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Throwback Thursday- Karriere des Patrick Ewing

Patrick Ewing

Throwback Thursday- Karriere des Patrick Ewing

Am „Throwback Thursday“ möchten wir euch jeden Donnerstag Teams aus der Vergangenheit vorstellen, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Dabei geht es aber nicht zwangsläufig nur um Teams, die sich am Ende auch die Championship-Ringe angesteckt haben, sondern auch um jene, die es versäumt haben, sich die Krone aufzusetzen. In unserer heutigen Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Karriere der wohl größten New York Knicks Legende aller Zeiten- Patrick Ewing.

Hohe Erwartungen an Ewing

Der 1984er NBA Draft war wohl einer der besten Jahrgänge aller Zeiten. Unter anderem wurden Spieler wie Michael Jordan oder Hakeem Olajuwon gedraftet, die zu den besten Basketballspielern aller Zeiten gehören. Jetzt könnte man vielleicht sagen, dass der darauffolgende Draft im Jahr 1985 eine Enttäuschung gewesen ist. Pustekuchen, denn auch dieser Draft bot hinsichtlich der Spieler viel Spektakel. Karl Malone, Joe Dumars, Chris Mullin, Detlef Schrempf und natürlich unser Main Man Patrick Ewing wurden in diesem Jahr gedraftet. Der Center wurde aufgrund seiner überragenden Leistungen in Georgetown von den New York Knicks an 1.Stelle ausgewählt.

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Ewing führte als Anführer und bester Spieler sein College im Jahr 1985 zur NCAA Division I Basketball Championship. Diese fantastischen Leistungen erwarteten sich alle Knicks Fans natürlich auch in der NBA. In seiner Rookie Season knüpften alle von daher hohe Erwartungen an Pat und das bestätigte er auch eindrucksvoll. Er averagete sehr starke 20 Punkte, 9 Rebounds, 2,1 Blocks, bei 47,4% aus dem Feld. Das ist mal eine Ansage und vor allem ein Zeichen an die gesamte Liga, dass mit Ewing in den nächsten Jahren zu rechnen sein wird. Vollkommen zurecht wurde Patrick, aufgrund seiner starken Leistungen, zum Rookie of the year 1986 gewählt. Selbstverständlich kam Ewing auch ins NBA All-Rookie First Team. Doch leider gewannen die Knickerbockers in diesem Jahr kein Blumentopf. Daran war Ewing aber nicht verantwortlich, ganz im Gegenteil. Er war mit großem Abstand der beste Spieler seines Teams, und das als Rookie. Doch wenn deine zweite und dritte Scoring Option Pat Cummings und Gerald Wilkins heißen, dann ist es nicht gerade wahrscheinlich in der Saison weit zu kommen. Das sollte aber kein kein Problem darstellen, denn viele Rookies sind mit ihrem Team zu Beginn kaum erfolgreich. Das wichtigste war erstmal, dass Ewing in der Liga ankommt und seine individuellen Leistungen abruft. Der Teamerfolg sollte in den nächsten Jahren folgen.

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NBA Superstar- Patrick Ewing

Patrick Ewing war vollständig in der NBA angekommen. Er steigerte seine Leistungen in seiner 2. Saison (21,5 Punkte, 2,3 Blocks und 50,3 % aus dem Feld), nur in den Rebounds verbesserte sich der Knicks Center nicht. Zwar verpasste „Big Pat“ in seiner Sophomore Season ebenfalls die Playoffs, doch das sollte sich in den kommenden Jahren ändern. Schon in der Saison 1987/88 gelang dem Center den Sprung ins Rampenlicht. Mit seinen Knicks erreichte Ewing im Jahr 1988 zum ersten mal die Playoffs. Mit einem Record und 38-44 schafften es die Knickerbockers als 8th Seed gerade so die Postseason. Ewing war mit 20,2 PPG der beste Spieler, zwar gelang ihm individuell nicht der große Sprung, doch das lag auch daran, dass die Knicks als Team äußerst ausgeglichen aufgetreten waren (insgesamt 6 Spieler scorten zweistellig). Die Knicks wurden von einem übermächtigen Boston Celtics Team, rund um Larry Bird und Robert Parish, mit 3-1 nach Hause geschickt. Trotzdem, der nächste Entwicklungsschritt war getan und in der Saison 1989/90 gelang ihm endgültig der Sprung zum NBA Superstar. Das Team hatte sich inzwischen auch ein bisschen verändert. Nun stand ihm Enforcer und Arbeiter Charles Oakley zur Seite. Der Rest des Rosters hatte sich nicht groß verändert. Und von daher musste Ewing 120% geben, damit es mit den Playoffs überhaupt klappen würde. Auf Worte ließen Taten folgen, denn Patrick averagete in der besagten Saison unglaubliche 28,6 Punkte, 10,9 Rebounds, unfassbare 4 Blocks, bei effizienten 55,1% aus dem Feld. Ewing war spätestens zu diesem Zeitpunkt endgültig zum NBA Superstar aufgestiegen.

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Fast alleine sorgte er dafür, dass seine Knicks mit einer Bilanz von 45-37 und dem 5th Seed in die NBA Playoffs einzogen. Dort trafen sie in der 1.Runde wieder auf die Boston Celtics, welche sie 2 Jahre zuvor noch besiegt hatten. Im Jahr 1990 lief es aber komplett anders, denn aufgrund einer überragenden Ewing Serie (31,6 Punkte, 11,4 Rebounds, 4 Assists) besiegten die Knicks in 5 spannenden Spielen die Celtics. In den East Semis ging es den Vorjahreschampion aus Detroit. Dort war dann allerdings Schluss, gegen dieses Pistons Team war kein Kraut gewachsen.

Big Pat“ in den NBA Finals

So wir haben jetzt schon genug über die individuellen Errungenschaften des mehrfachen All-Stars gesprochen, doch wann würde der nächste Schritt erfolgen? Dabei geht es nicht um ihn persönlich, sondern wann der Zeitpunkt eintreten würde, wo Ewing mit seinen Knicks einen tiefen Playoff Run hinlegt und vielleicht sogar in den NBA Finals steht. Das hatte er bisher nicht geschafft, weshalb vor allem in den Medien die Kritik um seine Führungsqualitäten zunahm. Klar, man muss dazusagen, dass es Patrick Anfang der 90er nicht gerade leicht hatte, weil Michael Jordan und die Chicago Bulls zu der Zeit alles in Grund und Boden spielten. Doch in der Saison 1993/94 sollte sich alles ändern. MJ war retired und von daher war die Chance für Ewing und die Knicks gestiegen, endlich weit in den Playoffs zu kommen. Mittlerweile waren die Knicks ein sicheres Playoff Team. Der Kader hatte sich in Form von John Starks enorm verstärkt. Charles Oakley war weiterhin ein Bestandteil der Knicks und Ewing spielte weiterhin auf MVP Level. Mal wieder legte Ewing sensationelle Statistiken auf. Mit 24,5 Punkten, 11,2 Rebounds und 2,7 Blocks gelang es Patrick seinen Knicks den 2nd Seed im Osten zu sichern.

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Und dann ging es richtig zur Sache! In der 1.Runde eliminierten die Knicks chancenlose New Jersey Nets mit 3-1. In den Semis brauchte New York 7 Spiele um ein neu aufgestelltes Chicago Bulls Team zu besiegen, bevor sie in den Eastern Conference Finals die Indiana Pacers in den Sommerurlaub schickten. Es war geschafft, Patrick Ewing und seine New York Knicks standen zum ersten mal in den NBA Finals. Der Gegner waren die Houston Rockets, rund um MVP Hakeem Olajuwon. Diese Serie war geprägt von Härte und Intensität, was man auch an den niedrigen Scores erkennen konnte. Kein Team schaffte es in insgesamt 7 Spielen über die 100 Punkte Marke zu kommen. Vor allem Ewing tat sich in den Finals besonders schwer. Er legte zwar gute 18,9 Punkte, 12,4 Rebounds und 4,3 Block auf, doch seine Wurfquoten waren mit 36,3% miserabel. Die Knicks verloren aufgrund eines überragenden Hakeem und einem schwächelnden Ewing in 7 Spielen die NBA Finals.

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Der Return zu alter Stärke?

Patrick Ewing befand sich mittlerweile schon im fortgeschrittenen Alter und von daher ließen auch die Leistungen des All-Stars mit der Zeit nach. Die Knicks schafften es zwar weiterhin in die Playoffs und Ewing war immer noch ein sehr guter Spieler, doch es war zu sehen, dass der Center sich mittlerweile im Herbst seiner Karriere befand. Die Punkt- und Rebound Werte sanken von Jahr zu Jahr immer mehr, doch warum erzähle ich das alles? Ganz bestimmt nicht um Ewing in irgendeiner Form schlecht zu machen, denn dieser Mann hatte in seiner Karriere fast alles erreicht. Er war in den 90ern einer der besten Spieler der NBA und gehört bis heute zu den dominantesten Fünfern aller Zeiten. Ich erzähle das alles, weil Ewing und seine New York Knicks im Jahr 1999 noch einmal einen tiefen Playoff Run hinlegten. Patricks Statistiken sind hier gar nicht mal so entscheidend. Er legte zwar immer noch gute 17,3 Punkte, 9,9 Rebounds und 2,6 Blocks auf, doch der Teamerfolg war viel entscheidender. In einer verkürzten Saison (insgesamt nur 50 Spiele) kämpften sich die Knicks mit einem Record von 27-23, gerade so als 8th Seed im Osten, in die Playoffs.

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Man könnte sich jetzt denken, dass die Knicks als Kanonenfutter in der 1.Runde enden würden, doch genau das Gegenteil war der Fall. Nachdem sie die Heat, Hawks und Pacers hinter sich gelassen hatten, standen die New Yorker völlig überraschend wieder in den NBA Finals. Dort hatten sie allerdings nicht den Hauch einer Chance gegen ein vollkommen überlegendes San Antonio Spurs Team, rund um Tim Duncan und David Robinson. Mit 4-1 wurden Ewing und die Knicks nach Hause geschickt und somit war die große Karriere des Patrick Ewing praktisch vorbei. Er spielte zwar noch bis zum Jahr 2002 in der NBA und durchlief Stationen wie Seattle und Orlando, doch die sind nicht wirklich erwähnenswert. Erinnern wir uns lieber an die Prime Version von Patrick Ewing, der bei den New York Knicks Nacht für Nacht das Publikum in Ekstase versetzte. Zwar gelang es Pat nie die NBA Championship in den Himmel zu reißen, doch das ändert trotzdem nichts an seiner Greatness auf dem Basketballfeld.

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