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Suns (1) vs. Lakers (1) | Recap NBA Playoffs

Lakers Suns NBA Playoffs

Suns (1) vs. Lakers (1) | Recap NBA Playoffs

Was sich in Game 2 ändern musste

Das erste Spiel der Serie hatten die Suns ziemlich souverän für sich entscheiden können und dementsprechend groß war der Aufschrei in der NBA. Würde der Vorjahres-Champion nach einer durchwachsenen regulären Saison schon in Runde eins nach Hause fahren müssen? Verhältnismäßig schnell kamen Stimmen auf, die an LeBrons record nach verlorenen ersten Spielen einer Serie erinnerten und insbesondere aus der Lakers Fanszene hörte man nur wenig sorgenvolle Stimmen nach der 90:99 Niederlage in Spiel eins. Zwischen overreaction nach einem Spiel bis zu komplett gegenteiligen Reaktionen war also sehr viel dabei. Fest stand aber, dass die Lakers kein gutes Spiel abgeliefert hatten in Phoenix letzten Sonntag und einiges ändern mussten, um im zweiten Spiel die Serie auszugleichen.

Zum einen gab es da einen Devin Booker, der bei seinem Playoffs Debüt überhaupt nicht in den Griff zu kriegen war und 34 Punkte auflegte. Ebenfalls bei seinem Debüt war Ayton in der Zone ein absolutes Beast für die Suns und kam auf 21 Punkte und 16 Rebounds. Die Lakers hatten sich also von zwei Playoffs-Debütanten überrumpeln lassen. Offensive Antworten von Frank Vogels Team waren dagegen Mangelware. Davis hatte mit seinen 13 Punkten sein Playoffs Career-low erreicht und auch vom Rest des Teams kam extrem wenig. LeBron hatte sein berühmtes „Ich schau erst mal, wie der Gegner so verteidigt“ Game und die Rollenspieler KCP, Matthews oder Kuzma kamen zusammen auf 1/11 Dreier. Dazu kam ein schwacher Andre Drummond, der defensiv eine Rotation nach der nächsten verschlief. Insgesamt also viele Stellschrauben, an denen LA vor Spiel zwei der Serie drehen musste.

So reagiert man auf Kritik!

Die Stars der Lakers waren es, die in Spiel eins schwächelten. Die Stars der Lakers waren es, die Game zwei für die Lakers gewannen.

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Vieles von dem, was nach Spiel eins gefordert wurde, konnten die Lakers umsetzen, wenn auch bei weitem noch nicht alles perfekt war. Drummonds Defense war nach wie vor fehlerhaft und LeBron schien immer noch weit weg von 100% Playoffs LeBron zu sein. So gut wie nie sah man ihn aggressiv zum Korb ziehen oder Missmatches gegen körperlich deutlich schwächere Spieler (z.B. Booker) ausnutzen. Seine Punkte kamen fast ausschließlich aus wilden Dreien oder Fadeaways. Diese sahen teilweise schon arg unkonventionell aus, waren aber mitentscheidend für den Lakers Win.

Auch Anthony Davis war trotz seiner dominanten Performance noch weit weg vom Maximum. Sobald er zum Korb zog, waren Punkte vorprogrammiert. Zu stoppen war Davis für die Suns Defense dann zumeist nur mit einem Foul und so ging AD insgesamt 21 mal an die Linie (18 Treffer). Zu häufig wählte Davis aber die bequemere Variante in Form des midrange jumpshots. Einen Wurf, den AD durchaus treffen kann, der aber aktuell überhaupt nicht fallen will und somit gern gesehen ist bei den Phoenix Suns. Immerhin zwei seiner vier Dreier fanden ihr Ziel, einer davon im wichtigen Lakers Run kurz vor Ende der Partie.

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Wer spielt auf der Fünf?

Eine Frage, die sich auch nach den beiden ersten Playoffs Spielen der Saison noch nicht so recht beantworten lässt. Harrell durfte sich im ersten Spiel 15 Minuten versuchen und kam in der Zeit auf solide 12 Punkte. Auf Grund seiner fehlenden Größe fand er sich dann im zweiten Spiel über die volle Länge auf der Bank wieder. Bei Gasol das Ganze umgekehrt. Dieser musste Spiel eins von der Bank beobachten, dufte in Spiel zwei jedoch 20 Minuten mitwirken. Sein Dreier ist sein Vorteil im Vergleich zu Harrell und Drummond und immerhin zwei davon konnte er in seinen 20 Minuten versenken. Defensiv ließ die Switching defense Gasol alt aussehen und die Suns versuchten ihn in eins gegen eins Situationen zu attackieren. Gegen Offensivspieler wie Devin Booker sah Gasol dann leider sehr machtlos aus. Ähnliche defensive Probleme hat auch Andre Drummond, der auf der anderen Seite in Spiel zwei aber mit viel Einsatz unter dem Korb überzeugen konnte.

Harrell, Gasol und Drummond – alle drei bringen Stärken mit und werden je nach Matchup Minuten sehen. Gleichzeitig bringen alle drei auch offensichtliche Schwächen mit, die sie teilweise gerade in der Crunchtime unspielbar machen. Die ideale Lösung ist Anthony Davis auf der Center Position. In der Vergangenheit wurde ihm häufig nachgesagt, dass er diese Position nur ungern übernimmt, vor den Playoffs stellte er aber klar, dass er dazu bereit ist. Davis kombiniert die Stärken der drei anderen und hat auf dem Papier keine wirkliche Schwachstelle. Er macht defensiv die Zone zu und ist schnell genug um Spieler wie Booker am Perimeter zu verteidigen. Offensiv kann er das Feld breit machen, genauso gut aber auch den Korb attackieren. Wenn die Lakers dieses Jahr erfolgreich sein wollen, führt kein Weg an Davis auf der fünf vorbei.

 

 

Was kommt von den Rollenspielern?

Sorgenkinder der Lakers bleiben währenddessen Rollenspieler wie Kuzma, KCP oder Matthews. Weil der Dreier überhaupt nicht fallen will, kommt über Schröder, James, Davis und Drummond hinaus kaum Scoring. THT kann man noch am wenigsten einen Vorwurf machen, da er sehr viel versucht und mit seinen zwanzig Jahren einfach häufig noch etwas zu grün hinter den Ohren ist. Der Rest erfüllt defensiv seine Rolle, KCP zum Beispiel jagt Booker regelmäßig um Screens. Trotzdem werden die Lakers, insbesondere mit Blick auf die weiteren Playoffs mehr offensiven Support der Rollenspieler benötigen und dafür müssen sie ihren Dreier finden. Dass er es weiter probieren soll, musste sich KCP auf jeden Fall mehr als deutlich von LeBron anhören.

Es wird definitiv spannend zu beobachten, wie die Serie jetzt weiter verläuft. Aus Lakers Sicht ist der Start in die Serie mehr als solide – man konnte ein Spiel in Phoenix gewinnen und darf nun zweimal hintereinander vor den eigenen Fans im Staples Center spielen.

Unsere detaillierte Prediction zur Serie findet ihr in diesem Artikel:

NBA Playoffs 2021 – Preview Suns (2) vs. Lakers (7)

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