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Die 2000er Bad Boy Pistons- Throwback Thursday

Die 2000er Bad Boy Pistons

Die 2000er Bad Boy Pistons- Throwback Thursday

Am „Throwback Thursday“ möchten wir euch jeden Donnerstag Teams aus der Vergangenheit vorstellen, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Dabei geht es zwangsläufig nicht nur um Teams, die sich am Ende auch die Championship- Ringe angesteckt haben, sondern auch um jene, die es versäumt haben, sich die Krone aufzusetzen. Der heutige Artikel soll sich mit den Bad Boy Pistons aus den 2000er Jahren auseinandersetzen. Was machte die Pistons stark? Was erreichten sie in ihrer Blütezeit? Und zum Schluss haben wir noch einen kleinen Bezug zu den aktuellen Detroit Pistons;) Viel Spaß beim Lesen:)

Die zweite Auflage der Bad Boys

Die Detroit Pistons gehörten schon immer zu den härtesten und meist arbeitenden NBA Teams. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre versetzten die Pistons die Liga in Angst und Schrecken. Spieler wie Isaiah Thomas, Joe Dumars, Bill Laimbeer oder Dennis Rodman repräsentierten die Stadt Detroit in Perfektion. Hart arbeitende Jungs, die nicht durch ihre offensiven Fähigkeiten glänzten, sondern viel mehr sich durch ihre defensive Arbeit ihren Platz in der Liga erarbeiteten.

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Und das zahlte sich voll und ganz aus, denn die Pistons gewannen im Jahr 1989 und 1990 die NBA Finals. Aufgrund ihrer harten Gangart wurden sie auch die „Bad Boy Pistons“ genannt. Nach dem Finals Sieg im Jahr 1990 ließen die Pistons nicht mehr groß auf sich aufmerksam machen. Doch Anfang der 2000er Jahre formte sich in Detroit ein neues Team, welches große Ähnlichkeiten mit den Bad Boys aus den 80ern hatte. Spieler wie Chauncey Billups, Ben Wallace, Rasheed Wallace, Richard Hamilton oder auch Tayshaun Prince formten sich in Detroit zu den neuen „Bad Boy Pistons“. Diese sollten, ähnlich wie die vorherige Auflage, ebenfalls die gesamte NBA in Angst und Schrecken versetzen. Ein Abend in dem der Gegner über 100 Punkte auflegte, war eine große Überraschung. Sie zeichneten sich vor allem durch ihre defensive Stärke aus. Mit einem Defensiv Rating von 84,3 OPPG belegten die 2003er/04er Pistons den zweiten Platz in dieser Kategorie. Die Fans hatten endlich wieder etwas worüber sie jubeln durften. Rudelbildungen und Auseinandersetzungen auf dem Feld waren nicht selten. Charaktere wie Ben Wallace waren leicht reizbar und zeigten ihre Präsens vor allem durch ihre harte Gangart. Bodychecks, Dirty Plays und Trash Talk standen an der Tagesordnung. Auch waren die Pistons an der bisher größten Schlägerei in NBA History verwickelt, welches unter dem Namen „Malice at the Palace“ in die Geschichtsbücher geht. Die Pistons waren back und vor allem waren sie auf der Jagd nach der NBA Championship.

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Was machte die Pistons so stark?

Das erste woran man denkt, wenn man sich mich den Detroit Pistons aus den 2000ern auseinandersetzt, ist deren Defense. Die Pistons gehörten zu den gefürchtetsten Teams der NBA. Wenn ein anderes Team sah, dass die Pistons auf dem Spielplan standen, wurde ihnen mit Sicherheit Angst und Bange. Die Pistons legten eine Ausstrahlung an den Tag, welches zuvor nicht viele historische Teams ausstrahlten. Keiner hatte Lust gegen Detroit zu spielen. Und im Gegensatz dazu hatten die Pistons extrem Lust ihren Gegnern deren Grenzen aufzuzeigen. Sie hatten mit die beste Defensive der Liga. Zwar wurde in den 2000ern generell nicht viel gescort, doch das Team aus Motor City schaffte es unter diesen vielen guten Defensiven noch einmal mit die beste zu sein. Wie schon angesprochen, die Pistons legten in der 2004er Saison ein Defensiv Rating von 84,3 OPPG auf, im Jahr 2005 waren es 89,5 OPPG. Mit den Indiana Pacers kämpften sie jährlich um die beste Defensive der Liga. Vor allem der viermalige Defensive Player of the year- Ben Wallace ist herauszustellen. Wallace war das Herz dieses Pistons Team. Er war der defensive Koordinator, der den gesamten Laden zusammenhielt. Er war maßgeblich für die herausragende Verteidigung Detroits verantwortlich.

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Zwar waren die Pistons auf offensiver Seite nicht gerade begnadet (90,1 PPG, 6. schlechteste Offense), doch das brauchte es zur damaligen Zeit auch nicht. Ihre Stärke lag vor allem in der Breite ihres Rosters. Gleich vier Spielern scorten zweistellig. Ben Wallace und Mehmet Okur legten mit 9,5 und 9,6 PPG auch fast zweistellige Punktwerte auf. Das spricht für eine große Variabilität im Spiel der Pistons. Sie waren aufgrund dieser Stärke äußerst schwer auszurechnen, was den Gegnern oftmals Probleme bereitete. Ihre herausragende Defense, ihr variables Spiel und ihre Einsatzbereitschaft, alles auf dem Basketballfeld zu geben, machten die Pistons nur äußerst schwer zu schlagen.

Die Championship 2003

Zwar waren die Pistons schon im Jahr zuvor ein Contender auf die heißbegehrte Larry O`Brien Trophy, doch im Jahr 2003 schieden sie noch gegen die New Jersey Nets in den Eastern Conference Finals aus. Im Jahr darauf nahmen sich die Pistons vor, eine große Rolle im Kampf um die Championship Trophy zu spielen. Auf Worte ließen schließlich Taten folgen, denn mit einem Record von 54-28 und dem 2nd seed im Osten, brachten sich die Pistons in eine äußerst vorteilhafte Ausgangsposition. Vor ihnen standen lediglich Indiana Pacers, rund um Jermaine O´Neil, Ron Artest und Reggie Miller, die als größte Konkurrenten Detroits galten. Es entwickelte sich ein regelrechter Hass zwischen diesen beiden Teams, denn beide spielten eine ähnliche Art von Basketball. Beides waren defensiv orientierte Teams, die mit ihrer physischen Härte die Gegner in Angst und Schrecken versetzten. Es war davon auszugehen, dass sich die Pacers und Pistons auch in den Eastern Conference Finals begegnen würden. Genauso kam es auch, denn die Pistons besiegten mit Leichtigkeit die Bucks in der ersten Runde und auch die New Jersey Nets konnten nach sieben hart umkämpften Spielen hinter sich gelassen werden. In den Conference Finals hieß es dann schließlich: Pistons vs Pacers. Es war eine hart umkämpfte Serie. Kein Team kam in den sechs Spielen der Serie je über die 100 Punkte Marke. Pistons Star Richard Hamilton führte sein Team schlussendlich in die Finals. Mit starken 23,7 Punkten pro Spiel war er der einzige Spieler in dieser Serie, der über 20 Punkte averagete. In den Finals trafen die Pistons dann auf das Superteam aus Los Angeles. Kobe und Shaq vs Hamilton und Chauncey, das versprach eine Menge Spannung. Pustekuchen, denn die Lakers waren in den Finals 2004 ein Totalausfall. Nichts passte mehr zusammen. Die Teamchemie der Lakers war vollkommen hinüber und außer Kobe und Shaq averagete niemand über 10 Punkte pro Spiel. Diese Schwächen machten sich die Pistons zunutze und zerstörten die Kalifornier in innerhalb von 5 Spielen. Finals MVP wurde Star Point Guard und Lockdown Defender Chauncey Billups, der Kobe Bryant während der gesamten Serie bei einer Wurfquote von 38,1% hielt. Die Pistons gewannen, wie immer, durch ihre großartige Defense. Der NBA Champion 2004 kommt aus Detroit und das vollkommen verdient.

Knappes scheitern gegen die Spurs

Nachdem die Pistons im Jahr 2004 die Championship an sich reißen konnten, versprachen sie sich natürlich dieses zu wiederholen. Die Pistons waren heiß, doch nicht nur das, auch das Roster, mit dem sie die Chip gewonnen haben, blieb bestehen. Doch der Repeat würde nicht unbedingt einfach werden, denn die Qualität der anderen Teams hat sich nicht sonderlich verschlechtert. Ganz im Gegenteil, mit Teams wie den Spurs, den Pacers oder den Nets warteten starke Konkurrenten, die sich den Pistons entgegenstellen würden. An der Toughness der Bad Boys änderte dies allerdings nichts, denn sie waren fest entschlossen den Repeat anzustreben. Die Pistons spielten eine fantastische Saison. So wie schon in der Saison zuvor, legten die Pistons einen Record von 54-28 hin. Das bedeutete einmal wieder den 2nd seed im Osten. In der ersten Playoffrunde trafen die Pistons auf auf die Philadelphia 76ers. Diese konnten sie mit 4-1 leicht abfertigen. In den Semis waren die Pacers der Gegner. Ohne einen ihrer besten Spieler, in Ron Artest, konnten die Pacers allerdings kaum etwas ausrichten. Die Pistons dominierten vor allem aufgrund ihrer Vielseitigkeit. Fünf Spieler der Pistons verzeichneten über 10 Punkte in der Serie gegen die Pacers. Angeführt von Hamilton, Billups und Wallace fuhren die Pistons einen 4-2 Seriensieg ein, womit sie im Anschluss, in den Eastern Conference, auf ein junges Miami Heat Team trafen. Angeführt von einem jungen Dwayne Wade und einem erfahrenen Shaquille O`Neil machten die Heat den Pistons große Probleme. Wade und Shaq legten zwar beide über 20 Punkte pro Spiel auf, doch die Pistons konnten sich Scoring technisch noch einmal steigern. Hamilton averagete fast 24 Punkte, Billups kam auf 17 und auch Tayshaun Prince, sowie Rasheed Wallace verbesserten ihre Punktwerte. Nach sieben hart umkämpften Spielen waren die Pistons der Sieger.

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Die NBA Finals 2005 standen an und der Gegner hieß San Antonio. Diese Finals waren geprägt durch defensive Härte und wenig Scoring. In den gesamten Finals schafften es die Pistons lediglich einmal die 100 Punkte Marke zu überschreiten. Die Pistons spielten sehr gute Finals. Sie hielten gut mit und zwängten die Spurs bis in ein entscheidendes Game 7. Doch ein überragender Tim Duncan und ein fantastisch aufspielendes Spurs Team gewann im heimischen SBC Center mit 84-71. Dieser war, selbst für die starken Pistons, unaufhaltsam (Averages von 20,6, 14,1 und 2,1). Die Pistons verloren die Finals und das war auch das letzte mal, dass sie die NBA Finals erreichten. In den darauffolgenden zwei Jahren kamen die Pistons zwar noch bis in die Conference Finals, doch für den großen Coup sollte es nie mehr sein. Die Ära der Bad Boy Pistons war vorrüber.

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Isaiah Stewart- Der neue Bad Boy?

Die Pistons rühmten sich in den vergangenen Jahren nicht gerade mit Erfolgen. Außer ein paar Erstrunden Niederlagen wiesen die Pistons sonst keine Playoff Teilnahmen vor. Auch in dieser Saison schien das bisher nicht sonderlich besser zu werden, doch zumindest die Kämpfe sind wieder zurückgekehrt. Doch über was sprechen wir überhaupt? Am vergangenen Sonntag kam es im Spiel gegen die Los Angeles Lakers zu einer gewaltigen Auseinandersetzung. Nachdem Pistons Spieler Jeremi Grant einen Freiwurf verwandelte, versuchte Lakers Star LeBron James, Isaiah Stewart auszuboxen. Der King erwischte ihn allerdings mit der Faust im Gesicht, woraufhin das Gesicht des 20 jährigen anfing stark zu bluten. Daraufhin kam es zu einer Rudelbildung. Stewart wurde während der Auseinandersetzung immer aggressiver und versuchte sich mit LeBron zu schlagen.

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Den Mitspielern und Assistant Coaches gelang es nicht Stewart zurückzuhalten, denn Isaiah schaffte es immer wieder sich zu befreien und von neuen den Kampf mit James zu suchen. Die Aggressivität Stewarts war in dieser Situation unbeschreiblich. Er wollte nichts lieber, als LeBron für seinen Faustschlag das gleiche zurückzugeben. LeBron James wurde für seine Tätlichkeit für ein Spiel gesperrt. Stewart bekam für seine Taten eine zwei Spiele Sperre. Diese Aktion von Stewart erinnert doch an die alten Detroit Pistons. Spiele in denen sich die Spieler an die Gurgel gingen und bereit waren sich ordentlich zu prügeln. Egal was man davon hält, doch viele sehen in Stewart eine light Version von Ben Wallace. Zumindest was seine Mentalität und seine Härte angeht.

NBA Finals 2016- Throwback Thursday

 

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