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NBA Regular Season Recap 20/21

NBA Recap 2021

NBA Regular Season Recap 20/21

Nachdem die NBA in der vergangenen Saison mit der Bubble in Orlando bereits eine einmalige Erfahrung machen musste, war diese Saison bislang auf eine eigene Art und Weise einzigartig und wird sie mit Hinblick auf den Pandemieverlauf hoffentlich auch (vorerst) bleiben. In unserem Regular Season Recap wagen wir einen Rückblick auf eine ganz besondere Saison.

Im Normalfall ist eine Saison von Oktober bis Juni lang genug. Häufig spricht man auch von einem Marathon. Die Regular Season 2020/21 war zwar kürzer, jedoch fühlte es sich an, als wäre man über die selbe Distanz gelaufen – allerdings mit zusätzlichen Gewichten an beiden Beinen. Andrea Trinchieri, der Trainer des FC Bayern Basketball, und Dré Voigt hatten im Open Court Podcast eine schöne Metapher: Sie sprachen von einem Marathon, der aus den Sprints von Spiel zu Spiel besteht.

Natürlich bietet diese Saison wieder große Highlights und kontroversen sowie unterhaltsamen Diskussionstoff, doch (fast) leere Hallen und ein so stark komprimierter Spielplan, der für eine nächtliche Überflutung an Spielen sorgt, führen zu einem faden Beigeschmack.

Saisonstart vor Weihnachten

Die neue Saison startete, da war die vorangegangene noch gar nicht so richtig verdaut. Lebron James hatte seine Hater verstummen lassen und verließ Disney World mit einem weiteren Ring an seiner Hand. Das dazugehörige Banner offenbarten die Los Angeles Lakers übrigens erst in der vergangenen Nacht vor den Fans im Staples Center.

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Der letzte Nebensatz trifft den Saisonstart im Kern. Oder irgendwie auch nicht, denn Fans in den Hallen gibt es im Dezember so gut wie gar nicht. Die Pandemie traf die USA besonders hart und die NBA entschied sich gegen eine erneute Bubble und für eine „reguläre Saison“ mit Auswärtsreisen. Der sonst so unangenehme Reisestress war nun für die Spieler das gewollte Szenario.

Am ersten Spieltag am 22. Dezember trafen die Warriors mit Stephen Curry und ohne Klay Thompson auf die Brooklyn Nets, die erstmalig mit ihrem neuen Duo um Irving und Durant aufliefen. Die Warriors erhielten eine richtungsweisende Packung und Fans konnten erahnen, welches Potential in New York schlummerte.

Die Nachrichten um die Franchise aus Brooklyn rissen zu Saisonbeginn nicht ab, denn ein gewisser James Harden machte in den Medien sichtbar deutlich, dass er seine Zukunft nicht mehr in Houston sehen würde. Die Rockets waren gezwungen ihren Franchise Player und Playoff-Garanten der jüngeren Vergangenheit abzugeben. Philadelphia, Miami und eben die Brooklyn Nets galten als Landeplatz für „The Beard“. Nach langem hin und her wissen wir heute, dass Harden in einem historisch schlechten Trade, seine Buddies Kyrie und KD in New York verstärkte.

Natürlich explodierte nach dieser Wojbomb auch Social Media: Was geschieht in Brooklyn? Es gibt doch nur einen Ball? Was passiert mit der Defense? Wird Steve Nash für eine gute Team Chemie sorgen können? Alles Fragen, die sich mittlerweile (teilweise) beantwortet haben. Zwar haben die drei Superstars bis heute noch keine nennenswerte Anzahl an Spielen gemeinsamen bestritten, doch es ist safe-to-say, dass die Nets äußerst ernstzunehmen sind.

Der Staub legt sich langsam

Nachdem die Saison langsam Fahrt aufnahm und der Staub des Harden Trades sich allmählich legte, starteten auch die Utah Jazz durch. Neben den damaligen Top-Tier Teams aus LA etablierte sich die Mannschaft um Donovan Mitchell und Rudy Gobert an der Spitze der Western Conference. Damals noch als kurzer Höhenflug abgestempelt, war von uns in typischer Jazz-Hater Manier zu lesen, dass ein Platz unter den ersten vier, also das Heimrecht zumindest in der ersten Playoff Runde, im Bereich des Möglichen liege. Nun ja, aus diesem Höhenflug wurde dann eine konstant starke Saison, die sie womöglich an Platz eins im Westen beenden. Da bleibt uns nur zu sagen: „Sorry Trainer das war meiner“.

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Im Vergleich zu diesem Fehltritt sind unsere First Quarter Awards durchaus auch heute noch aktuell. Damaliger MVP für uns klar Joel Embiid, ROY Lamelo Ball, MIP Jerami Grant, DPOY Rudy Gobert und 6th Man Jordan Clarkson. Die größte Überraschung waren damals für uns die Utah Jazz, die diesen Titel auch heute noch verdient hätten. Als größte Enttäuschung zum Ende des Januars kamen für uns die Heat, die heute sicherlich keine völlige Enttäuschung sind, die Wizards, die sich zumindest gefangen haben und wahrscheinlich in das Play-In einziehen werden und die Pelicans um Zion Williamson, die selbst das Play-In verpassen werden, in Frage.

Verkürzter All-Star Break

Kurz vor dem All-Star Break begannen die Miami Heat, immerhin Finalist aus dem Vorjahr, den Schalter umzulegen. Zwar konnten sie seit dem nicht konstant überzeugen, doch die Heat aus den ersten Wochen der Saison sind nicht zu vergleichen mit den Heatles, die heute sicher in der ersten Runde der Playoffs stehen.

Ein Top-Team aus dem Osten fing jedoch an Sorgenfalten zu bereiten. Die Boston Celtics, damals noch um Daniel Theis, strauchelten beachtlich. Lange Verletzungen von Walker und Smart trafen die Kelten besonders. Bis heute schafften sie es nicht ihr Potential zumindest zu matchen und müssen sich heute, ohne Jaylen Brown, der für die restliche Saison ausfällt, im Play-In Turnier beweisen.

Wie bereits angesprochen führte der komprimierte Spielplan zu mehr Spielen in kürzerer Zeit. Das betraf auch das All-Star Game, das in einer normalen Saison für eine kurze Pause inmitten der Turbulenzen sorgt. Lediglich für fünf Tage wurde der Spielbetrieb ausgesetzt und das All-Star Weekend auf einen einzigen All-Star Day gekürzt. Team LeBron besiegt das Team Durant in einem nicht annähernd so spannenden Spiel, wie man es im Vorjahr bestaunen konnte.

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LeBrons Verletzung und Trade Deadline

Nach dem All-Star Break begann dann die heiße Phase der Saison, denn von nun an ging es um die Plätze für die Postseason. Einen herben Rückschlag mussten dann allerdings die Lakers verkraften. Im Spiel gegen die Atlanta Hawks knickte LeBron um und ist bis heute noch nicht wieder vollständig genesen. Als wäre das nicht schon genug, verpasste auch Anthony Davis einen Großteil der Saison, aufgrund einer Verletzung, wodurch die Lakers von einem der großen Titelfavoriten unter Umständen bis in das Play-In abstürzen. Auch Dennis Schröder, der seine erste Saison in der City of Angels spielt, konnte trotz starker Leistungen, die Verletzungen der beiden Superstars nicht auffangen.

Kurz darauf glühten die Telefonleitungen bei Adrian Wojnarowski und Shams Sharania, denn die Trade Deadline stand an. Neben den Deals von den Orlando Magic und den Denver Nuggets wechselten auch erstmalig in der Geschichte der NBA zwei deutsche Spieler die Trikots. Wagner wurde nach kurzem Gastspiel bei den Celtics gewaived und spielt mittlerweile für den Rest der Saison in Orlando. Daniel Theis musste seine Zelte in Boston abbrechen und in die Windy City zu den Chicago Bulls ziehen.

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Doch damit nicht genug, denn auch Isaiah Hartenstein durfte die Koffer packen. Für ihn ging es von den Nuggets zu einer größeren Rolle nach Cleveland zu den Cavaliers.

Wie nach der Trade Deadline üblich, gab es anschließend wieder einige Buyout Kandidaten, welche die Chance witterten bei einem Contender unterzukommen. Die beiden prominentesten Namen dabei waren in diesem Jahr LaMarcus Aldridge, der kurz nach seinem Wechsel zu den Brooklyn Nets aufgrund gesundheitlicher Probleme seine Karriere beendete und Andre Drummond, der die Big Man Rotation der Lakers verstärkte.

Playoff Push und weniger Tanking

Seitdem die Kader der 30 NBA Teams den finalen Feinschliff bekamen, startete für einige Teams der Kampf um die Playoffs, während es für einige (wenige) Teams nur noch um die Lottery Platzierung geht. Als hätte diese Saison nicht bereits genug Neuerungen präsentiert, gibt es in wenigen Tagen erstmalig das Play-In Turnier zu bestaunen. Für einige der Fluch, nicht sicher für die Playoffs qualifiziert zu sein, für andere Mannschaften ein Segen, überhaupt so spät in der Saison noch um etwas Ernsthaftes zu spielen.

Das führt dazu, dass wir das erste Mal seit geraumer Zeit erleben, dass ein Großteil der Liga noch wichtige Spiele zu bestreiten hat und nicht die Saison auslaufen lassen und Minuten an Spieler 14 und 15 aus ihrer Rotation abgeben kann. Dies verleiht den finalen Wochen und Tagen der Spielzeit eine ganz neue Qualität, die so in der Vergangenheit nicht gegeben war. Die Frage, ob das Play-In Turnier auch in Zukunft bleibt, wird dann im Sommer beantwortet.

Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel erlebt, gesehen und gehört, doch die beste Phase der Saison steht jetzt erst noch bevor. Das Vibes Magazine ist heiß und wir freuen uns mit euch auf eine spektakuläre und hochklassige Postseason!
It’s Playoffs, Baby!

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