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Der Aufstieg des DeAndre Ayton

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Der Aufstieg des DeAndre Ayton | Phoenix Suns

Und der 1st Pick lautet?

Der 2018er NBA Draft war gespickt mit hochkarätigen Prospekts. Luka Doncic, Trae Young um nur ein paar zu nennen. Phoenix, die im besagten Draft den 1st Pick besaßen, standen vor einer schwierigen Entscheidung und zwar sollten sie sich für einen Guard entscheiden, der möglicherweise zu einem NBA Superstar reifen kann oder sprechen sie sich für einen Big Man aus, der zwar nicht ganz so viel Glamour besitzt aber perfekt zu den Suns passen würde?

Die Franchise aus Arizona entschied sich für zweiteres und somit ging NBA Comissioner Adam Silver ans Pult und sprach die legendären Worte aus, die sich jeder junge Spieler zu hören wünscht : „With the 1st Pick in the 2018 NBA Draft, the Phoenix Suns select… DeAndre Ayton from the University of Arizona.“

So war es entschieden, Ayton wird in der NBA für die Phoenix Suns zum Einsatz kommen. Man erwartete sich viel vom 2,11 Meter großen Center, der das Big Man Problem der Suns lösen sollte. Zusammen mit Franchise Player Devin Booker erhofften sich die Suns ein dynamisches Duo, welches die eins berüchtigte Franchise wieder ins gelobte Land der besten Basketballiga der Welt führen sollte.

Ayton ganz gut, aber die Suns naja

Die Suns steckten in den letzten Jahren in einer tiefen Depression. Seit 2010 erreichte man nicht mehr die Postseason, viele Experimente (Bledsoe, Thomas, Dragic Kombintation) scheiterten und einige Talente (Chriss, Bender) erbrachten nicht die gewünschten Leistungen.

Mit DeAndre Ayton erhofften sich die Suns einen dominanten Center, der in naher Zukunft 20 Punkte und 10 Rebounds auflegen kann und somit Phoenix wieder in Richtung Playoffs bringt. Die ersten Jahre des Bahamers verliefen aus persönlicher Sicht auch nicht schlecht. In seiner ersten Spielzeit legte DA solide 16,3 Punkte, 10,3 Rebounds bei 58,8% aus dem Feld auf. Ihm gelang es in das All Rookie First Team zu kommen und somit ging man zwar mal wieder mit einem miserablen Record (19-63) in die Offseason, trotzalledem versprach man sich viel in Aytons Sophomore Season.

Und die Suns wurden keinesfalls enttäuscht. Nicht nur verbesserten sich die Suns in der 2019/20 Saison wesentlich (34-39 Record, dazu 8-0 in der Bubble), auch stiegen die individuellen Statistiken des Centers deutlich an. 18,2 Punkte, 11,5 Rebounds, zwar „nur“ bei 55,3% Feldwurfquote, allerdings fing Ayton damals an ein paar Dreier zu werfen, welche seine Quote ein bisschen sinken ließen.

Und was war in Aytons 3. Saison?

Die Phoenix Suns verpflichteten zu Beginn dieser Saison den „Point God“ und Floor General Chris Paul, der die Thunder zuvor in die Playoffs geführt hat. Ähnliches erwarteten sich die Suns, die mit dem 8-0 Bubble Run bewiesen haben, dass mit ihnen zurechnen sein wird. Gestärkt und mit voller Erwartungen gingen die Suns in DA`s 3. Spielzeit.

Dass unter Paul die Würfe und generell die Spielanteile Aytons runtergehen werden, war zu erwarten (14,4 Punkte, 10,5 Rebounds) aber das Selbstbewusstsein und die Überzeugung war bei ihm und im gesamten Team zu spüren. Auch individuell verbesserte sich DeAndre in vielen Bereichen seines Spiels. Nicht nur seine Feldwurfquote (von 55,3% auf 63,9%) steigerte sich stark, nein auch im taktischen Verständnis und in seiner Defense eignete er sich vieles an.

Er versteht es mittlerweile viel besser, als noch zu Beginn seiner Karriere, in der Zone wirklich für den nötigen Ringschutz zu sorgen und ebenfalls besser in der 1vs1 Verteidigung zu sein. Mit hohem Selbstbewusstsein, neu erlernten Skills und einem grandiosen Record (51-21) ging Ayton in seine ersten NBA Playoffs. Und was kam dann?

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Phoenix Suns – mit DA in die Finals?

Mit hohen Erwartungen gingen die Phoenix Suns in die diesjährigen Playoffs. Im Erstrundenmatchup trafen die Suns auf den amtierenden Champion LA Lakers. Und direkt in seiner ersten Playoffrunde lies Ayton schon einmal durchblicken, was alles in ihm steckt.Er legte in jedem Spiel dieser Runde ein Double- Double auf, wodurch DA schon früh durchgängig konstant seine Leistungen auf das Parkett gebracht hat.

In den West Semis gegen ein geschwächtes Denver Team bewies er ebenfalls, dass er solide bis gute Leistungen Nacht für Nacht auflegt. 14,3 Punkte, 10,5 Rebounds, bei überragenden 61% aus dem Feld symbolisieren Aytons Konstanz. Diese Zahlen klingen zwar relativ unspektakulär und ja man muss zugeben, nach Superstar Niveau hören sich diese Zahlen auch nicht an. Das ist es aber auch nicht was Ayton so gut und wichtig macht. Es ist das Gesamtpaket und vor allem die Konstanz, die Ayton als einen so wichtigen Bestandteil dieses Suns Team definieren. Dazu kommen seine vielen Offensivrebounds (3,3 ORB`s pro Spiel) und Hustle Plays, welche den Suns oftmals weitere wichtigen Posessions bescheren.

Nachdem sich die Suns gegen Denver eindrucksvoll mit einem Sweep in die Conference Finals katapultiert haben, müssen sie in einem schwierigen Matchup gegen die Los Angeles Clippers ran. Nicht nur steigerten sich die Statistiken des 22 Jährigen Centers stark (18,2 Punkte, 13 Rebounds und 67,7% Feldwurfquote). Er bescherte den Suns in Game 2 einen phänomenalen Gamewinner per Lobanspiel, welche den Suns zwischenzeitlich eine 2-0 Führung einbrachte.

Nun versucht Phoenix seit 1993 mal wieder in die NBA Finals einzuziehen. Falls es Phoenix schaffen sollte die NBA Championship zu gewinnen, beweist Ayton endgültig, dass er für jeden Contender einen entscheidenden Impact bringen kann.

Was kann man in Zukunft von Ayton erwarten?

Ayton hat in seinen ersten drei NBA Jahren bewiesen, dass er erstens kein Bust ist und zweitens das er viel Potenzial besitzt, was er noch ausbauen kann. In der Offense ist er gesegnet mit einem guten Pick&Roll und Pick&Pop Game, mit einem guten Mitteldistanzwurf im Faceup als auch Turnaround Jumper. Ebenfalls kann er Alley Oops in den Korb stopfen und aus dem Post agieren. Wenn er sich jetzt noch einen Dreier draufpackt, ist Ayton kaum noch aufzuhalten.

In der Defense sind auch die nächsten Entwicklungsschritte zu sehen. Von einem eher durchschnittlichen Verteidiger ist der Bahamer zu einem guten Defender rangereift. Falls er sich ich in diesem Bereich verbessern sollte, ist nicht auszuschließen das Ayton in den kommenden Jahren zu einem der besten Center der Liga heranwachsen kann.

Eine All Star Karriere des jungen Big Men ist auf alle Fälle zu erwarten. Ob er irgendwann einmal als bester Spieler eines Contenders sein Team zum Titel führen kann, ist zwar zu bezweifeln, allerdings beweist Ayton jetzt schon, dass er die 2. oder 3. Option sein kann.

Dieser Junge hat noch eine große Karriere vor sich, nicht umsonst ist DA im 2018er Draft der 1.Pick gewesen. Im Moment und wahrscheinlich in Zukunft wird er aufzeigen, dass die Suns mit ihm eine richtige Wahl getroffen haben.

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