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Luka Doncic, Kristaps Porzingis & der Weg zum Playoff-Erfolg für die Mavs

Mavs Playoff-Erfolg

Luka Doncic, Kristaps Porzingis & der Weg zum Playoff-Erfolg für die Mavs

Das Leben als Mavericks-, Lakers- und Blazers-Fan ist momentan sehr aufregend. Alle drei Teams spielen um Platz fünf, und es geht eng zu. Einiges steht auf dem Spiel, denn die Playoffs beginnen am 22. Mai, und keines der Teams möchte einen Umweg über das Play-in-Turnier gehen.

Um die Post-Season soll es im zweiten Part des heutigen Artikels gehen. Zuerst sprechen wir über ein Duo bei den Mavericks. Nein, es geht nicht wie vor zwei Wochen um das Bankduo um Hardaway Jr. und Brunson. Dieses Mal stehen Luka Doncic und Kristaps Porzingis im Mittelpunkt des Artikels.

Doncic, Porzingis und die Suche nach der Harmonie

2019 wurde Kristaps Porzingis in einem Trade aus dem Big Apple nach Texas geholt und direkt als zweiter Franchisespieler ernannt. Doncic, der zu diesem Zeitpunkt Rookie war, freute sich sichtlich und blickte der Zukunft der beiden euphorisch entgegen.

So freundlich geht es seit Februar diesen Jahres aber nicht mehr zur Sache.

Einige Wochen vor der Trade-Deadline, die am 25. März 2021 endete, gab es Gerüchte darum, dass Porzingis getradet werden soll. Am 16.03. meldete sich Mavericks Owner Mark Cuban zu Wort und verdeutlichte klipp und klar, dass dies nicht geschehen wird.

Stand der Dinge ist, dass der Lette weiterhin im Dallas-Jersey aufläuft. Freundschaftlich geht es zwischen den beiden Superstars aber weiterhin nicht zu Werke, wie Mark Cuban am 23. April in einem Radiointerview mit `105.3 The Fan` verriet. Der Eigentümer der Mavericks erklärte, dass sie ,,auf dem Parkett zurechtkommen. […] Damit will ich nicht sagen, dass es keine Auseinandersetzungen gibt, denn es gibt Auseinandersetzungen.“

Vergleiche zog er mit ehemaligen Spielern der Franchise, nämlich mit Jason Terry und Dirk Nowitzki. ,,Sie waren zu Beginn nicht die besten Freunde, gewöhnten sich allerdings aneinander und wurden dicke Freunde.“  Was ´The Jet`und ´The Dunking Deutschman` 2011 nach Dallas gebracht haben, wissen wir ja.

Seit diesem Radiogespräch hört und liest man viel darüber, wie ein Zweiergespann eines NBA-Teams funktionieren soll. Vergleiche mit Kobe Bryant und Shaquille O´Neal bei den Lakers sowie Ray Allen und Rajon Rondo in Boston kamen auf.

Bleiben wir mal bei diesen beiden Duos.

Bryant und O´Neal holten von 2000 bis 2002 zusammen drei Meisterschaften, obwohl es schon in der erstgenannten Saison Konfrontationen gab. Allen und Rondo wurden mit den Celtics einmal Champion, und zwar 2008.

Müssen der erste und der zweite Franchisespieler dicke Freunde sein, um Erfolg zu haben? Nein.

Natürlich schadet es nicht, wenn sie sich auf und neben dem Spielfeld verstehen, zusammen abhängen und Unternehmungen tätigen. Wichtiger ist aber, dass das Duo auf dem Spielfeld harmoniert und das Team zu Siegen führt.

Schaut man sich die Spiele der Dallas Mavericks an, fiel einem besonders im Februar und März auf, dass sich die beiden Stars kaum anschauten, kaum kommunizierten und sich selten abklatschten. Viel besser wurde dies natürlich nicht, so eisig wie damals scheint die Stimmung aber nicht mehr zu sein.

Im Februar und März saß der Frust bei der Franchise aus Dallas und ihren Anhängern tief. Die Erwartungen konnten nicht erfüllt werden, KP brauchte nach seiner Verletzung einiges an Zeit um richtig in der neuen Saison anzukommen und das Team funktionierte ohne Doncic gen Null.

All dies hat sich verbessert. Nicht ohne Grund kämpfen die Mavs um den 5. Platz im Westen, direkt hinter dem starken Quartett bestehend aus Utah, Phoenix, Denver und den Clippers.

Damit die Saison erfolgreich beendet werden kann und die Fans und Spieler nicht mit Frust in die Sommerpause gehen, müssen einige Kriterien in der Franchise aus Texas erfüllt werden.

Der Weg zum Playoff-Erfolg

In dieser Woche kämpfen die Dallas Mavericks, wie bereits erwähnt, noch um Platz fünf, ein Matchup für die erste Playoff-Runde steht dementsprechend noch nicht fest. Trotzdem schauen wir darauf, wie die Franchise aus Big D eine, oder eventuell sogar mehrere, Serien gewinnen können.

Luka Doncic

An erster Stelle muss man selbstverständlich Luka Doncic nennen. Wenn er einen schlechten Tag hat, stehen die Chancen für die Mavs äußerst schlecht. Der Slowene muss Leistungen wie zuletzt auflegen, die Mannschaft führen, weiterhin seine Pick & Roll- und Pass-Fähigkeiten auspacken und die Gegner attackieren. Eines sollte er aber nicht so häufig machen: Mit den Referees diskutieren. Doncic wird von den Schiedsrichtern besonders beobachtet, nicht umsonst hat er schon 15 technische Fouls in dieser Spielzeit kassiert. Immerhin kann festgehalten werden, dass Doncic sein Fehlverhalten mittlerweile selbst erkannt und Besserung gelobt hat.

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Die Mavs Bank

So wichtig wie die Starting Five ist auch die Bank, da diese in einigen Spielen den Unterschied machen kann. Dort haben die Texaner mit Jalen Brunson und Tim Hardaway Jr. eines der besten Bankduos der Liga, das es gegnerischen Teams nicht leicht macht. Stand 9.5.2021 müssten die Mavs in der 1. Runde gegen die Denver Nuggets antreten und da hat die Bank der Mavericks einen klaren Vorteil, insbesondere seit der Murray-Verletzung. Gegen die LA Clippers würde dies schon etwas schwieriger ausfallen, da auch die Mannschaft aus L.A. über gute bis sehr gute Bankspieler verfügt.

Spacing, Spacing, Spacing

Ein wichtiges Element der Franchise aus Dallas ist das Spacing. Um diesen Raum unter dem Korb freizuschaufeln, muss der Wurf fallen, vor allem von hinter der Dreierlinie. Die Mavericks belegen in dieser Statistik zwar ligaweit nur den 18. Platz (36,2%), durch sichere Dreierschützen wie beispielsweise Maxi Kleber (41,5%), JJ Redick (41%), Dorian Finney-Smith (40%), Tim Hardaway Jr. (39%) und Jalen Brunson (38,5%) wird das Feld jedoch auseinandergezogen und Raum für Luka Doncic geschaffen, den dieser meist zu nutzen weiß.

Schauen wir mal kurz auf den Deutschen im Bunde: Maxi Kleber muss treffen. 74% seiner Würfe nimmt er diese Saison von hinter der Dreierlinie. Nur 13% der Wurfversuche erfolgen am Ring – und das als Big Man. Wenn er also, wie im letzten Jahr, Probleme mit seinem Shooting während der Playoffs hat, werden er und die Mavericks Probleme haben.

Zu dieser Personalie hat Julius Schubert aka @justakidfromgermany ein sehr empfehlenswertes Video gemacht. Schaut auch bei ihm gerne mal vorbei, aber natürlich erst nach diesem Text hier. https://youtu.be/69mm-1qOdlc

Solide Defense

Der defensive Part darf nicht unterschätzt werden. In diesem Teil des Basketballspiels wollten sich die Mavericks vor der Saison verbessern. Sie stehen zwar wie im Vorjahr nur auf Platz 18 im Defensiv-Rating, die Abläufe funktionieren aber besser und es ist kein Spieler großartig defensiv angreifbar. In den Playoffs kann das zu einem extrem wichtigen Faktor werden, da die Gegner der Mavs kein einfaches Matchup-Hunting betreiben können.
Eine Schwäche der Franchise aus Dallas liegt bei den Steals. Nur 6,3 Balleroberungen konnte die Franchise in dieser Saison verbuchen, und sie belegen damit den 30. Platz in der gesamten NBA. Das muss besser werden!
Bei den Rebounds ist ebenfalls Verbesserungsbedarf vorhanden. Mit 43,5 geholten Abprallern liegen die Mavericks auf Platz 20 der Liga, und das mit zwei der größten NBA-Akteuren im Roster.

Rookie als X-Faktor?

Einen Spieler sollte man etwas mehr beobachten: Josh Green. Der Rookie hat bisher noch nicht viel Spielzeit bekommen, besonders in der letzten Woche konnte er aber sein Talent unter Beweis stellen. Seine Stärken liegen vor allem in der Defensive und durch sein Tempo ist er wichtig im Fastbreak. Coach Carlisle lobt seinen Rookie nach dem Spiel gegen Miami vor sechs Tagen:

Spielt Green weiter auf diesem Niveau könnte er auch in den Playoffs Minuten bekommen und vielleicht sogar zum X-Faktor für die Mavs werden. Auch, wenn man das von einem Rookie nicht erwarten sollte.

Harmonie zwischen den Superstars

Wie bereits zu Beginn des Artikel erwähnt, ist die Beziehung der beiden Superstars Doncic und Porzingis auf dem Spielfeld elementar wichtig für den Erfolg der Mavs. Harmonieren die beiden auf dem Spielfeld sind die Mavs ein extrem unangenehmer Playoff-Gegner und können sicherlich für die ein oder andere Überraschung sorgen. Funktionieren sie in den Playoffs jedoch wie im Februar und März nicht, wird es extrem schwierig für die Mannschaft von Coach Carlisle.

Wenn die Mavericks all diese Kriterien erfüllen, steht uns Mavs-Fans eine gute Postseason bevor.

Abschließend gibt es noch einen verrückten Halfcourt-Buzzerbeater von Trey Burke:

Let´s go Mavs!

 

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