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NBA Playoffs 2021 – Die größten Überraschungen

NBA Playoffs

NBA Playoffs 2021 – Die größten Überraschungen

Die NBA Playoffs neigen sich langsam ihrem Höhepunkt zu – den NBA Finals 2021. Doch wer hat bisher für Überraschungen gesorgt? Im positiven wie im negativen Sinne? Dabei schauen wir sowohl auf ganze Teams als auch auf einzelne Spieler.

+ Ice Trae

Starten wir mal mit einer positiven Überraschung und zwar Hawks Point Guard Trae Young, dieser legt in den Playoffs bisher 29,4 Punkte in 37,8 Minuten im Schnitt auf, übernimmt immer wieder Verantwortung und trägt die Offense seiner Hawks. Auch generiert er durch seinen Drive immer wieder Platz für die Shooter, wie z.B. Kevin Huerter oder auch Bogdan Bogdanovic. Dazu kommt noch Youngs Zusammenspiel mit dem Schweizer Center Clint Capela, immer wieder findet Young Capela per Alley Oop am Korb und sorgt so für einfache Punkte.

Es bleibt spannend, ob es für die Hawks am Ende für die Finals reicht, aber auch so ist das Erreichen der Conference Finals schon ein riesiger Erfolg für die Hawks.  ‚Ice Trae‘ hat in diesen Playoffs bewiesen, dass er ein Superstar in der NBA ist und für die großen Momente gemacht ist. Mit einem Trae Young in dieser Form werden wir die Hawks zukünftig noch häufiger spät in der Postseason verfolgen dürfen.

LA Lakers

Bevor wir direkt am Anfang alle Lorbeeren verschießen, machen wir erst mal mit einem Negativbeispiel weiter und man kann es Ihnen nicht ersparen – es sind natürlich die LA Lakers. Viele auch ich, hatten sie als Championship Kandidat oder zumindest in den Finals, doch es wurde ein unterm Strich mehr als verdientes Erstrundenaus.

LeBron war überhaupt nicht im Playoffmodus und wirkte teilweise auch etwas lustlos und ja, tatsächlich auch alt. Man versuchte kaum, ihm Missmatches zu generieren und auch die Rollenspieler wie Kuzma oder Schröder waren in der Suns Serie fast Totalausfälle. Auch der Davis Ausfall am Ende der Serie kann nicht als Ausrede genutzt werden, um das Ausscheiden schön zu reden. Klar die Suns haben sehr gut gespielt und stehen nicht ohne Grund in den Conference Finals, aber die Lakers haben sich in dieser Serie nicht wie ein Team präsentiert, das letztes Jahr den Titel gewonnen hat.

+ Phoenix Suns

Da wir ja nun die Lakers als eine der großen negativen Überraschungen präsentiert haben, schauen wir uns als nächstes Mal das Team an, das die Lakers aus den Playoffs geworfen hat. Die Rede ist natürlich von den Phoenix Suns. Booker, Paul und Ayton sind wohl die drei Hauptfaktoren dafür, dass die Suns in den Conference Finals stehen.

Ayton macht offensiv als Roleman und als Anspielstation für Alley Oops einen super Job und auch am defensiven Ende lässt Ayton seine Kritiker verstummen und spielt teilweise überragend.

Chris Paul spielt genauso wie Devin Booker Weltklasse, beide tragen die Offense und Paul reißt die jungen Wilden mit seiner Erfahrung oft mit. In dieser Kombination kreieren sie eine überragende Offense von der auch Rollenspieler wie Jae Crowder oder Mikal Bridges profitieren. Bridges ist dazu noch defensiv eine riesen Stütze.

Es wird  spannend sein zu sehen, ob es für die Suns für den ganz großen Wurf reicht und sie tatsächlich in die NBA Finals kommen und diese vielleicht sogar gewinnen können. Wer noch mehr über den grandiosen Aufstieg der Suns aus der Irrelevanz zu einem Championship Contender sehen will, dem sei unser Youtube Video empfohlen. Dort wird die gesamte Reise mit allen wichtigen Stationen in knapp 18 Minuten noch mal genauer veranschaulicht und erklärt.

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Ben ‚Backstein‘ Simmons

Machen wir nun weiter mit einem Spieler, der dieses Jahr in den NBA Playoffs mal wieder enttäuscht hat. Die Rede ist von niemand Geringerem als Ben Simmons. Simmons und die 76ers schieden nach einer katastrophalen und enttäuschenden Leistung mit 4-3 gegen die Hawks aus.

Simmons war bei Weitem nicht der einzige Sixers, der seine Leistung nicht abrufen konnte. Ebenso könnte man an dieser Stelle den mit Abstand bestbezahlten (!) Sixer Tobias Harris oder Coach Doc Rivers nennen.

Doch Simmons hat einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er einfach nicht werfen will oder kann und somit neben Joel Embiid quasi nicht spielbar ist. Dass der Australier kein Shooter ist und absolut null Spacing liefert ist mittlerweile weitläufig bekannt. Dass er sich, wie in der Serie gegen die Hawks, jedoch komplett weigert am offensiven Spiel teilzunehmen und nicht einmal mehr seine eigentlich starken Drives zum Korb nimmt, war ein neuer Tiefpunkt in der Karriere von Simmons.

Grund für die Verweigerung war seine katastrophale Freiwurfquote. Simmons hatte schlicht Angst gefoult zu werden und an die Charity Stripe zu müssen. Wie schlecht Ben Simmons von der Freiwurflinie war?

Ben Simmons hat ganze 34 Prozent seiner Freiwürfe getroffen… 34 (!) Prozent.

Anders gesagt: Simmons hat in diesen Playoffs mehr Freiwürfe verworfen als Steve Nash in seiner gesamten Playoff Karriere.

Er hat auch mehr Freiwürfe verworfen als die Hawks, die Suns und die Nets als gesamtes Team…

Insgesamt hat Simmons 45 (!) Punkte an der Freiwurflinie liegen gelassen. Kein Wunder spielten die Hawks zwischenzeitlich, die eigentlich totgeglaubte ‚Hack-a‘ Taktik.

Bei diesen Quoten hilft auch Simmons überragende Defense nicht. Der neugekürte ‚Backstein Ben‘ hat auf jeden Fall eine harte Offseason vor sich. Wo er in der nächsten Saison spielen wird weiß noch niemand. Wenn es nach Joel Embiid geht auf jeden Fall nicht bei den Sixers….

Coach Bud

So nun zur letzten Enttäuschung der diesjährigen NBA Playoffs, bei der ich mich zugegebenermaßen etwas aus dem Fenster lehne, da es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, dass er mit seinem Team am Ende Meister wird. Coach Mike Budenholzer.

Auch, wenn noch die Chance auf den großen Wurf besteht und danach viele ihre Kritik relativieren werden, Mike Budenholzer war bisher eher eine Enttäuschung als ein positiver Effekt. Seine Ideen waren gerade offensiv sehr verwirrend. Geradezu offensichtliche Missmatches wurden in der Serie gegen die Nets nicht gesucht, Adjustments sind weitestgehend nicht zu finden. Defensiv entblöst man sich mit der Brook Lopez Drop Defense gegen Scorer, wie Kevin Durant oder Trae Young.

Bisher hat es zwar gereicht, aber spätestens gegen Phoenix in den Finals muss Budenholzer sich ein paar neue Lösungen überlegen. Ob Bud dazu in der Lage ist? Wir werden sehen…

+ Monty Williams

Da wir gerade bei Coaches sind, können wir uns auch gleich das perfekte Gegenbeispiel zu Mike Budenholzer anschauen. Monty Williams ist die positive Coaching Überraschung der Saison. Seine Suns haben gegen jeden Team einen perfekt Gameplan, wirken top vorbereitet und auch vor den richtigen in-game adjustments schreckt Williams nicht zurück. So muss ein Team gecoacht werden Herr Budenholzer.

So, das waren sie – meine Überraschungen der bisherigen Playoffs, positiv wie negativ. Mal Schauen für wen es am Ende reicht, um Champion zu werden und was sich bei den negativen Überraschungen tun wird. Der Sommer wir auf jeden Fall spannend.

 

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