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Throwback Thursday- Die legendären Celtics Lakers Finals 2010

Celtics Lakers Finals 2010 - Throwback Thursday

Throwback Thursday- Die legendären Celtics Lakers Finals 2010

Am „Throwback Thursday“ möchten wir euch jeden Donnerstag Teams aus der Vergangenheit vorstellen, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Dabei geht es aber nicht zwangsläufig nur um Teams, die sich am Ende auch die Championship- Ringe angesteckt haben, sondern auch um jene, die es versäumt haben, sich die Krone aufzusetzen. In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit den legendären 2010er NBA Finals zwischen den Boston Celtics und den Los Angeles Lakers. 

Der Weg der Lakers in die Finals

Die Lakers und die Celtics sind schon seit Jahrzehnten große Erzrivalen. Die Battle zwischen den beiden Teams haben fast schon Legendenstatus, von daher sehnten sich fast alle Fans nach diesem großartigen Matchup.

Das gab es übrigens schon im Jahr 2008, als die Lakers und die Celtics in den NBA Finals aufeinandertrafen. Damals siegten die Big 4 rund um Paul Pierce, Kevin Garnett, Ray Allen und Rajon Rondo deutlich mit 4-1 gegen Kobe Bryant und seine Lakers.

Kobe und die gesamte Lakers Franchise sehnte sich nach Rache. Solch eine Niederlage durfte man nicht auf sich sitzen lassen, weshalb sie nach dem Titelgewinn im Jahr 2009, gegen die Orlando Magic, die zweite Championship in Folge als Ziel setzten. Mit einem Record von 57-25 belegten die Lakers, angeführt von NBA Legende Kobe Bryant, den 1st Seed in der Western Conference.

In den Playoffs sorgten die Kalifornier ebenfalls für klare Verhältnisse. In der ersten Runde besiegten sie junge Thunder mit 4-2, in den West Semis bekamen die Jazz einen Sweep beigebracht und in den Western Conference Finals lies man die Phoenix Suns, um Steve Nash und Amar`e Stoudemire, mit 4-2 hinter sich. Die Lakers waren heiß auf eine mögliche Revanche in den Finals.

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Der Weg der Celtics in die Finals

Aber auch die Celtics hatten in der 2009/10er Saison ein Wörtchen mitzureden. Boston stellte ein Team, welches gespickt war von Superstars und späteren Hall of Famern. Nicht umsonst hatten sie sich die Championship unter den Nagel gerissen und jedes Team in der Liga wusste, wie gefährlich die Jungs aus Massachusetts waren.

Doch in der Regular Season belegten die Celtics lediglich den 4th Seed in der Eastern Conference, gleich hinter den Hawks, Magic und Cavs. Allerdings ließen sich die Celtics die etwas holprige Saison nicht anmerken und marschierten in den Playoffs von Runde zu Runde. Die Heat wurden mit in mit 4-1 in der ersten Runde erledigt und im Anschluss wurden die Cavaliers mit 4-2 aus den Playoffs geworfen. In den East Finals revanchierten sich die Celtics am Vorjahresfinalisten, den Orlando Magic, mit 4-2.

Boom! Unsere Traumfinals sind in Erscheinung getreten. Die Boston Celtics würden in den NBA Finals auf die Los Angeles Lakers treffen, womit sich die Wünsche vieler NBA Fans erfüllten.

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Defense wins Championships

Was macht einen Contender aus? Richtig, die perfekte Balance zwischen offensiver Power und defensiver Stabilität. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Offense wins Games“, „Defense wins Championships“. Eine gute Verteidigung zu haben, ist in solch wichtigen Spielen, wie es die Finals sind, unverzichtbar. Dies galt natürlich auch für die beiden Protagonisten aus Boston und Los Angeles.

Beide Teams verfügten über hervorragende Defensivreihen, was natürlich vor allem am passenden Spielermaterial beider Teams festzumachen war. Mit lediglich 95,6 OPPG stellte Boston die 5. beste Defense der Liga. Kein Wunder wenn man Defensivspezialisten wie Kevin Garnett, Rasheed Wallace oder Tony Allen in seinen Reihen hat.

Aber auch die Lakers mussten sich in Sachen Defense nicht verstecken. Zwar verfügten die Lakers nur über die 9. beste Defense der Liga (97 OPPG), doch das war kein Grund warum man in den Finals nicht erfolgreich sein könnte. Denn wenn man an die Finals von 2010 denkt, bleibt einem nicht gerade ein Offensivfeuerwerk im Gedächtnis. In nur 2 Spielen konnte jeweils ein Team (in Game 1 die Lakers mit 102 Punkten und in Game 2 die Celtics mit 103 Punkten) die 100 Punkte Marke erreichen.

Diese Finalserie war geprägt von defensiver Härte und allgemeiner Intensität, was auch an der großen Rivalität zwischen den beiden Teams lag. Beide Finalisten wollten Prestige und Präsenz zeigen – dem Gegner wurde nichts geschenkt. Die Lakers erzielten im Durchschnitt 90,6 Punkte, die Celtics sogar nur 87,1 Punkte. Von daher hätten es beide Teams verdient gehabt die Larry O`Brien Trophy in die Höhe zu reißen, doch nur ein Team konnte es letztendlich werden.

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Ein Wechselbad der Gefühle gepaart mit purer Spannung

Die 2010er Finals zählen wohl zu einer der besten und spannendsten Finalserien aller Zeiten. Nicht nur, dass die Serie über 7 Spiele ging, nein sie war auch ein Wechselbad der Gefühle.

Die Duelle zwischen den Celtics und den Lakers waren schon immer legendär und das auch in diesem Jahr, weil beide Teams vollkommen ausgeglichen waren. Man konnte vor den Finals keinen klaren Favoriten festlegen, zu sehr war dieses Duell von Prestige geprägt. Beide Teams waren gespickt von Superstars und erfahrenen Playoff Spielern, weshalb man auch von einer langen Serie ausgehen konnte.

Und so kam es auch: Game 1 gewannen die Lakers im heimischen Staples Center, aufgrund überragender Leistungen von Kobe Bryant (30 Punkte, 7 Rebounds und 6 Assists) und Pau Gasol (23 Punkte, 14 Rebounds). Die Lakers gewannen Game 1 mit 102-89, womit sie den Celtics ein deutliches Zeichen gaben.

Eine schnelle Antwort lies nicht lange auf sich warten, denn die Celtics entschieden Game 2 mit 103-94 für sich. Vor allem Ray Allen wuchs über sich hinaus und beförderte 8 Dreier durch die gegnerische Reuse.

Dieses hin und her setzte sich fort, denn in Game 3 glichen die Lakers ihr verlorenes Heimspiel, in dem sie in Boston gewannen, wieder aus. Die Celtics wussten allerdings auch darauf eine Antwort zu finden und schlugen die Lakers in ihrem zweiten Heimspiel mit 96-89. In diesem Spiel wusste vor allem die Teamstärke der Celtics zu überzeugen. 6 von 10 Spielern legten zweistellige Punktwerte auf, womit es für die Lakers extrem schwer war die Celtics in der Offense auszurechnen. In Game 5 setzten dann aber die Celtics noch einen drauf und gewannen dieses Spiel mit 92-86. Der überragende Akteur dieses wichtigen Games war Franchise Player Paul Pierce, der starke 27 Punkte, bei sehr guten Quoten (12-21 Fieldgoals) aufs Parkett brachte.

Die Lakers standen unter großem Druck, denn sie mussten unter allen Umständen Game 6 im beheimateten LA gewinnen. Und das taten sie auch, denn die Lakers sorgten mit einem deutlichen Sieg (89-67) dafür, dass es in alles entscheidendes Game 7 ging. Doch wer holt sich Game 7 und somit die NBA Championship 2010? Die Spannung konnte kaum größer sein.

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NBA Champion 2010 wird?

Es war der 17. Juni 2010, natürlich zur Saturday Primetime, im Staples Center Los Angeles. Das alles entscheidende Game 7, zwischen den Boston Celtics und den Los Angeles, stand an. Auf dieses Spiel haben alle Basketballfans sehnsüchtig gewartet und jetzt wurde es endlich zur Realität.

Für beide Teams stand extrem viel auf dem Spiel, was man auch in Game 7 zu sehen bekam, denn sowohl die Celtics als auch die Lakers wirkten von Beginn an sehr nervös. Doch die Celtics legten einen wesentlich besseren Start hin und lagen nach dem 1. Viertel mit 23-14 vorne.

Die Lakers rannten schon früh einen Rückstand hinterher. Ob sie das noch aufholen würden? Die Antworte lautete JA, denn die Kalifornier spielten ein wesentlich besseres 2. Viertel und konnten somit den Rückstand auf 6 Punkte bis hin zur Halbzeit begrenzen.

An Spannung war dieses Game 7 kaum zu überbieten. Auch das 3. Viertel wurde durch eine intensive Spielweise bestimmt. Keinem Team gelang es einen Run zu starten und sich erstmals vom Gegner abzusetzen. Beide Defensivreihen waren sehr gut aufgestellt, was auch schon während der gesamten Serie zu sehen war. Dazu kam, dass auch auf beiden Seiten viel liegengelassen wurde.

Aber das war zu dem Zeitpunkt egal, denn in einem Game 7 ist eine zitternde Hand vollkommen normal. Zu Beginn des 4. Viertels führten die Celtics mit 57-53, doch es war noch alles offen, denn ein Run der Lakers würde schon ausreichen um die 16. Meisterschaft der Franchise zu feiern.

Und genau das schafften die Lakers dann mit einem Run, Ende des 4. Viertels, sorgte LA für die endgültige Entscheidung. Ron Artest verwandelte einen Clutch Dreier 1 Minute vor Schluss, womit er den Celtics auch die letzten Titelhoffnungen nahm. Die Los Angeles Lakers gewannen mit 83-79 und ließen sich daher als NBA Champion von 2010 feiern.

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Die Mamba wird Finals MVP

Kobe Bryant hatte es zum fünften Mal geschafft! Auch im Jahr 2010 waren die Lakers unschlagbar und gewannen, angeführt von Kobe ihre insgesamt 16. NBA Championship. Kobe war mit Abstand der beste Spieler dieser Serie und legte starke 28,6 Punkte, 8 Rebounds und 3,9 Assists im Schnitt, bei 40,5% aus dem Feld und 31,9% von der Dreierlinie auf.

Die Quoten sind zwar nicht ideal, doch Kobe nahm während der gesamten Serie immer wieder unglaublich schwere Würfe, um sein Team im Spiel zu halten. Und das gelang ihm mit Bravour, denn er hatte sein Ziel erreicht und sein Team zu back-to-back Championships geführt.

Kobe war ein wahrer Leader und Anführer, der sein Team motiviert und inspiriert hat. Das war vor allem in dieser Serie entscheidend, denn mit den Celtics stand ein extrem starker Gegner gegenüber, der sich nicht mit Leichtigkeit besiegen ließ. Die Mamba gewann vollkommen verdient seine zweite Bill Russell Finals MVP Trophäe.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann sich Kobe Bryant verdientermaßen als größte Lakers Legende aller Zeiten feiern lassen.

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