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Ein Wochenende wie kein anderes: Die Final Four in New Orleans

NCAA Final Four

Ein Wochenende wie kein anderes: Die Final Four in New Orleans

Jedes Jahr im März verschiebt sich der Fokus der Basketballwelt auf die NCAA (National Collegiate Athletic Association) und dessen Highlight des Jahres: March Madness.

64 Mannschaften kämpfen um den nationalen Titel der besten College-Basketballmannschaft des Jahres. Von zukünftigen NBA Stars zu kuriosen Trainerfiguren und Cinderella-Geschichten bringt der März in den Vereinigten Staaten das beste und dramatischste Basketballturnier der Welt in den Vordergrund, mit dem Ziel einen Ort zu erreichen: die Final Four.

New Orleans, Tulane Slated to Host 2022 Men's Final Four - Tulane University Athletics

(2) Villanova vs. (1) Kansas

In diesem Jahr fiel die Wahl der Final Four location auf New Orleans und dessen 75.000 Platz Stadion: der Caesars Superdome. Das Heim-Stadion der New Orleans Saints wird somit für ein Wochenende der Mittelpunkt Amerikas und gibt vier der besten College-Teams die Möglichkeit in die Geschichte einzugehen.

Im ersten Halbfinale des Turniers treffen zwei hochtalentierte und gut trainierte Mannschaften aufeinander. Beginnen wir mit dem Gewinner der Mid-West Region(1) Kansas, eine Mannschaft mit zwei zukünftigen NBA Talenten als Flügel (Ochai Agbaji und Christian Braun) und einer soliden Front-Line mit erfahrenen Spielern wie David McCormak und Mitch Lightfoot. Und das ist eigentlich schon alles: die einzige Reserve, welche wirklich Spielzeit bekam war Remy Martin (und der zuvorgenannte Mitch Lightfoot, der aber nur 9 Minuten gespielt hat).

Trotzdem ist Kansas der Favorit im ersten Spiel des Abends gegen (2) Villanova. Die kleine Privatuniversität aus Philadelpia hat in den letzten Jahren schon öfters bewiesen eines der stärksten Basketballprogramme Amerikas zu haben. Unter der Leitung des Hall of Famers Jay Wright gewann Villanova 2016 und 2018 den Titel und bewies, dass sie ohne weiteres gegen größere und bekanntere Gegner gewinnen können: Beispiel 2016, der wohl bekannteste Buzzer Beater aller Zeiten (gegen North Carolina):

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Doch solch ein spannendes Spiel wie 2016 wurde uns am Samstag nicht in New Orleans geliefert: Kansas gewinnt das Spiel eindeutig 81-65. Villanova fand nie wirklich ins Spiel, dessen zweit-bester Scorer Justin Moore riss sich im Viertelfinale die Achillessehne und ein Ersatzspieler rückte in das Starting Lineup gegen Kansas (Siehe da, eine weitere Mannschaft mit nur 5 guten Spielern). Kansas dominierte das Spiel (29/54 FG und 13/24 FG3) während Villanovas Schicksal schon lange vor der Halbzeit entschieden war.

(2) Duke vs. (8) North Carolina

Doch das Highlight des Abends, wenn nicht sogar des Jahres, stand noch auf dem Programm: (2) Duke gegen (8) North Carolina: Die größte Rivalität dieses Sportes, zwei Mannschaften und Universitäten dessen Rivalität die Geschichte dieses Sportes geschrieben hat. 258 Mal wurde Duke gegen North Carolina gespielt, aber noch nie haben die beiden legendären Mannschaften im NCAA Tournament gegeneinander gespielt. Und oben drauf noch das: Mike Krzyzewski, Dukes Trainer der letzten 47 Jahre und der wahrscheinlich beste (und kontroversiellste) Trainer der College-Geschichte, hatte vor dem Beginn der Saison seinen Rücktritt nach der Saison bestätigt. Somit war alles bereit, 75.000 Fans in einem ausverkauften Football Stadion für das erste Treffen dieser zwei Titanen im NCAA Tournament und gleichzeitig das potenziell letzte Spiel der größten Figur des Sports in dessen letzten 50 Jahren.

Coach K says goodbye as North Carolina down Duke in US NCAA Final Four - Pehal News

Das Spiel an sich war relativ knapp: nach 20 Minuten stand es 37-34 Duke, eine Mannschaft mit potenziell fünf NBA Draft Picks in dessen Kader (Paolo Banchero, A.J. Griffin, Mark Williams, Wendell Moore und Trevor Keels) war der klare Favorit, doch North Carolina hatte sich schon zu Beginn des Turniers gegen Vorjahressieger Baylor und UCLA als Underdog durchgesetzt. Speziell dessen Center Armando Bacot (11 PTS, 21 REB) dominierte unter dem Korb und gab North Carolina die defensive Sicherheit, welche Duke das ganze Spiel selber nicht hatte. In den letzten Minuten des Spiels fiehl dann alles für Duke komplett auseinander: UNCs Guards Caleb Love (28 PTS) und RJ Davis (18 PTS) fanden wenig Resistenz auf dessen Weg zum Korb und Duke begann dann auch selber offensiv mit verfehlten Freiwürfen und Turnovers das Spiel zu begraben.

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Und somit hatten wir die Storyline für den Rest des Abends und der kompletten Saison: Coach K verliert sein letztes Spiel als Duke-Trainer gegen dessen größten Rivalen im ersten Spiel dieser zwei im NCAA Tournament für die Chance im Finale um den Titel zu spielen.

(1) Kansas vs. (8) North Carolina

Nun bleibt logischerweise noch eine große Frage offen: Wer wird National Champion? Kansas und North Carolina sind beide sogenannte „Blue Bloods“ (zwei der besten sechs Mannschaften aller Zeiten der Sportart. Der Rest: Duke, Kentucky, UCLA und Indiana), deswegen waren die Erwartungen für das Spiel hoch. Und es würde uns nicht enttäuschen.

North Carolina begann das Spiel außer Rhytmus, mit vielen kleinen Fehlern, welche Kansas die Möglichkeit gaben gleich zu Beginn einen soliden Vorsprung auf UNC auszubauen. Doch dieser hielt nicht lang und North Carolina beendete die erste Hälfte mit einem der besten Runs des Turniers und ging mit einem 15 Punkte Vorsprung in die Halbzeit.

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Kansas und dessen Trainer Bill Self ließen sich aber von UNCs Momentum nicht einschüchtern und begannen die zweite Hälfte mit einem balancierten Angriff und einer Reihe von guten Defensiv-Posessions. David McCormack, der Center der Jayhawks, war in der zweiten Hälfte das Herz und die Seele der Mannschaft. Seine 15 Punkte und 10 Rebounds zwangen UNC ihre Defensiv-Strategie zu ändern, was dann den Kansas Guards Christian Braun und Remy Martin die Chance gab das Spiel nach der Aufholjagd zu kontrollieren. Die letzten 3 Minuten des Spiels waren dann entscheidend: North Carolina und Kansas lieferten sich einen Schlagabtausch bis dann McCormack back-to-back Körbe in der letzten Spielminute realisierte, welche Kansas dann einen 3-Punkte-Vorsprung gab den sie nicht mehr verlieren würden.

Kansas basketball erases 15-point deficit vs. UNC for NCAA title

Und somit hatten wir unseren National Champion für 2022: die Kansas Jayhawks, dessen vierter Titel seit 1958 und Bill Selfs zweiter Titel als Trainer. Für Kansas ist dieser Titel sicherlich mehr als verdient, sie waren die einzige Mannschaft welche während dem Turnierverlauf nie wirklich unter Druck schien und von Spiel zu Spiel besser wurde. Und nach vielen Enttäuschungen in den letzten Jahren kann Kansas wieder den Tron der NCAA besteigen.

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