch dort zu beschäftigen. Ist Beal „locked-up“, fehlen den Wizards die Scoring-Alternativen. Philly-Fans würden vermutlich wenig lieber sehen als einen Pull-Up-Jumper von Russell Westbrook nach dem nächsten …

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Washington Wizards – Regular Season Recap

Anders als in der City of Brotherly Love lief in den Hauptstadt die gesamte Saison über sehr viel schief. Nach dem späten Trade in der Offseason von Russell Westbrook für den langjährigen Franchise-Player John Wall startete man in Washington auch aufgrund zahlreicher Corona-Fälle ausgesprochen schlecht in die Saison. Ständig neu zusammengewürfelte Line-Ups, ein Westbrook, der hauptsächlich damit beschäftigt war seine eigene Verletzung in den Griff zu bekommen und ein nicht gerade elitär besetzter Kader führten zu einer der schlechtesten Verteidigungen in der Association. Offensiv konnte man einigermaßen mithalten – dank Bradley Beal. Der Shooting Guard spielte die beste Saison seiner Karriere, hat die Rolle als neue Nummer Eins der Franchise akzeptiert und geht darin auf. Über große Teile der Saison war er der eindeutige Anwärter auf den Scoring Title, wurde erst in den letzten Wochen von Steph Curry überholt und vollkommen zurecht zum All-Star gewählt.

Im letzten Teil der Saison, seit Anfang April, wendete sich das Blatt dann. Angeführt von einem wieder gewohnt explosiven, immer aggressiven Westbrook machten sich die Wizards auf die Aufholjagd. Der zur Trading Deadline gekommene Daniel Gafford gibt ihnen auf Center genau das, was der dafür weggegebene Moritz Wagner nie konnte – einen Pick’n’Roll-Partner für Westbrook, der hart zum Korb abrollen und ebenso harte Defense spielen kann. Durch stark verbesserte Defense, einen konstanten Beal und ein Triple Double nach dem anderen durch den Brodie schaffte man es tatsächlich noch auf Platz acht und damit ins Play-In Turnier. Dort waren die Celtics und vor allen Jayson Tatum etwas zu viel, die Indiana Pacers konnte man jedoch deutlich schlagen und somit den erhofften achten Platz sichern.

Star Player – Bradley Beal

Wie bereits beschrieben, hat Beal seinen langjährigen Teamkollegen und Mentor John Wall als Fokuspunkt der Franchise abgelöst. 31.4 Punkte pro Partie sprechen eine eindeutige Sprache und zeigen, dass Beal mittlerweile der „Real Deal“ ist als der er immer schon beworben wurde. Unterstützung bekommt er in erster Linie durch den erfahrenen Westbrook, der es wieder einmal vollbracht hat, die gesamte Spielzeit über ein Triple Double zu averagen.

Darum gewinnen die Wizards die Serie

Damit die Wizards eine reelle Chancen auf einen Sieg in dieser Serie haben, muss schon eine ganze Menge in ihrem Sinne laufen. Zum einen müssen sie das Selbstvertrauen, das sie in den vergangenen Monaten sammeln konnten in eine Überzeugung ummünzen, das sie selbst an einen Triumph glauben lässt. Bei Westbrook muss man sich da keine Sorgen machen – er hält sich immer für den besten Spieler auf dem Parkett. Ob seine Teamkollegen da jedoch mitziehen angesichts des übermächtig scheinenden Gegners ..? Darüber hinaus müssen die Wizards es ebenfalls schaffen, die Sixers an sich selbst zweifeln zu lassen. Hin und wieder ist in deren Offense eine gewisse Verzweiflung zu erkennen. Diese tritt immer dann ein wenn entweder die Dreier nicht fallen und der Gegner von den Schützen weichen und die Zone eng machen kann, Simmons seinen Flow nicht findet und aufgrund des weiterhin fehlenden Jumpers offensiv wie ein Fremdkörper wirkt oder dann wenn Joel Embiid es verpasst die notwendige Balance aus dominanter Zonenpräsenz und gefährlichem Shooting zu finden. Zwingt Washington Philadelphia in solche Situationen und kann gleichzeitig offensiv ausreichend Firepower mobilisieren, können sie die Serie verlängern und das ein oder andere Spiel gewinnen.

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Key Matchup – Simmons vs. Westbrook

Zum wichtigsten Spieler auf beiden Seiten könnte der jeweilige Point Guard und nicht unbedingt der eigentliche Star werden. Westbrook hat in den beiden Play-In-Spielen seine unterschiedlichen Gesichter gezeigt und deutlich gemacht, welche Version die Wizards benötigen, um Spiele zu gewinnen. Ist der Brodie wie im Spiel gegen die Celtics emotional nicht voll da und schafft es nicht seine Mitspieler in Szene zu setzen (5 Assists), sein Team einfach auszurechnen. Verteilt er jedoch wie gegen die Pacers 15 Assists und ist damit in jede Action voll integriert, beflügelt er seine Kollegen. Ähnliches lässt sich auch über Ben Simmons sagen. Er muss das Tempo des Spiels bestimmen, über defensive Intensität in den Fastbreak finden und offensiv Einfluss nehmen. Gelingt er das nicht, wird er im Angriff schnell auch einmal zum Minus-Spieler.

Unsere Prediction: Sixers in 6.

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